My Beautiful Girl Mari (Mari iyagi)

IMDB/​OFDB

Süd­ko­rea 2002

Regie: Seong-kang Lee

Ani­ma­tion aus Korea also? Mein letz­ter Aus­flug in die­ses Gefilde war eine herbe Ent­täu­schung und gefüllt mit zusam­men­hang­lo­sen Plot­de­vices, offen zur Schau gestell­tem Sexis­mus und ein­falls­lo­sem Fäkal­hu­mor. Ok, dann ich gebe also noch mal einem Film die Chance, mein Bild vom korea­ni­schen Ani­ma­ti­ons­film auf­zu­po­lie­ren.

My Beautiful Girl Mari (Mari iyagi)

Und so viel sei schon mal gesagt, dies­mal bin ich begeis­tert. Der Film erzählt die Geschichte der bei­den Schul­freunde Nam-woo und Jun-ho. Bald sol­len sich die Wege der bei­den tren­nen, denn Jun-ho wird bald aus sei­nem beschau­li­chen Fischer­dorf nach Seoul zie­hen, wo sich seine Eltern bes­sere Bil­dungs­mög­lich­kei­ten für ihren Sohn erhof­fen. Nam-woo dage­gen hat immer noch den Tod sei­nes Vaters zu ver­ar­bei­ten und fürch­tet um seine kranke Groß­mut­ter. In ihrer Frei­zeit tref­fen sich die bei­den auf der Flucht vor der tris­ten Rea­li­tät an einem alten Leucht­turm, von dem eine selt­same Magie aus­zu­ge­hen scheint. Jener Leucht­turm ist dann auch Nam-woo’s Ver­bin­dungs­punkt zu einer selt­sa­men Fan­ta­sie­welt, in wel­cher er sei­nem sor­gen­rei­chen All­tag ent­kommt, in der er auf rie­si­gen Fischen und unbe­kann­ten Fabel­we­sen rei­tet und sich in ein wort­lo­ses, in wei­ßes Fell geklei­de­tes Mäd­chen ver­liebt, dass er „Mari“ nennt. (mehr …)

DumBeast (Donju)

IMDB/​OFDB

Japan, 2009

Regie: Hideaki Hosono

DumBeast (Donju)Ryuji Deko­gawa, der Autor eines soeben preis­ge­krön­ten Romans, ist spur­los ver­schol­len, und so macht sich die Ver­le­ge­rin Shi­zuka auf in sein Hei­mat­dorf um nach ihm zu suchen. Ihre erste Anlauf­stelle dabei ist der Gigolo-Club (Anm.: Nach kur­zer Recher­che stelle ich fest, dass damit kein Bor­dell gemeint ist, son­dern das männ­lich besetzte Gegen­stück zu den berüch­tig­ten Hos­tes­sen­klubs) des exzen­tri­schen Chi Eda­jima, der als ein­zi­ger „Gigolo“ übrig geblie­ben ist, nach­dem er alle ande­ren in sei­nen Tem­pe­ra­ments­an­fäl­len gefeu­ert hat. Deko­gawa soll in der letz­ten Zeit öfter hier vor­bei­ge­kom­men sein. Eben­falls im Club tum­meln sich Edajama’s Frau Junko, der kor­rupte Poli­zist Oka­moto und das flip­pige Loli­con-Püpp­chen Nora. Lang­sam macht sich Shi­zuka mit den abge­dreh­ten Per­sön­lich­kei­ten und ihrer Geschichte ver­traut und es erhär­tet sich der Ver­dacht des Mor­des am Schrift­stel­ler… (mehr …)

Freesia: Bullet Over Tears (Furîjia)

IMDB/​OFDB

Japan, 2007

Regie: Kazu­yo­shi Kuma­kiri

In einem dys­to­pi­schen Japan wurde ein Gesetz zur lega­len Durch­füh­rung von Rache­mor­den erlas­sen. Die Opfer von Ver­bre­chern sol­len so ihren Rache­durst stil­len kön­nen und machen davon auch regen Gebrauch. Zu die­sem Zweck wer­den die Ver­ur­teil­ten an einen vor­her von der Rache­be­hörde bestimm­ten Ort gebracht, wo dann drei von der Behörde ange­heu­erte Berufs­kil­ler jagt auf sie machen. Die gejag­ten haben das Recht ihrer­seits einen Body­guard anzu­heu­ern, um viel­leicht doch noch lebend davon­zu­kom­men.

