Hash Redactor – Drecksound

Eine Band aus Memphis, bei der Leute von Nots und Ex-Cult mit am Werk sind. Was kann da noch groß schief gehen? Soundmäßig bewegt sich das ziemlich genau in der Mitte zwischen Garagen- und Post Punk und klingt eigentlich kein bisschen nach Nots, dafür durchaus nach Ex Cult. Außerdem werden Freunde von Sauna Youth, Constant Mongrel und frühen Teenanger exzellentes neues Futter in Platte finden.

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Set-Top-Box – DVD_DATA​*​COLLECTOR_IM A T​.​V​.​

Die letzte EP der australischen Elektro-/Synthpunks war ja schon jede menge schräger Spaß, ließ aber keineswegs erahnen, zu was für einem schrulligen Monster ihr Sound auf der aktuellen digitalen Single mutieren würde, auf der sie ihre Songs scheinbar mit’m Gameboy aufgenommen, durch ‘nen Chor defekter Furbys gefiltert, mit der Türsprechanlage gemischt und auf Muttis Videorekorder gemastert haben. Oder anders ausgedrückt: Klingt gut!

Bad Breeding – Exiled

Exiled erscheint am 21. Juni auf One Little Indian Records.

Golden Pelicans – Stray Dogs

Grinding For Gruel erscheint am 7. Juni auf 12XU Records.

Schizos – Driller

Schizos erscheint am 1. Juli.

The Pinheads – Feel It Now

Is This Real erscheint am 24. Mai auf Farmer & The Owl.

Control Top – Covert Contracts

Energischen, straight nach vorne gehenden fuzzy Post Punk gibt’s auf dem ersten Langspieler von Control Top zu hören, der einerseits mit beachtlicher Catchiness und häufiger Tanzbarkeit besticht, andererseits aber durchgängig von einer bedrohlich blubbernden Wut durchzogen ist, die sich letztendlich und unvermeidlich in gewaltigen Krach-Eruptionen entlädt. Zeitweise erinnert mich das an einen Mix aus Special Interest und Lié.

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Endless Column – Endless Column

Hatte gar nicht erwartet dass es sie noch gibt, dIese Band aus Chicago, die sich unter anderem Personal mit den Red Dons und Daylight Robbery teilt. Aus dem Umfeld letzterer Band wird hier in den kommenden Tagen auch noch mal etwas auftauchen. Endless Column tragen jedenfalls unverkennbar die Handschrift von Red Dons-Frontmann Doug Burns, kommen ein bisschen rüber wie eine etwas entspannter daher schrammelnde Variante eben dieser Band, gefiltert durch die Seele eines traurigen Surfers. Oder nach einer powerpoppigen Version von The Estranged. Und dass die Songs über jeden Zweifel erhaben sind, das versteht sich ja wohl von selbst.

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Negative Space – Cruelty

Das Langspieldebüt der Londoner Postpunk-Formation liegt doch tatsächlich erst anderthalb Jahr zurück. Seltsam… es kommt mir locker doppelt so lange vor. Was wohl nicht zuletzt der Tatsache geschuldet ist, dass in der Zwischenzeit eine ganz schöne Masse an ähnlich gelagerten Bands auf den Plan getreten, die Umschreibung Angular Post Punk in weiten Teilen der Musikpresse schon länger zum Modebegriff geworden ist. Umso überraschender, wie gut sich der Sound von Negative Space auch auf ihrer aktuellen EP in diesem dicht bevölkerten Umfeld zu behaupten weiß, ohne dass sie sich dafür neu erfinden müssten. Was ihre Musik besonders macht ist nicht etwa Innovation, sondern eine glasklare Vision sowie die eiskalte Disziplin und Effizienz, mit der Negative Space ihr Material so perfekt auf den Punkt bringen, akribisch über jedes verbrauchte Geräusch Buch führen. Keine Note darf hier verschwendet werden.

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Oranges – Hey Zeus

Diese saustarke Ausgrabung hab ich mal wieder dem guten RRRiecher der Mannheim-Connection zu verdanken. Das schnell und dreckig aufgenommene Debütalbum der Oranges aus Dublin überzeugt mit einem wunderbar ungeschliffenen, abstrakt-minimalistischen Postpunk-Sound und einem fuzzigen Garagenfaktor. Da kann man sich hin und wieder an The Fall, frühe Swell Maps oder 80er Half Japanese erinnert fühlen, noch mehr aber an gegenwärtige Vertreter wie Tyvek, Italia 90, City Yelps oder ganz frühe Protomartyr. Runde Sache.

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Pinch Points – Shibboleth

Moving Parts erscheint am 31. Mai auf Six Tonnes de Chair Records.

Florida Man – Brain Cell

Tropical Depression erscheint am 3. Mai auf Spartan Records.

Primitive Hands – Only The Bad Remains

Bad Men In The Grave erscheint am 10. Mai auf Alien Snatch! Records.

Vangas – Facial Tissue

Der Vergleichsweise freundlich anmutende, noisepoppige Einstieg irgendwo zwischen Sonic Youth und DInosaur Jr führt den Hörer erstmal in die Irre auf dem Debütalbum der Vangas aus Atlanta. Was darauf folgt ist nämlich eine recht wilde, exzentrische Tour, auf der es einiges zu verarbeiten gilt. Dissonanten Noise Rock mit Sludge-Kante zum Beispiel, der die rohe Darbietung der Blank Veins in den Sinn ruft. Spröder Postcore, wie ich ihn seit dem letzten Behavior Album nicht mehr gehört hab. Eigenwilliger Weirdo-Noisecore/-punk, den man in der Nachbarschaft etwa von Soupcans, Vulture Shit, Anxiety oder Gumming vermuten würde. Dabei überschreiten ihre Songs regelmäßig die sechs Minuten-Marke und ergeben dabei auch noch Sinn, laufen keineswegs Gefahr, zu viel des Guten zu sein.

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UV Race – Made In China

(The) UV Race haben einen besonderen Platz in meinem Herzen inne, waren sie doch zum Ende der von mir subjektiv als (nicht nur) musikalisch sehr ernüchternd empfundenen Nullerjahre eine meiner ersten Begegnungen mit dem gegenwärtigen Garagenuntergrund und sind somit stark mitverantwortlich für das Wiedererwachen meiner Krachleidenschaft, somit letztendlich auch für das entstehen dieses Blogs.
Satte sieben Jahre nach ihrem letzten Langspieler hat die Band aus Montreal doch tatsächlich noch mal ein paar neue Songs aufgenommen und ich freue mich zu berichten, dass die so gut sind wie auch schon alles andere, was sie bislang verbrochen haben.

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