Anytime Cowboy - With My Demons ----------------------------------- Harry W - Losing My Brain Lovebomb - Rockin in the wrong house Winky Frown - Npc Energy Hot Ocean - Whole Lotta Fuck Emmett O'Connor - Chrome Crusher The Meccaniks - Natural Born Bungee Jumpers - Oh Possum ----------------------------------- The Moids - Human Meat The Bored & Ignored - Crack Killer Rhoads - System Decay Rifle - United State Hot Beer - I Hate People Sometimes Social ills - Dimming Lights Youth Avoiders - No Medal for Failure ----------------------------------- Centipede - Bad Trip High Ideals - Ignorant Flower Power - Innocent Attest - Rot Ultimatum - Foxtrap Invisible Hand - Fuck The World 2 Feeble Minds - Social Tragedy ----------------------------------- Puke Pisstols - She's Primitive Küken - Grass Green Doe St - Thrill Coffer - (Ain’t No) Holy Ghost Game Show Models - Everything Isnt Gonna Be All Right ----------------------------------- Only God Forgives - Welcome to the Planet of Silence DBR - Hold Me Tight Sunny Bear Forest - Nuisance ----------------------------------- Zulo - Violencia Post Community - Vertices The III - Squeeze ----------------------------------- Station Model Violence - Heat (Single Version) Shrudd - No Man is Good Three Times Cartoon - Classic Style ----------------------------------- Powerplant - Bridge of Sacrifice Cries of Agony - Infinite Lucifer ----------------------------------- Wristwatch - Hints / Dü
Die neueste EP der Band aus Montreal ist erneut eine unwiderstehliche Tüte voller Süßwaren, die scheinbar einige Inspiration aus den melodischeren Strängen von '80er Punk irgendwo zwischen Fastbacks, späteren Naked Raygun und Hüsker Dü beziehen, aber auch solche Indie Punk Rock-Revivalisten der letzten Dekade wie Milk Music, California X, Milked oder Kicking Spit sind da nicht allzu weit hergeholt. Diesmal lassen sie uns zwar ein bisschen warten - genauer gesagt bis zum abschließenden Song - bevor sie sich so richtig in ihr charakteristisches Heavy Metal-Riffing stürzen das schon die magische Zutat auf der brillianten letzten EP war, aber dass darf eigentlich auch kein bisschen von dem eimerweise Glück ablenken, das die vorausgehenden Songs bis dahin schon verursacht haben.
Die Band aus Tampa, Florida hatte Ende letzten Jahres schon ein ausgesprochen nettes Demo raus und auch ihre neueste EP lässt wenig Zweifel daran, dass sie es ernst meinen mit diesen sechs frischen Attacken aus fuchsteufelswildem Hardcore Punk, gebaut auf einem stabilen Fundament aus fuzzigem, KBD-mäßigen Garage Punk. Die wie ein gebissener Hund herausgekläfften Vocals channeln dabei fast schon den Wahnsinn der klassischen Lumpy & The Dumpers- und Fried E/M-Ära, von welcher sich deren primärer Akteur wie's scheint gerne distanzieren möchte... aber so lange ich lebe wird das nicht passieren. Einmal ein Lumpy, immer ein Lumpy.
Auf dem ausgezeichneten Demo dieser Band aus dem englischen Schrewsbury trifft Proto- auf Garage Punk und gelegentliche Blitze aus leicht NWOBHM-mäßigen Gitarrensolos. Stooges treffen auf Saints treffen auf Discharge, aber auch einige jüngere Bands der Punter-, Puffer- oder Split System-Machart. Ein perfekter Sturm aus simplizität, roher Energie und unmittelbarer ins Ohr gehender Catchyness.
Hey Leute, es hat diesmal wieder ein bisschen gedauert diesen jüngsten Stapel von Blogposts rauszuhauen, seid euch dabei aber mal sicher, dass auch wenn an der öffentlichen sichtbaren Front gerade nicht viel passiert, doch im Hintergrund immer schon weiter gearbeitet wird - so viele Feeds zu scannen, so viel Scheiß zum anhören, sortieren und kuratieren, Mixtapes die aufgenommen, digitalisiert und mit Metadaten und Timestamps komplettiert werden wollen. Das eigentliche Schreiben und Übersetzen der Posts (typischerweise englisch zu deutsch, weil mir das leichter fällt). Dann will noch ganz viel Audio bearbeitet werden für den Radiostream, technische Wartung an meinen diversen Web-Projekten vorgenommen werden... ja sogar das rudimentäre Korrekturlesen und Publizieren der Blogposts nimmt zusammen typischerweise noch mal so 1-3 Stunden in Anspruch.