Freesia: Bullet Over Tears (Furîjia)

Einer der besag­ten Kil­ler ist Hiro­shi Kanou. Vor 15 Jah­ren über­lebte er als jugend­li­cher Sol­dat den Test­ab­wurf einer Gefrier­bombe, bei dem er und 30 Kriegs­wai­sen als Ver­suchs­ka­nin­chen ein­ge­setzt wur­den. Seit­dem ist sein Kör­per gefühlstaub und auch emo­tio­nal ist Hiro­shi ein ein­zi­ger Eis­zap­fen. Auch seine Vor­ge­setzte, Mariko Higu­chi, ist eine über­le­bende des Expe­ri­ments, und als sich durch ihren Job die Gele­gen­heit ergibt, die Draht­zie­her von damals kalt zu machen, zögern sie nicht lange. (mehr …)

Das Dorf der acht Grabsteine (Yatsuhaka-mura)

IMDB/​OFDB

Japan, 1977

Regie: Yoshi­taro Nomura

Tats­uya Terada arbei­tet als Flug­lotse und fris­tet ansons­ten ein eher zurück­ge­zo­ge­nes Dasein. Sei­nen Vater hat er nie ken­nen­ge­lernt und seine Mut­ter ver­starb als er noch ein Kind war. Eines Tages stößt er auf eine Such­an­zeige in der Zei­tung, die genau auf seine Per­son zutrifft. Er nimmt Kon­takt auf und sieht sich bald sei­nem unbe­kann­ten Groß­va­ter gegen­über, der ihn in das Hei­mat­dorf sei­ner Mut­ter mit­neh­men möchte. Dazu kommt es aber erst gar nicht, denn noch wäh­rend des Tref­fens ver­stirbt der Alte, an einer Strychnin­ver­gif­tung, wie sich spä­ter her­aus­stellt. Zusam­men mit der Orts­an­säs­si­gen Miyako macht er sich dann doch auf den Weg in das Dorf, in der Hoff­nung, dort sei­nen Vater zu tref­fen oder zumin­dest etwas über ihn zu erfah­ren.

Das Dorf der acht Grabsteine (Yatsuhaka-mura)

Dort ange­kom­men erfährt er bald den eigent­li­chen Grund sei­nes Kom­mens. Das Ober­haupt sei­ner „Fami­lie“, des wohl­ha­ben­den Tajimi-Clans, ist näm­lich töd­lich erkrankt, und als ein­zi­ger männ­li­cher Nach­komme der Clanäl­tes­ten soll Tats­uya sein Erbe antre­ten. Bald merkt er, dass die Sache auch einen Haken haben muss, denn im Rah­men der Trau­er­feier gibt es wei­tere Tote, eben­falls durch Ver­gif­tung, und Tats­uya erfährt neben­bei auch mehr über die düs­tere Ver­gan­gen­heit des Dor­fes und des Tajimi-Clans: (mehr …)

Red Shadow (Aka Kage)

IMDB/​OFDB

Japan, 2001

Regie: Hiroyuki Nakano

Red Shadow (Aka Kage)Die drei jun­gen Ninja Red Shadow (Aka Kage), Blue Shadow (Aoi Kage) und Asuka sind zusam­men auf­ge­wach­sen und nun end­lich bereit, auf sich alleine gestellt ihre ers­ten Mord- und Spio­na­ge­auf­träge im Kampf für Frie­den und Gerech­tig­keit (klar, ne?) aus­zu­füh­ren. Der Rote und der Blaue sind dabei heim­lich in die gewitzte Asuka ver­knallt, aber als echte Ninja sind sie dum­mer­weise zu einer ent­halt­sa­men und ablen­kungs­freien Lebens­weise ver­pflich­tet. Als die drei in einen Hin­ter­halt gera­ten und Asuka dabei ins Gras bei­ßen muss, tren­nen sich die Wege der bei­den über­le­ben­den Kame­ra­den. Wäh­rend der Blaue Schat­ten dem Leben als Ninja abschwört und sich mit aller­lei zwie­lich­ti­gen Machen­schaf­ten ganz pas­sa­bel über Was­ser hält, dient der Rote Ninja wei­ter­hin unter sei­nem Meis­ter. Die­ser beauf­tragt ihn, die Gescheh­nisse am Hof der edlen Prin­zes­sin Koto aus­zu­spio­nie­ren, deren Vater vor kur­zem ermor­det wurde, und schließt dabei sowas wie Freund­schaft mit der so cle­ve­ren wie hüb­schen Herr­sche­rin. Zuneh­mend beginnt er an den Moti­ven sei­nes Meis­ters zu zwei­feln und als er den Auf­trag erhält, die Prin­zes­sin zu liqui­die­ren, schlägt er sich auf ihre Seite und ris­kiert sein Leben um sie zu ret­ten. Dabei bekommt er uner­war­tete Hilfe von sei­nem ver­schol­le­nen alten Kame­ra­den…

