The Pinheads – Feel It Now
Is This Real erscheint am 24. Mai auf Farmer & The Owl.
Is This Real erscheint am 24. Mai auf Farmer & The Owl.

Energischen, straight nach vorne gehenden fuzzy Post Punk gibt's auf dem ersten Langspieler von Control Top zu hören, der einerseits mit beachtlicher Catchiness und häufiger Tanzbarkeit besticht, andererseits aber durchgängig von einer bedrohlich blubbernden Wut durchzogen ist, die sich letztendlich und unvermeidlich in gewaltigen Krach-Eruptionen entlädt. Zeitweise erinnert mich das an einen Mix aus Special Interest und Lié.
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Hatte gar nicht erwartet dass es sie noch gibt, dIese Band aus Chicago, die sich unter anderem Personal mit den Red Dons und Daylight Robbery teilt. Aus dem Umfeld letzterer Band wird hier in den kommenden Tagen auch noch mal etwas auftauchen. Endless Column tragen jedenfalls unverkennbar die Handschrift von Red Dons-Frontmann Doug Burns, kommen ein bisschen rüber wie eine etwas entspannter daher schrammelnde Variante eben dieser Band, gefiltert durch die Seele eines traurigen Surfers. Oder nach einer powerpoppigen Version von The Estranged. Und dass die Songs über jeden Zweifel erhaben sind, das versteht sich ja wohl von selbst.
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Das Langspieldebüt der Londoner Postpunk-Formation liegt doch tatsächlich erst anderthalb Jahr zurück. Seltsam... es kommt mir locker doppelt so lange vor. Was wohl nicht zuletzt der Tatsache geschuldet ist, dass in der Zwischenzeit eine ganz schöne Masse an ähnlich gelagerten Bands auf den Plan getreten, die Umschreibung Angular Post Punk in weiten Teilen der Musikpresse schon länger zum Modebegriff geworden ist. Umso überraschender, wie gut sich der Sound von Negative Space auch auf ihrer aktuellen EP in diesem dicht bevölkerten Umfeld zu behaupten weiß, ohne dass sie sich dafür neu erfinden müssten. Was ihre Musik besonders macht ist nicht etwa Innovation, sondern eine glasklare Vision sowie die eiskalte Disziplin und Effizienz, mit der Negative Space ihr Material so perfekt auf den Punkt bringen, akribisch über jedes verbrauchte Geräusch Buch führen. Keine Note darf hier verschwendet werden.
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Diese saustarke Ausgrabung hab ich mal wieder dem guten RRRiecher der Mannheim-Connection zu verdanken. Das schnell und dreckig aufgenommene Debütalbum der Oranges aus Dublin überzeugt mit einem wunderbar ungeschliffenen, abstrakt-minimalistischen Postpunk-Sound und einem fuzzigen Garagenfaktor. Da kann man sich hin und wieder an The Fall, frühe Swell Maps oder 80er Half Japanese erinnert fühlen, noch mehr aber an gegenwärtige Vertreter wie Tyvek, Italia 90, City Yelps oder ganz frühe Protomartyr. Runde Sache.
Album-Stream →Moving Parts erscheint am 31. Mai auf Six Tonnes de Chair Records.
Tropical Depression erscheint am 3. Mai auf Spartan Records.
Bad Men In The Grave erscheint am 10. Mai auf Alien Snatch! Records.