Ich mach den Scheiß, weil ich das meiste davon echt gerne mache. Und neuerdings kommt da noch diese Radioshow dazu... Jau, das habt ihr richtig gelesen. Den alten Bastard hab ich jetzt reanimiert nach grob sieben Jahren Pause, die erste Folge ist bereits in der Dose und die Show wird alle vier Wochen auf der noch relativ jungen und aufregenden lokalen Communitystation Radio Makro laufen. Ab der März-Ausgabe plane ich dann, wie es sich für ein zweisprachiges Blog gehört, auch eine vermutlich etwas weniger polierte englischsprachige Variante, die dann nicht allzu lang nach der deutschsprachigen Premiere auf Radio Makro hier auftauchen wird, entweder via Mixcloud oder im eigenen 12XU-Stream oder auch beides, vermutlich. Also markiert euch mal den Mittwoch, 18. Februar um 18:00 Uhr im Kalender, wenn euch meine langsame ASMR-Stimme zum ersten mal in den Schlaf lullt und die Musik euch danach jedes mal unsanft wieder aufweckt.
Oh und was ihr sicher auch schon bemerkt habt ist eine neue Verspannungskassette. Genau, die über diesem Text, die dich gerade anstarrt. Ich bin noch nicht ganz sicher, was die neue alte Show langfristig für die Mixtapes bedeuten wird. Vielleicht werde ich einfach weniger davon raushauen oder sie vielleicht auch ganz auf Eis legen, wenn meine strategische Kassettenreserve zur Neige geht oder das Tapedeck den Geist aufgibt... Da muss ich einfach mal schauen, wie gut ich den Arbeitsaufwand bewältigt kriege.
Tracklist
The UTI’s 2079 Harry W Pizza Party Crack Park Short Circuit Ø Shoot! Ty H.O.V. Power Pants Whatever It Takes Problem Addict Frog Guy The Meccaniks Can't Stop Playing Atari Puke Pisstols Death Comes Today The Moids Maitland Man Bungee Jumpers Bolt Social ills Never Recover Youth Avoiders Short Fuse Forma Nola Erortzen Den Luxury Apartments London Fields Rifle Bastards
Coffer At Long Last The Bored & Ignored Dog Litter Gary and the Shearstons Gnangara Road Attention Deficit 80mg 2 Freedom Tylenol Tight Crying Form L.I.F.E. / BRAINdead Flower Power Water Torture High Ideals Burning Youth Feeble Minds Desensitized Invisible Hand Nuclear War Post Community Cranberry Attest Relentless Ultimatum Don't Look Up Nourishment The Sand Erodes Cries of Agony Rites ov the Absvrd Jester
Tracklist
Anytime Cowboy Misery Goose Eggs The Whistleblower (I Never Told You Anything You Didn't Already Know) Hot Face Red Fuzz Game Show Models Opposable Man Zulo Vergüenza Dr. Dence Healthy Human Winky Frown Houseplant Graveyard Lovebomb Dog Only God Forgives Dupont Daisies Завірюга Цифровий Шум Balaclava Dramatic Exit
DBR Pool RRSATZ Radical Banal Stepmother New World Sweet Reaper Meemees Bull Shannon Dragon Boy Spent Film Mercy Killed Cryogenic Division (Oh My) Quick Death Wristwatch Goat Sex Mex No Money Doe St Figure It Out The Clubs Ship Of Fools Sargent Baker Nothing To Me
Nun, es hat in etwa ein Jahr länger gedauert als versprochen, aber besser spät als nie ist hier eine neue LP von dem Stockholmer Synth Punk-Bollwerk Isotope Soap, das jetzt auch schon grob seit einem Jahrzehnt sein eigenes Ding dreht. Die müssen uns jetzt auch nichts mehr beweisen und liefern einfach ganz routiniert eine weitere Sammlung brillianter, abgespaceter Garage Punk-Feinkost ab, durchsetzt mit den von der Band gewohnten Devo-ismen und eingerahmt von ein paar John Carpenter-mäßigen Instrumentals, die dann noch ihr Übriges tun um die epischen Qualitäten dieses Albums zu unterstreichen.
Das ist eine fabelhafte Debüt-EP dieser Berliner Band, die - nach einem Postpunkigen Intro, das mich gleichermaßen an The Estranged erinnert wie auch an alten Westküsten-Punk der Adolescents, Germs oder Agent Orange-Schule - weitgehend ihr Zuhause findet in einem stark im Schatten der Spits argierenden, vereinzelt auch leicht Ramoes-igem Garage Punk-Sound mit einem gewissen Space Punk-Zusatz nicht unähnlich zu so Bands wie Corpus Earthling, Silicon Heartbeat, Stalins of Sound, Zoids und Mateo Manic oder, in jüngster Zeit, Shrudd, Zulo und Electric Prawns 2, wobei aber auch die zuvor erwähnten Post Punk-Elemente einige male zurückkehren wie in Freiheit und Vittima. Durchweg felsenfest verschweißt durch grundsolide Songwriting-Qualitäten ergibt das ein makelloses Killeralbum, das den optimalen Bang for the Buck aus einer zeitbewährten Oldschool-Formel extrahiert.