Red Shadow (Aka Kage)Hiroyuki Nakano war mir bereits als Regis­seur von „Samu­rai Fic­tion“ bekannt. In jenem Strei­fen ver­schmolz er die bekann­ten Ele­mente und Kli­schees klas­si­scher Samu­rai­filme mit jeder Menge Slap­stick, über­dreh­ten visu­el­len Ein­fäl­len und Video­clip-Ästhe­tik zu einem unwi­der­steh­li­chen Bas­tard aus schril­ler Pop­Art und schrä­gem Humor. Trotz­dem zeugte das Ergeb­nis in jedem Moment von gro­ßem Respekt, einer tie­fen Ver­beu­gung vor der reich­hal­ti­gen Geschichte sei­nes eige­nen Gen­res. (mehr …)

Egg

IMDB/​OFDB

Japan, 2005

Regie: Yuki­hiko Tsuts­umi

Fuck, was für ein war­mer Hau­fen film­ge­wor­dene Büf­fel­scheiße! Wann hab ich mich das letzte mal so über einen Film auf­ge­regt, alleine über die Tat­sa­che dass er ein­fach so exi­si­tie­ren darf? Und warum hab ich mir den Krem­pel über­haupt rein­ge­tan? In letz­te­rer Frage kann ich mich mit fol­gen­dem Bild ent­schul­di­gen:

Egg

Yup. Die Trash­kult­dep­pen haben mal wie­der zuge­schla­gen. Jene trau­ri­gen Daseins­for­men, deren Lebens­auf­gabe es zu sein scheint, selbst den obskurs­ten und bil­ligs­ten Müll (ganz beson­ders, wenn er dazu noch aus Japan kommt) zu unver­stan­de­ner Kunst hoch­zu­lo­ben und scham­los als Kult anzu­prei­sen bevor der Rest der Welt merkt, dass er mal wie­der unter häu­fi­ger ver­wen­dung des K-Wor­tes ver­arscht wurde. Ange­sichts diver­ser Reviews hatte ich abge­drehte, augen­zwin­kernde J-Hor­ror-Trash-Kunst a ‚la Exte oder Uzumaki erwar­tet, für das was ich dann aber zu sehen bekam feh­len mir fast die Worte. Ich ver­su­che trotz­dem mal die Hand­lung grob zusam­men­zu­fas­sen. (mehr …)

Rônin-gai

IMDB/​OFDB

Japan,  1990

Regie: Kazuo Kuroki

Rônin-gaiIn den let­zen Atem­zü­gen des Toku­gawa-Sho­gu­n­ats hat­ten Samu­rai nicht mehr viel zu lachen. Zwei Jahr­hun­derte rela­ti­ver Frie­den mach­ten sie zuneh­mend über­flüs­sig und das Land war über­sät mit armen Ronin (her­ren­lo­sen Samu­rai). In einem Dorf fin­den vier von die­ser Sorte Zuflucht vor dem tris­ten und ärm­li­chen All­tag bei viel Sake im ört­li­chen Bordell/​Sauflokal. Wäh­rend sie wie sich wie gewohnt besau­fen, loka­len Nut­ten hin­ter­her­lau­fen oder sich gegen Geld von Pas­san­ten mit Holz­schwer­tern ver­prü­geln las­sen, beginnt eine Serie von Mor­den an jugen Frauen und auf der Suche nach dem Täter fin­den die her­un­ter­ge­kom­me­nen Samu­rai ein wenig zum alten Kampf­geist zurück.