Der Vergleichsweise freundlich anmutende, noisepoppige Einstieg irgendwo zwischen Sonic Youth und DInosaur Jr führt den Hörer erstmal in die Irre auf dem Debütalbum der Vangas aus Atlanta. Was darauf folgt ist nämlich eine recht wilde, exzentrische Tour, auf der es einiges zu verarbeiten gilt. Dissonanten Noise Rock mit Sludge-Kante zum Beispiel, der die rohe Darbietung der Blank Veins in den Sinn ruft. Spröder Postcore, wie ich ihn seit dem letzten Behavior Album nicht mehr gehört hab. Eigenwilliger Weirdo-Noisecore/-punk, den man in der Nachbarschaft etwa von Soupcans, Vulture Shit, Anxiety oder Gumming vermuten würde. Dabei überschreiten ihre Songs regelmäßig die sechs Minuten-Marke und ergeben dabei auch noch Sinn, laufen keineswegs Gefahr, zu viel des Guten zu sein.
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(The) UV Race haben einen besonderen Platz in meinem Herzen inne, waren sie doch zum Ende der von mir subjektiv als (nicht nur) musikalisch sehr ernüchternd empfundenen Nullerjahre eine meiner ersten Begegnungen mit dem gegenwärtigen Garagenuntergrund und sind somit stark mitverantwortlich für das Wiedererwachen meiner Krachleidenschaft, somit letztendlich auch für das entstehen dieses Blogs.
Satte sieben Jahre nach ihrem letzten Langspieler hat die Band aus Montreal doch tatsächlich noch mal ein paar neue Songs aufgenommen und ich freue mich zu berichten, dass die so gut sind wie auch schon alles andere, was sie bislang verbrochen haben.

Nach einer schon durchaus appetitanregenden Teaser-EP vor geraumer Zeit gefällt mir das Langspieldebüt von Conditioner Disco Group aus Portland noch ein ganzes Stück besser als ich es eigentlich erwartet hätte. Irgendwie trifft er die richtige Mischung aus dreckigem Charme und infektiösen Grooves - ihr tanzflächengerechter Post Punk, der einerseits rüber kommt wie eine etwas raubeinigere Variante der Dancepunk-Welle um die Jahrtausendwende, ebenso aber auch den Bogen schlägt zu gegenwärtigen Vertretern des Spektrums wie etwa D.U.D.S. oder N0V3L.
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Diese Band bringt Mitglieder der beiden isländischen Krawallerzeuger schlechthin zusammen: Dauðyflin und ROHT. Da ist natürlich von Anfang an klar, worauf man sich einzustellen hat. Eine kompromisslose Wucht aus maximal angepisstem Hardcore mit eingebautem Noise-Exzess par excellence gilt es zu verarbeiten.
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Ich hatte mich schon gefragt, ob die Ein-Mann- Band von Matt Rendon aus Tucson, Arizona überhaupt noch existiert. Immerhin sind seid dem letzten Lebenszeichen vom ungekrönten König des British Invasion-Infizierten Garage Rock sage und schreibe sechs Jahre vergangen. Beantwortet wird die Frage nun in Form eines neuen Langspielers. Und der gute hat hier nichts verlernt, ganz im Gegenteil: Das mitreißende Powerpop-Songwriting, das die Band seit jeher meilenweit aus der Masse an ähnlich gelagerten Retrobands herausstechen lässt, hat eine spürbare Verjüngungskur verpasst bekommen, klingt so frisch und konsistent wie schon lange nicht mehr.
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Launiges Zeug auf der ersten EP einer Band aus Atlanta. Das verschmilzt unter anderem an Sauna Youth oder Vintage Crop erinnernden Garage Punk mit einer guten Dosis Noise und leicht angeschrägtem Post Punk, wie er mir in jüngerer Zeit auch von so Bands wie Drool, Rolex, Patti und Labor begegnet ist.
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Die letzte EP der Nightwatchers aus Tolouse machte bei mir bereits einen starken ersten Eindruck und ihre erste LP nimmt nun an gleicher Stelle die Fäden wieder auf. Zeug auf der Schwelle von Post Punk und straightem, kraftvollem Punkrock, der unter anderem die Red Dons channelt, ab und an auch mal eine Spur The Estranged oder Radioactivity. Aber ganz besonders hauen sie in eine Kerbe, die in den letzten Jahren ganz besonders in Frankreich Hochkonjunktur hat - gemeinsam mit dortigen Bands wie etwa Telecult, Litovsk oder Youth Avoiders.
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