Verspannungskassette #26 (C-90)

Safety Net Be With You
Success The Fool
Nervous Triggers Radiation Suit
Dudd Dilemma I’m No Phony!
Silicon Heartbeat X-22
Finale Mi Cambio Climático
Cherry Cheeks Trauma Bar
Mateo Manic Escalator To A Black Hole
Smirk Cop Caller
Metdog Bins At Barkley Square
Pinch Points Reasons To Be Anxious
Liquid Lunch Dirty Hands
Letha Runnin‘
Rude Television Death of Me

Strange Colours Say What You Want to Say
Rik and the Pigs Off/On
Pack Rat Next Time Hit Me
Repulsion Switch Berlin
The Monsters I Love You
Schizos I’m Always First
Zhoop Fighting For Control
Semtex 87 Robbed You
Body Cam Hit And Run
Peoples Temple Peoples Temple
Ztuped I Can’t Stand the Light
Imploders Beatin‘ On The Brain
Hot Load Divine Trainwreck

Honey Radar Medium Mary Todd
Hungry Man Same Mistake
Big Heet Octogenarians
Christian Fitness Guildford Specific
Art Halk Pavillon
Al Pacinos Sister I Can Tell You’re Not From Round Here
Tommy Cossack Down On The Ground
Tics Dopehead
Traps PS Relics
Alien Nosejob Crusader of Coles

Mystery Girl Loveline
Invecil Las cucarachas vuelan
Mononegatives Terminal Voices
Pleaser The Dream
Stalled Minds Led By Instinct
Sewer Brigade Barcelona
The Chisel What Was Mine
Glaas Easy Living
Gyrate Sick, the Better
Ugly Twin Let You Down

Mateo Manic – Time Don’t Matter In Dark Matter

Garage-/Synth-/Elektropunk aus Cleveland, Ohio, der seine eigene kleine Nische im aktuellen Genre-Umfeld findet, nicht zuletzt dank eines gewissen psychedelischen Appeals und trotz leichter Ähnlichkeiten etwa zu The Spits, Smirk oder Silicon Heartbeat – gefiltert durch eine dichte, Chrome- oder Metal Urbain-mäßige Nebelwand. Alternativ mag man darin auch eine Garagepunk-Inkarnation der halluzinogenen Cowpunk-Albträume von Murderer erkennen.

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People’s Temple – Demo

Ein herausragender Donnerschlag von einem Demo liefert hier eine New Yorker Band ab, die es gar nicht erst versucht einem Style von ultra-oldschooligem Hardcorepunk neue Nuancen zu entlocken, der glaubhaft jedem beliebigen Zeitpunkt der letzten 4+ Jahrzehnte entsprungen sein könnte. Stattdessen ziehen sie ihr uraltes Zeug mit einer Überzeugung, Beharrlichkeit und perfekter Zielgenauigkeit durch, die das zeitlose Potenzial voll ausschöpft.

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Liquid Lunch – Come Again

Diese Debüt-EP einer Band aus Minneapolis liefert vier vorzügliche Knaller aus DIY Garage Punk mittlerer Klangfidelität ab, die sich konsistent auf der eher verspulten Seite des Genres bewegen und sich damit in guter Gesellschaft zu Acts wie etwa Satanic Togas, Alien Nosejob, Research Reactor Corp., R.M.F.C. oder Erik Nervous befinden.

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Ztuped – Are You Stupid?

Das 2019er Demo dieser Band aus Washington, D.C. hatte ja schon seine unbestreitbaren Qualitäten, aber ihre Debüt-7″ auf 11 PM Records setzt da noch deutlich einen drauf, fokussierter in ihrer Vision und mit adäquaten Prouktionswerten ins richtige Licht gerückt. Der Opener Blood Runs Through ist hier das Paradebeispiel dafür, was diese Band besonders macht – eine mitreißende Catchyness und ein im gegenwärtigen Hardcore Punk selten gehörter Sinn für Melodie trifft darin auf schnörkellos geradeaus donnernde Riffs, die eher den Sphären des oldschooligen „Heavy“ Metal entlehnt scheinen als klassischem Hardcore, verwoben zu häufig etwas exzentrischen Songstrukturen, die immer für eine Überraschung oder zwei gut sind. Einige der besten Momente kommen für mich rüber wie eine unwahrscheinliche Verschmelzung von Cülo mit Naked Raygun.

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Hungry Man – Permanent Crisis

Meine liebe Güte, ist das mal ein göttlicher Batzen aus oldschooligem Postcore von genau der Machart, die uns Sesselfurzern mittleren Alters in höhere Sphären zu transportieren vermag – ausgeklügelt ohne dabei im eigenen Arsch zu versinken und dabei mit einem Gespür für Melodien, das alte Volcano Suns, Moving Targets und Mission Of Burma heraufbeschwört. Die viertelstündige Suite, mit der sie das Album eröffnen, erinnert mich hingegen stark an Dragoon, den monumentalen Opener von Bitch Magnet’s zweiten und letzten Album Ben Hur. Ansonsten regiert hier mit das beste aus dem 90er Dischord-Universum mit reichlich Anklängen etwa an Autoclave, Bluetip, Hoover, Crownhate Ruin, Kerosene 454, frühe Jawbox… hier wird nicht gekleckert. Und klar, ein paar Spuren von Fugazi sind natürlich auch enthalten – ich würde jedoch sagen, dass jene hier keineswegs der primäre Einfluss sind. Das alles ziehen Hungry Man mit Leichtigkeit durch, ohne wie ein dröges Plagiat zu klingen – sondern viel mehr wie eine Band, die zu ihren Einflüssen steht und dennoch ihre eigene Stimme findet, um in die Gegenwart zu sprechen.

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Repulsion Switch – Demo 2021

Ein popotretendes kleines Demo von einer Band oder Person in Buenos Aires. Das steht mit einem Fuß in einer sich zeitgemäß anfühlenden Pfütze aus Lockdown-induziertem DIY Garage Punk, die andere Flosse matscht hingegen tief in den Schichten von früh-80er Hardcore-Gedöns herum und trägt dabei seine alte KBD-Style Dreckschicht mit voller Überzeugung. Einfach, ökonomisch, effektiv.

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Finale – 225 o​.​p​.​m​.

Einer von Spaniens bestgehüteten Garage Punk-Geheimtips ist jetzt wohl endgültig in der guten Gesellschaft der großen Mädchen und Jungs gelandet – Evidenz dafür liefert ihre aktuelle 7″ auf dem Garage-Bollwerk Slovenly Recordings, die fraglos ihr bislang stärkstes Songbündel enthält – selbstbewust und saumäßig catchy, ohne dabei ihre schräge Kante zu verraten. Hier finden Finale die perfekte Schnittmenge aus den diversen Verschrobenheiten von Bands wie etwa Erik Nervous, Reality Group, R.M.F.C. oder Neo Neos.

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