Die­ser Film ist die per­fekte Anti­these zum Chan­bara-Kino der 70er Jahre. Seine „Hel­den“ sind dre­ckig, schwach und auf den ers­ten Blick rich­tig unsym­pa­thisch. Er por­trai­tiert seine Samu­rai nicht als strah­lende Hel­den, die bis zum letz­ten Atem­zug für eine gute Sache oder ihren Herrn oder zumin­dest ihr eige­nes Wohl kämp­fen, son­dern er prä­sen­tiert sie uns als feige, ver­sof­fene und des­il­lu­sio­nierte Unter­schicht­ler, die den gan­zen Tag große Töne spu­cken, deren Mut aber gerade aus­reicht um gefal­lene Kämp­fer zu plün­dern (was die Ein­stiegs­szene so amü­sant wie ein­drück­lich schil­dert). Trotz­dem gewinnt man die ver­schro­be­nen Vier im Laufe des Films durch­aus lieb. (mehr …)

Ambush: Incident At Blood Pass (Machibuse)

IMDB/​OFDB

Japan, 1970

Regie: Hiro­shi Ina­gaki

So, um dem Namen diese Blogs end­lich mal gerecht zu wer­den, hab ich mir auch mal wie­der ’nen alten Samu­raischin­ken rein­ge­tan.

Ambush: Incident At Blood Pass (Machibuse)Ein namen­lo­ser Ronin erhält einen sel­tas­men Auf­trag: Er soll sich für ein paar Tage in einem Gast­haus mit Sake und Spie­len ver­gnü­gen, bis er von einem Boten eine schrift­li­che Nach­richt erhält, wel­che nur aus einem ein­zi­gen von zwei ver­ein­bar­ten Schrift­zei­chen besteht. Je nach Inhalt der Nach­richt soll er sich an einen bestimm­ten Ort bege­ben. Dann, meint sein Auf­trag­ge­ber, würde er schon ver­ste­hen warum er dort ist und was er zu tun hat. An sei­nem Ziel­ort ver­dingt er sich in einem Gast­haus vol­ler Zwie­lich­ti­ger gestal­ten. Unter ande­rem ist da ein ehe­ma­li­ger Arzt, der sich aus unbe­kann­ten Grün­den in einer Hütte hin­ter dem Gast­haus ver­steckt, ein im Kampf ver­letz­ter Poli­zist und sein Gefan­ge­ner, ein umher­wan­dern­der Glücks­spie­ler und eine Gruppe von Tromm­lern, die im Wald pro­ben. Schon bald wird der Poli­zist von Gangs­tern ange­grif­fen, die als Staats­die­ner ver­klei­det ver­su­chen, den Gefan­ge­nen zu befreien. Stück für Stück setz­ten sich für den Her­ren­lo­sen Samu­rai die schein­ba­ren Zufälle wie ein Puz­zle zusam­men und er muss am Ende selbst ent­schei­den, auf wes­sen Seite er steht.

Ambush: Incident At Blood Pass (Machibuse)Irgend­wann um 1969 ‚rum müs­sen sich Kuro­sawa-Mas­kott­chen Toshiro Mifune und Shin­t­aro Katsu, berühmt durch seine Rolle des blin­den Mas­seurs Zatoi­chi, zusam­men die Birne zuge­knallt haben. Auf jeden Fall beschlos­sen sie dabei, zwei Filme zusam­men zu dre­hen. Jeweils abwech­selnd sollte einer von bei­den als Pro­du­zent für den Film agie­ren und beide zusam­men soll­ten die Haupt­rol­len spie­len. Das erste Ergeb­nis davon war der bekannte, von Katsu pro­du­zierte Cross­over „Zatoi­chi meets Yojimbo“ und unter der der pro­du­zie­ren­den Hand Mifu­nes ent­stand als nächs­tes „Inci­dent At Blood Pass“. Wie­der ein­mal spielt Mifune einen Yojimbo(=Leibwächter)-Charakter, der zu sei­nem San­juro Tsubaki durch­aus ähn­lich­kei­ten auf­weist. (mehr …)

Jungle Taitei: Yuuki ga Mirai o Kaeru (Jungle Emperor Leo TV-Special)

OFDB/​Anise­arch

Japan, 2009

Regie: Goro Tani­gu­chi

Jungle Taitei: Yuuki ga Mirai o Kaeru (Jungle Emperor Leo TV-Special)In einem Wort: Ent­täu­schend. Klar, es han­delt sich um einen Kin­der­film. Für das Fern­se­hen pro­du­ziert, oben­drein. Klar auch, dass ich von einer TV-Pro­duk­tion kein visu­el­les Feu­er­werk oder eine bahn­bre­chende Sto­ry­line erwar­ten sollte. Aber dass die Pro­du­zen­ten so der­ma­ßen lust­los, so 08/​15 mit einem wich­ti­gen Erbe umge­hen, das ist ein­fach nur ärger­lich.

