Gewalt – Es Funktioniert
Paradies erscheint am 5. November.
Paradies erscheint am 5. November.
Sorry folks, mir ist gerade einfach nicht danach, diesen Beitrag zu übersetzten. Der sollte eigentlich nur ein Fediverse-Post sein, aber dann dachte ich, dass der eigentlich auch hier rein gehört.
Um… so there's a new Escape-ism record out and the situation around last year's awkward self-cancellation of Ian Svenonius is still murky as fuck.
Quick refresher: Last year, around the time when it became known that the California garage label and record store Burger Records had been a hotbed for sexual predators and creeps for years at that point, reiginiting the discussion around sexism and predatory behavior in the punk scene (also leading Burger Records to cease operations soon after), Washington D.C. scene legend Ian Svenonius (of Nation of Ulysses, The Make-Up, Weird War, Chain and the Gang, Escape-Ism, XYZ…) did a weird kind of self-cancellation post on instagram, admitting to predatory or at least very creepy behavior towards women in the past and apologizing for it, then deleting the whole thing soon after.
The reactions were varied. Merge Records seem to have gained some deeper knowledge about the accusations and deemed them severe enough to sever ties with Ian Svenonius.
Dischord Records, on the other hand, who should also know a thing or two, are still working with him, keeping his old records in print and in-stock. The new Escape-ism record, while not a Dischord release, is being sold via the Dischord Records website right now. No clue how to interpret that coming from a label that has been so well known for their strong ethics in the past.
I'm just gonna say, the whole situation stinks. It's been over a year and we know pretty much nothing about what was happening around Ian Svenonius. As a fan, music blogger, webcaster, i am especially conflicted. What kind of person am i supporting if i buy his records? Can i still justify posting his stuff? Should i remove all of his music from 12XU Radio?
At first, i really wanted to give Ian Svenonius the benefit of the doubt. It seemed like he was actually feeling remorse for his actions (their severity still being unknown) and some dude actually apologizing, being honest about it and willing to work through his shit would have actually felt kinda refreshing at that point.
Instead, it looks to me like the punk scene has collectively agreed to shove the whole thing under the rug, not demand any answers and move on as if nothing actually ever happened. Once again, everyone gets the silence treatment. I think that's the worst possible way to go about this. This. Sucks. So. Much.

Big Bopper Gold Diggers Manifesto
Cutters Midnight Bus
Deodorant Top
Urn Pink Dice
Deficit Deficit
Dye Under Pressure
Doms Model Head
Fast Food Desensitized
Lappen Nackt im Keller
Liquids Fuck Up
Cherry Cheeks D.A.C.
3D & The Holograms MS-DOS
Smirk Minuscule Amounts
Dudd Dilemma Figure It Out
Mononegatives Myoclonic
Reality Suspended
Maniac Chance
Laughing Gear New Estate
Daisy Daisy Toothfairy
Constant Cold War Swarm
Rider/Horse Tremolo Harm
John (timestwo) Stadium Of No
Nightwatchers Their Turn Trying to Rule the World
Algara Economía
Mess Traidores
C.O.F.F.I.N City Sun
Dead Finks (My Human) Extinction
Mini Skirt Diy Nightmare

Die Debüt-EP dieser Band aus Utrecht ist ein Suppenwürfel aus hochverdichtetem Wohlgefallen, welcher sich in fünf angemessen dementen Synth-/Garagepunk-Jams entfaltet mit der wundersamen Kraft, im gesunden Menschenverstand einen gezielten Kurzschluss zu erzeugen um auf geradem Wege bei den niederen Instinkten anzudocken. Läuft!
Album-Stream →
Das Londoner Postcore-/Noise Rock-Duo überzeugt ein weiteres mal mit blanker Durchschlagkraft gekoppelt mit kühler Präzision, wobei jede einzelne Sprengladung auf ihrem zweiten Album ein minimales Rezept für den maximalen Schaden anzuwenden versteht. Essenzielles Programm für Freunde etwa von Tunic, USA Nails, Metz oder Death Panels.
Album-Stream →
Nicht sehr lang nach der During 7" auf Chunklet Industries (von denen ist in naher Zukunft auch ein Langspieler zu erwarten) dockt jetzt noch ein weiteres Projekt mit Beteiligung des Spray Paint Gitarristen und Vokalisten Cory Plump an. Hier macht er gemeinsame Sache mit einem Typen namens Chris, der in irgendeiner nicht näher erläuterten Funktion mal mit Les Savy Fav und Trans Am gearbeitet hat. Zusammen brauen die zwei jedenfalls etwas zusammen, das die stärker elektro-fokussierten Vibes der letzten paar Spray Paint-Veröffentlichungen um eine gewisse Industrial-Kante anreichert und in einen weitaus dunkleren, psychedelischen Albtraum versetzt. Das Ergebnis hat dann auch mal ein bisschen was von Exhaustion, Haunted Horses oder Danyl Jesu, besonders aber auch von den Dub-infizierten Soundscapes von Exek, mt denen sie nicht zuletzt dieser gewisse Hauch von Swell Maps verbindet.
Album-Stream →Make Me Sick erscheint am 29. Oktober auf La Vida Es Un Mus Discos.
The Top Of Off erscheint am 23. Oktober auf Tropical Cancer Rort.
Retaliation erscheint am 26. November auf La Vida Es Un Mus Discos.
SGTP erscheint am 15. Oktober auf Devil In The Woods.
A Gut Feeling erscheint am 1. Januar auf God Unknown Records.

Die Band aus Guadalajara, Mexiko hat zuletzt noch eine neuere EP rausgelassen, die in ihrer penetranten Oi!-Seligkeit für mich ehrlich gesagt doch etwas schwer zu ertragen ist. Ganz im Gegensatz zu den zwei Songs dieser digitalen Single hier, die eine Woche zuvor erschienen ist. Das sind einfach mal zwei astreine Knaller.

Um hier überhaupt mal ein bisschen was geregelt zu kriegen, verbrate ich jetzt mal ganze drei Krawallbands in einem Post. Zuerst mal wären da fünf durchaus spaßige Iterationen der unkonventionellen Lärmerei auf der EP von Deodorant aus Chicago, die bereits 2018 schon eimal mit einem sehr netten kleinen Album auf Not Normal Tapes auffielen. Auf dem neuesten Kurzspieler wird ein recht weites Feld abgedeckt von oldschool Hard- und Postcore-Weirdos der Marke Saccharine Trust, Beefeater, Really Red oder frühe Minutemen, zu jüngeren Bands á la Optic Nerve, Mystic Inane abgerundet mit ein paar subtilen Cowpunk-Vibes etwa in King Samo. Wenn das jetzt alles etwas zu viel für dein kleines Hirn zum verarbeiten ist, dann magst du vielleicht den viel geradlinigeren Lärm aus leicht garage-kontaminiertem Oldschool-Gekloppe den Vorzug geben, wie es Dye aus Kansas auf einer neuen EP präsentieren. Oder aber das klingt dir nach zu viel Spaß und du bevorzugst etwas mehr Tod und Verzweiflung in deinem Punkrock? Dann hätte ich da was für dich von Urn aus Dallas, deren Sound in etwa so dunkel und trüb daher kommt wie verbrannter, abgestandener Kaffee… abstoßend und vitalisierend zugleich.
Album-Stream →Paint It Clear erscheint am 12. November auf Anti-Fade & Feel It Records.