Auf ihrem zweiten Album zündet diese Band aus dem australischen Städtchen Torquay - nur einen Katzensprung von Geelong entfernt und auch noch in komfortabler Reichweite von Melbourne - zehn kräftige Sprengladungen aus zielsicherem Garage Punk einer fast schon stereotypisch australischen Machart, die gleichermaßen in der Schuld von so Bands wie Saints, Radio Birdman und New Christs steht wie auch von etwas klassichem AC/DC-Riffing und was jüngere Zeiterscheinungen angeht, bieten sich auch Bands der Sorte Split System, Pist Idiots und das frühe Werk von Civic als Referenzen an. Irgendwie klingt das auch ein bisschen nach dem, was man sich von der etwas blutarmen letzten Mini Skirt-LP gewünscht hätte. Jau, es handelt sich hier um durchweg altmodischen Rock'n'Roll der sich weitgehend an etablierte Konventionen hält, aber der Scheiß klingt dabei kein bisschen abgestanden dank eines nicht enden wollenden Stroms von ansteckenden Hooks und entschlossenen Performances.
Erneut kommt ein ziemlich umwerfendes Tape zu uns von den verlässlichen New Yorker Lieferanten für Exzentrizitäten mit unterschiedlich starkem Punk-Bezug, Fuzzy Warbles Cassettes. Der Opener No Kill Means versprüht unmittelbar so einen Art Punk-Vibe á la Television-meets-Ruts oder, aus etwas jüngerer Zeit, Peace de Résistance und spätere Institute. Soft Change nimmt dann einen ungleich abstrakteren Kurs auf von minimalistischem Post Punk, relativ kühl und rigide und gleichzeitig auch ziemlich funky. Cave One ist ein relativ geradliniger aber keinesfalls dummer Krümel von Garage Punk und gleiches lässt sich auch über All Skill Levels sagen mit seinen gleichermaßen Proto- und Post Punk-igen Vibes und einer zusätzlichen Schicht von dissonantem Noise. Great Pastures verdichtet einige verwandte Eigenschaften zu einem unerwartet eingängigen und kompakten kleinen Paket von tangential Sonic Youth-mäßigem Lärm. Anticev überrascht dann hingegen mit einem offensichtlichen Surf Rock-Feel. Und so unvorhersehbar geht es weiter... das ist eine sehr gemischte Grabbeltüte von einer Platte, die hinter jeder Kurve eine neue Überraschung aus dem Hut zaubert und dabei wundersamerweise kein einziges mal daneben schießt, sondern seltsam kohärent und methodisch wirkt in seiner sich konstant im Flux befindlichen herangehensweise.
Diese Londoner haben ihre Debüt-LP an einem einzigen Tag in den Abbey Road Studios augfenommen. Spielt das jetzt eine große Rolle? Ich glaube nicht wirklich, aber wie auch immer, das Ding klingt ziemlich schick - unerwartet roh und ungeschliffen. Gleich vom Start weg begrüßt uns Defenestration mit einem melodischen, leicht folkigen Vibe irgendwo zwischen den Welten von Mission Of Burma, Sebadoh, Volcano Suns, Angst, Polvo oder Medications, gefolgt von einer geringfüfigg Wire-mäßigen Post Punk-Stilübung mit Echos von mitt-2000er Indie Rock in Sinnes - letzteres gehört für mich ehrlich gesagt aber zu den am wenigsten ansprechenden Dingen hier, zusammen mit dem etwas schäfrigen und unterentwickelten Cruel Tutelage. Liar nimmt dann zum Glück wieder Fahrt auf in einer Mischung aus oldschool Garage Punk und einem an Mudhoney erinnernden Fuzz Punk / Neo Grunge-Vibe, der teilweise auch weiter durch den geradlinigen Punksmasher Bumble Been resoniert, bevor Red Fuzz die insgesamt doch viel stärkere zweite Hälfte des Albums einläutet mit einem ausgesprochen eingängigen Pop-Tune. Pink Liquor ist dann ein kompakter, schnörkelloser Ausbruch Noise-lastiger Garage Punk-Exzellenz und Automated Response klingt wie eine weitere - und diesmal viel besser ausbalancierte - Wire-Huldigung direkt aus dem Pink Flag-Playbook. Cavern Killer mischt der Sache einen recht aktuell wirkenden Post Punk- und Noise Rock-Vibe bei bevor I Love You die Platte mir einer makellosen, stark '77 und KBD-beeinflussten Eigentümlichkeit der alten Schule ausklingen lässt.
Diese Band aus Cleveland, Ohio verwebt so kompakte wie einfach gestrickte Perlen des moderat abgespaceten, eierigen Garage- und Synth Punk zu einem ausgesprochen schicken Gesamtpaket aus melodischem Delirium, das mich an einen recht farbenfrohen Strauß von Bands á la Metdog, The Gobs, SGATV, Sex Mex, Hyperdog, Beta Máximo oder Apero erinnert und der Scheiß hier muss diese Vergleiche mal ganz und gar nicht scheuen, guter Stoff.