Cousins – The Halls of Wickwire

Cousins -  The Halls of Wickwire
Das Duo aus dem kana­di­schen Hali­fax spielt psy­che­de­li­schen Gara­gen­rock mit hohem Spaß­fak­tor. Gele­gent­lich mit einer power­pop­pig-ver­träum­ten Note. Ein­gän­gig, sim­pel und ab und zu mit einem klei­nen Hauch von Wahn­sinn. Die Platte gibt’s im Shop des Labels in so ziem­lich jedem erdenk­li­chen For­mat zu erste­hen.


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Geronimo! – Cheap Trick

Geronimo! - Cheap Trick
Diese Woche wol­len die hoch­ka­rä­ti­gen Ver­öf­fent­li­chun­gen ein­fach nicht abrei­ßen. Heute dran: Der neu­este Streich einer Band aus Chi­cago, erschie­nen auf dem Qua­li­täts­la­bel Explo­ding in Sound, ist vor­züg­li­cher Post­core, der stark an 90er Dischord-Bands wie etwa Lung­fish, Shud­der Think oder Blue­tip erin­nert, aber auch der zeit­gleich statt­ge­fun­dene Noi­se­rock von Jesus Liz­ard oder Cha­vez hat wohl deut­li­che Spu­ren hin­ter­las­sen. Das ganze bewegt sich aber weni­ger auf der ver­kopft-ver­track­ten Seite, son­dern beackert die explo­siv rocken­den Facet­ten jenes Gen­re­pools und ent­hält auch einige wasch­echte pun­kige Indie­rock-Hym­nen, so wie sie sel­ten gewor­den sind. Das fügt sich auch ganz gut in eine Reihe mit aktu­el­len Labal­ma­tes wie etwa Grass is Green, Ovlov oder Krill. Toll.


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Stalins Of Sound – Tank Tracks

Stalins Of Sound - Tank Tracks
Super­ein­gän­gi­ger und ange­nehm stu­pi­der Gara­gen­post­punk von einem Trio aus San Diego, vor­wärts­ge­trie­ben von einer prä­his­to­ri­schen Drum Machine und, ähem… ver­edelt… durch oft­mals eher unsub­ti­len Synth-Ein­satz.

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Gustave Tiger – At The Idyll’s End

Gustave Tiger - At The Idyll's End
Die letz­tes Jahr erschie­nene EP Mit­anni Mares die­ser Kapelle aus Buda­pest ließ ja schon gespannt auf­hor­chen, aber jenes kleine Beben konnte mich in keins­ter Weise vor­be­rei­ten auf die­sen Erd­rutsch von einem atmo­sphä­risch dich­ten Album. Ohne Scheiß, beim ers­ten Hör­durch­gang fiel mir von den ers­ten Tak­ten an die Kinn­lade mal sowas von auf den Boden. Und ich bin wirk­lich nicht mehr so leicht zu beein­dru­cken.

Es ist ein Album der schein­ba­ren Wider­sprü­che. Semi-sin­fo­ni­sche Chor­ge­sänge und new-agi­ges Geschwur­bel tref­fen auf Blast­beats, Noi­se­at­ta­cken und selbst für einen über­ra­schen­den Blä­serein­satz ist hier Platz. Über weite Stre­cken zieht sich ein gewis­ser Gothic-Vibe durch die Songs, aber auch ein Psy­che­de­li­sches Blues­riff kann da mal als Song­fun­da­ment her­hal­ten. An jeder Ecke pas­siert hier irgend etwas span­nen­des, aber nicht nur das. Am Ende hat das auf Alb­um­länge alles Hand und Fuß. Selbst in den kon­ven­tio­nel­le­ren Momen­ten kön­nen sie mit drü­cken­dem Post­core über­zeu­gen, der stel­len­weise etwas an White Lung erin­nert. Außer­dem durch­zieht das ganze Album eine unglaub­lich trau­rige wie auch epi­sche Atmo­sphäre, eine sur­reale Anders­welt­lich­keit wie ich sie schon lange nicht mehr gehört habe, erst recht nicht auf einer Art Pun­k­al­bum.

Gust­ave Tiger haben hier ein ziem­lich unver­gleich­li­ches Stück Musik erschaf­fen und man kann nur hof­fen, dass sie damit auch außer­halb der unga­ri­schen Lan­des­gren­zen die Beach­tung bekom­men, die sie sich red­lich ver­dient haben. Ich bin da mal ver­hal­ten opti­mis­tisch.