Mal zur Erin­ne­rung: Die Figur des Löwen Leo stammt aus der Feder des Alt­meis­ters Osamu Tezuka. Die auf sei­nen Man­gas basie­rende Anime-Serie aus den 60er Jah­ren war ver­mut­lich die erste grö­ßere Ame­ri­ka­nisch-Japa­ni­sche Kopro­duk­tion und auch eine der ers­ten Ani­me­pro­duk­tio­nen die im deut­schen Fern­se­hen (stark  gekürzt, unter dem Titel „Kimba – der weiße Löwe“) aus­ge­strahlt wurde. Eine Menge Geschichte hat die Haupt­fi­gur des Fil­mes also im auf dem Buckel und muss in ihrer Wich­tig­keit in eine Reihe mit Klas­si­kern wie Astro Boy oder Akira gestellt wer­den, weil sie in ähn­li­chem Umfang zum inter­na­tio­na­len Erfolg japa­ni­scher Ani­ma­ti­ons­filme bei­trug. Vom offen­sicht­li­chen Ein­fluss auf eine ein­schlä­gig bekannte Dis­ney-Pro­duk­tion mal ganz abge­se­hen. Sel­ber gese­hen habe ich die Ori­gi­nal­se­rie noch nicht, nach dem was ich bis­her so gehört und gele­sen habe scheint sie aber durch­aus sehens­wert. Lei­der gibt es nach mei­nem Wis­sen bis­her keine unge­schnit­tene Ver­öf­fent­li­chung mit deut­schen oder eng­li­schen Unter­ti­teln und die US- und noch mehr die deut­sche TV-Fas­sung sind lei­der bis zur Ver­stüm­me­lung gekürzt. (mehr …)

Nikkatsu Noir: A Colt Is My Passport

IMDB/​OFDB

Japan, 1967

Regie: Taka­shi Nomura

Nikkatsu Noir: A Colt Is My PassportAuf­trags­mör­der Kami­mura wird von der Ota­wara Gang beauf­tragt, den Kopf der ver­fein­de­ten Shi­mazu-Gang zu besei­ti­gen. Nach geta­ner Arbeit ver­sucht Kami­mura mit sei­nem Part­ner Shio­zaki eine Weile im Aus­land abzu­tau­chen, doch der Flug­ha­fen wird bereits von Shi­ma­zus Män­nern bewacht. Kami­mura und Shio­zaki fin­den vor­erst Zuflucht in einem klei­nen Motel am Hafen und suchen nach einem bes­se­ren Flucht­weg, wäh­rend Shi­mu­ras Blut­hunde ihnen schon immer dich­ter auf den Fer­sen sind…

Zum Ende mei­ner klei­nen Nik­katsu-Exkur­sion hatte ich noch mal einen rich­ti­gen Knal­ler erhofft. Der ebenso sty­li­sche wie rasante Ein­stieg ließ auf gro­ßes hof­fen. Mir kam natür­lich direkt der Golgo 13-Fran­chise in den Sinn. Auch jene Reihe, bestehend aus bis­her zwei Anime- und zwei Real­ver­fil­mun­gen sowie min­des­tens einer TV-Serie befasst sich inten­siv mit der Frage des davon­kom­mens. Eine schwere Waffe zu bedie­nen bedarf sicher eini­ger Übung, ist aber keine wirk­li­che Hel­den­tat. Span­nen­der bleibt die Frage, wie man nach einem gelun­ge­nen Mord­an­schlag unge­scho­ren davon kommt. Nach­dem ich vor einer Weile die ziem­lich ver­kackte 1977’er Umset­zung des Stof­fes mit Sonny Chiba in der Haupt­rolle bestau­nen durfte, kam hier die Hoff­nung auf, einer etwas gelun­ge­ne­ren Umset­zung der durch­aus span­nen­den The­ma­tik bei­woh­nen zu dür­fen. Lei­der kann der Film diese Erwar­tun­gen im wei­te­ren Ver­lauf nicht ganz erfül­len. (mehr …)