Hier sind wir offenbar schon zweieinhalb Veröffentlichungen tief in der Discographe von den Neuseeländern Fog, aber ein flüchtiger Blick über ihre vorherige LP/EP offenbart sofort ein substantielles Wachstum auf ihrer neuesten EP. Auch wenn ihre Grundzutaten aus gegenwärtigem Post Punk und einer Spur von Anarcho nichts nennenswert neues einbringen und mit recht zu so Bands wie frühen Institute, Pyrex, Corker, Nag oder Criminal Code verglichen werden dürfen, lässt es sich ebenfalls nicht abstreiten dass diese Songs ausnahmslos Meisterhaft gefertigte Explosionen des unterbelichteten, körnigen Lärms sind, durchweg ausbalanciert mit melodischen Lichtblitzen – alle beweglichen Teile fühlen sich hier gezielter und souveräner arrangiert an als alles, was zuvor von der Band kam.
Seit Lysol sich in Fan Club umbenannt haben ging damit soweit auch ein ungleich geradliniger Garage Punk-Sound einher, der bei mir nie so richtig zu zünden vermochte, immer etwas zu basic, zu nah an traditionellem Dad Rock-Gewäsch. Jetzt fühlt sich die neueste EP aber plötzlich wieder so an als würde die Uhr auf ca. 2021 zurückgedreht, so grob auf dem kreativen Höhepunkt ihrer Hard-/Garagecore-Ära und ich könnte kaum glücklicher darüber sein. Denn mal ganz im ernst, wenn es eine Sache gibt für die ich mich in 2025 gar nicht mehr erwärmen kann, dann das ist es noch so eine blutleere The Hyves-mäßige Garage “Revival Rock”-Platte. Der Krempel schmeckte schon nur wenige Jahre post-Y2K ziemlich fade und heutzutage hab ich für die Masche echt keine Geduld mehr übrig.