Yeesh – Saw You Up There

Auch mit Langspieler Nummer Drei von Yeesh aus Chicago kann man nichts falsch machen. Die auf dem Vorgänger noch deutlicher erkennbaren, melodischen (und ich muss hier betonen: vollkommen tolerablen) Emo-Versatzstücke machen einem weitaus grimmigeren Vibe platz; die Songs und Arrangements sind stärker durchdacht und ausgereift als je zuvor. Wie gehabt klingt ihr Postcore deutlich nach dem herkunftsmäßig naheliegenden 90er Touch&Go-Sound, aber fraglos auch mal nach einschlägigen Washingtoner Hausnummern. Ganz besonders sticht hier aber ein gewisser Quicksand-Vibe heraus, wie man ihn heute viel zu selten zu hören bekommt. Obendrein kann auch mal etwas Superchunk-mäßiger Indierock durchscheinen. In der Gegenwart fühlt sich ein Vergleich zu Meat Wave halbwegs richtig an.

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Je Suis France – House Style

Back To The Basics Of Love erscheint am 5. November auf Ernest Jenning Record Co.

Omni – Sincerely Yours

Networker erscheint am 1. November auf Sub Pop Records.

Behavior – The Thirsty Garden

Spirits & Embellishments erscheint am 18. Oktober auf Post Present Medium.

Bodega – Shiny New Model

Shiny New Model erscheint am 11. Oktober auf What's Your Rupture?.

Thigh Master – Mould Lines

Now For Example erscheint am 27. September auf Goner Records.

Weeping Icon – Ripe For Consumption

Weeping Icon erscheint am 27. September auf Fire Talk Records.

Blank Veins – With The Ashes

With The Ashes erscheint am 20. August auf Estranged Communications.

Irreal – Cotard

Fi Del Mon erscheint am 20. September auf La Vida Es Un Mus Discos.

Cat Scan – Dirty Movie

In Nature erscheint am 6. September auf Volar Records.

Sore Points – Not Alright

Not Alright 7" erscheint am 6. September auf Slovenly Recordings.

Exek – Iron Efficiency

Some Beautiful Species Left erscheint am 6. Dezember auf SDZ Records (EU) / Digital Regress (US) / Anti Fade (AUS)

TV Crime – Man In The Pub

Metal Town erscheint am 3. September auf Alien Snatch! Records.

Anxious Living – Earthbound

Anxious Living erscheint am 20. August auf Pissed Off Records.

Blazar – Reach Out

Es ist gerade mal ein Jahrzehnt her, da hatte ich Hardcorepunk eigentlich längst abgeschrieben und wollte mit nix mehr mit irgendwas zu schaffen haben, was da jenseits der frühen Jahre passiert ist. Deshalb finde ich es so bemerkenswert, was für eine derbe Rehabilitation gewisse Teile des Genrekomplexes zumindest in meinem Empfinden geleistet haben. Vielleicht liegt es aber auch nur an mir und ich wusste einfach nicht besser, wo vor den 2010ern der weniger miefige Wind wehte. Nun ja, jedenfalls brodelt das Zeug ja schon ein paar Jahre äußerst Positiv vor sich hin, aber 2019 kann ich wohl endgültig im Kalender markieren als das Jahr, in dem Hardcore wieder richtig Spaß macht. Erzählt aber gewissen Teilen der Szene nichts davon. Sonst kommen die... ihr wisst schon, diese schlecht ausgelasteten Türsteher/Polizisten/Spaßbremsen und wollen wieder ihre unentspannten Ausdruckstänze, Rhythmische Sportgymnastik und Balzrituale Inszenieren. Dann brauchen wir als nächstes eine neue Emowelle, um die wieder los zu werden. Bevor das passiert, würde ich gerne noch etwas Spaß an der Musik haben. Obwohl das Emodings natürlich auch mal ein überfälliger Kandidat wäre, den Gestank der letzten zweieinhalb Jahrzehnte abzuschütteln. Oh, und es ging hier eigentlich ja um eine EP von Blazar. Die ist ziemlich gut, tut sie euch rein. Hat in der aktuellen Landschaft etwas von Bootlicker und Hate Preachers.

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