Guitar Magazine How Do You Know Insane Urge I Feel Fine Landlords 1-2-X-U AJ Cortes And The Burglars Never Ever Research Reactor Corp What The Fuck Kill Surf City No Chance Paranoise Flesh Vines Tupperware Sparse Gorilla Knifefight Emergency Shut-Off Switch Feed Off The Grid Djinn Damaged Pure Filth Give In Fashion Change House Of Trash Piss Kinks Light A Fire Asesinato Manufactured Crisis
Necro Heads Positive God Plutonium I See No Blueprint Nail In The Coffin Strangelight The World Needs Laughter T.L.B.M. N A R K Feeding Tube Stuck Nylon Deth Metal Glands Boring Shit Jailer Human Momentum Poison Ruïn Phalanx Half Idiot My Home Town Air Vent Dweller Heat Wave Daughter Bat And The Lip Stings Botched Boob Job Science Man Sharp Dressed Man
Turbogoblin RX Big-Hat The Mute Servants Broken Ladder Operants Grey Inbtwn Mononegatives Vision to a Screen Plot Reaction Formation Toilet Rats Barricaded Mr. Node Vaccinate Me! Törner ’86 Ent(t)törner Mayge I Am A Failure Fib You Baraka Face Junta Tv Narodowa
Deadletter Pop Culture Connoisseur Italia 90 DINO (Dangerous In Name Only) Liiek Deep Pore Black Mold Time To Make a Living Los Tarzanillos Todo lo que quieras Du-Rag Dents And Bumps Seablite Ink Bleeds Onan Servo We Could Build A Sun On Earth Ingrates Don’t Wanna Work Dan Webb And The Spiders Missed Eclipse Horsegirl Billy
Schon wieder ein neues Stucco-Sublabel? Für mich sieht das aber genau nach einer Impotent Fetus-Veröffentlichung aus! Klingt auch wie eine – oldschooliger Garage Punk der KBD-verseuchten Machart und klar ein gefundenes Festmahl für Freunde von Bands á la Launcher, Liquid Assets und Freakees.
Daughter Bat And The Lip Stings aus Sydney fielen bereits im Jahr 2020 mit einem ganzen Arsch voller spaßiger EPs auf und sind jetzt zurück auf der Bildfläche mit ihrem bislang stärksten Bündel an Garage Punk-, Fuzz- und Powerpop-Songperlen im Gepäck, wobei ihr Gespür für infektiöse Hooks schmeichelhafte Vergleiche zu Hausnummern wie Booji Boys, Radioactivity, Royal Headache oder Sweet Reaper durchaus angebrachet erscheinen lässt.
…und hier ist noch ein süßes kleines Artefakt des vage eierköpfigen Garage Punks, für den irgendein Mensch im neuen Jerseypulli die Verantwortung trägt. Das wirkt ein bisschen wie eine Mixtur aus Alien Nosejob im HC 7″-Modus, S.B.F. und Connie Voltaires diversen Hardcore-Projekten. Außerdem eine helle Entscheidung, zwei öde, langsame Songs dank hochmoderner Audiotechnologie zwei aufregende, schnelle Songs zu verwandeln.
Ein Typ aus dem britischen Watford macht hier so einiges falsch und ich find’s ziemlich geil. Etwa, indem er 8 Songs, zwölf Minuten abgefuzzten Garage Rock auf sieben Zölle zusammenquetscht und das Ding für beste Negativ-Fidelität dann auf 33 tacken drehen lässt. Außerdem, wer braucht schon ausgefeilte Strukturen und feine Nuancen, wenn stattdessen auch einfach alles die ganze Zeit scheiße laut sein kann? Warum einen Song mit drei Akkorden schreiben, wenn’s auch mit nur einem geht? Ja, also… erwartet nichts zu schlaues von dieser EP, deren zottelige Intensität dafür aber problemlos zu kompensieren vermag. Mal hat das was von einer MC5 huldigenden Inkarnation der frühen The Men auf Kollisionskurs mit Destruction Unit aber auch jüngere Acts wie Hamer und Super-X sind da nicht allzu weit hergeholt.
Eine kleine Glückspille von einer EP hat da ein Typ aus Adelaide verbrochen. Wandlungsfähiger Garage Punk aus Einzelteilen, die irgendwie mal an Strange Attractor, S.B.F., Useless Eaters oder R.M.F.C denken lassen oder auch eine ganz leise Ahnung von Uranium Club erwecken… all das verdichtet zu fünf arschtretenden Songperlen plus Interludes.
Eine triste Mischung aus Post Punk, Death Rock und Anarcho Punk mit einer großzügigen Dosis Flipper-mäßiger Dissonanz gibt es auf dem aktuellen Langspieler eines Soloprojekts aus Galesburg, Illinnois zu begutachten, charmant krude in seiner Machart und beim Hörer setzt es eine hohe Toleranz für digitales Clipping voraus. Bleibt weitgehend innerhalb der üblichen Genre-Parameter ohne dabei zu repetitiv oder vorhersehbar zu werden. Freunde von Disjoy, Padkarosda oder Clock Of Time werden das sicher zu schätzen wissen.
Hammermäßige Split-EP zweier Bands aus New Jersey, die mir bisher noch kein Begriff waren. Nylon gehen dabei sofort ins Blut über mit zwei starken Garage-/Postpunk-Hybriden so grob in der Nachbarschaft von frühen Teenanger, Public Eye, Vintage Crop und Marbled Eye. Operants gehen dann etwas geradliniger zur Sache, zuerst mit einem Garage-Klopper á la Ex-Cult, Civic, The Living Eyes oder Sauna Youth, gefolgt von einem etwas Postpunk-mäßigeren Track mit Synth-Zusatz – ein klar an einschlägige Muteanten aus drunten unter erinnernder Vibe.
Ein neuer Batzen knochentrockene rhythmische Post Punk-Sportgymnastik der üblichen Verdächtigen aus dem Berliner Umfeld und auch soundmäßig ist da sehr viel Berlin auf kleinem Raum untergebracht – man könnte auch sagen, der Schuster bliebe hier doch etwas sehr bei seinen Leisten, aber solange jene mit so präziser Ingenieurskunst in die gleichnamige Körperzone geschmettert werden, bin ich vollauf zufrieden. Man denke hierbei etwa an eine schlanke Mischung aus Pigeon, Diät, Negative Space, Institute und Nag, heruntergekocht auf die nackte Essenz. „Klare Vision“ sagt man dazu, glaube ich…
Seltsames kleines Zottelbiest, diese Kassette eines Typen irgendwo aus den Untiefen des Bundesstaats New York, die über das Label Spared Flesh Records aus Portland den Weg zu uns findet. Überwiegend abstrakt und Bruchstückhaft ist das, aber gleichzeitig nie um eine gute Melodie verlegen. Da ist klar ein gewisser No Wave-Einfluss zu spüren, aber primär sehe ich hier eine unwahrscheinliche Verquirlung aus frühem britischen Post Punk am Werk – spezifischer etwa von Wire, The Fall, Swell Maps oder frühen Mekons – auf Kollisionskurs mit ausgesprochen amerikanischen Folk- und Roots-Elementen sowie diversen anomalien aus der 80er Kassettenkultur beidseitig des großen Teichs. Ich denke, Freunde der Australier Wireheads werden da sicher auch gefallen dran finden und der verantwortliche hier hatte zufälligerweise auch noch bei Hobocop seine Finger im Spiel, was so auch perfekten Sinn ergibt.