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Lightmares – Lightmares are Rich & Educated

Lightmares - Lightmares are Rich & Educated
Tolle Ein­rei­chung die­ses wun­der­vol­len Punk­trios aus dem kana­di­schen Grea­ter Sud­bury. Punk ist hier rela­tiv zu ver­ste­hen, denn das hier ist eine ziem­lich ver­schro­bene, stark ange­blueste Mix­tur aus so eini­gem was melo­di­scher Punk- und Indie­rock über die Jahr­zehnte so her­vor­ge­bracht hat. Etwa so: Gun Club trifft auf die Wee­zer der Pin­ker­ton-ära, oder Ther­mals auf den den post­fol­ki­gen Indie­rock von Cur­sive oder Bright Eyes. Built to Spill mit mehr Feuer unter’m Arsch. Das sind neun ein­gän­gige aber kei­nes­wegs glatte Rocker mit leicht root­si­ger Kante. Macht auf jeden Fall unge­mein glück­lich, die Platte.

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Furrow – Dear Hunter

Furrow - Dear Hunter
Schöne Vor­ab­sin­gle mit zwei Songs vom für August ange­kün­dig­ten Lang­spie­ler die­ser höchst eigen­wil­li­gen Band aus San Diego. Könnte man zur Not als psy­che­de­lisch-ange­krau­te­ten Post­punk ein­ord­nen. Die krude aber den­noch hym­ni­sche A-Seite erweckt erfreu­li­che Asso­zia­tio­nen zu den Aus­tra­li­ern Blank Realm.

The Nostalgics – Visions

The Nostalgics - Visions
Die Wör­ter „Dream-/In­die Pop“ ver­kom­men ja lang­sam dank audi­tiver Über­sät­ti­gung zu einem ähn­lich ver­pön­ten Unwort wie es einer­seits mit „Emo“ pas­siert ist. Wie es aber in letzt­ge­nann­ten Genre für jede… nee, sagen wie mal für alle zehn bis hun­dert unin­spi­rier­ten Tritt­brett­fah­rer-Ver­öf­fent­li­chun­gen auch immer die eine oder andere Perle gab, die man auch heute noch in gerne in Erin­ne­rung behält; so ist auch die der­zeit so ange­sagte Form melo­di­schen Indierocks an sich nichts fal­sches, wenn talen­tierte Leute mit der Fähig­keit zu ein­dring­li­chem Song­wri­ting das in die Hand neh­men.
Der Kurz­spie­ler von den Nost­al­gics aus Milano ist so ein Fall, der rein gen­re­mä­ßig zuneh­mend ein rotes Tuch für mich wäre, ein grell leuch­ten­des „Here be dra­gons, do not enter“-Schild. Mich aber doch zu fes­seln weiß. Zwei her­vor­ra­gend aus­ba­lan­cierte Songs, die man wahl­weise als Twee-/Jan­gle­pop, Shoe­geze, C86 or wha­te­ver bezeich­nen könnte, als ultra­me­lo­di­schen, gera­dezu opu­len­ten Indie­rock oder… nun ja, Pop halt. Und der schwur­belt nicht seicht und unbe­merkt zum einen Ohr rein, zum ande­ren wie­der raus (wie ein Groß­teil ande­rer Gen­re­ver­tre­ter), son­dern der setzt sich ganz böse fest. Genau in der Mitte, wo sich das Hirn in gut und böse spal­tet.

Animal Faces – Half Asleep

Animal Faces - Half Asleep
Leckere EP einer Band aus Toronto. Das ist aus­ge­zeich­ne­ter Indie­rock mit deut­li­chen Post­punk-/core-Ein­flüs­sen und leich­ten Spu­ren von Mitt­neun­zi­ger-Emo. Könnte man aktu­ell z.b. mit Solids, Wild Moth oder Tide­land ver­glei­chen, oder mit alten Swer­ve­dri­ver-Plat­ten. Ein (lei­der ziem­lich kur­zes) Fest für Freunde dich­ter Gitar­ren­wände.

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Vulture Shit – The Joys of Employment 7″

Vulture Shit - The Joys of Employment 7"
Hoch­en­er­ge­ti­scher Noi­se­punk aus New York, der auf hohem Niveau vor­wärts bret­tert wie eine rake­ten­ge­trie­bene Dampf­walze. Das birgt zwar keine beson­de­ren Über­ra­schun­gen, wird aber Freunde der ver­wand­ten Gen­res in seli­ges Froh­lo­cken ver­set­zen.

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Mountain Bike – Mountain Bike

Mountain Bike - Mountain Bike
Her­vor­ra­gende Gara­gen­rock­combo aus Brüs­sel. Ihr Debüt­al­bum ist bis zum Rand voll­ge­stopft mit infek­tiö­sen Hooks und sie meis­tern ver­schie­dene Strö­mun­gen des Gen­res sou­ve­rän und gekonnt, nicht gewollt. Dabei gön­nen sie sich auch mal ein paar Aus­flüge in psy­che­de­li­schere Land­schaf­ten und fol­kige oder power­pop­pige Momente gibt’s auch. Und ein gan­zer Eimer voll tanz­fä­chen­kom­pa­ti­bler Pophooks, ohne den kleins­ten Anflug von Lan­ge­weile und Seich­tig­keit.

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