Spektakuläres erstes Dokument einer Band aus Kopenhagen, die hier einen recht unkonventionellen Mix aus Post Punk, Hard- und Postcore spielt mit einem seltenen Sinn für Melodie und einem stark psychedelischen, fast schon Shoegaze-mäßigen Unterton. Außerdem, mit Blick auf die Kopenhagener Szene, geht es kaum anders als hier auch leise Echos der frühen Iceage und Lower zu registrieren.
Metdogs vierter Kurzspieler ist mal wieder 'ne Wundertüte voller verspieltem, relaxtem Garage Punk, lass uns dabei nicht von Eiern reden… Bewunderer von R.M.F.C., Research Reactor Corp. oder Satanic Togas werden den Krempel sicher befürworten, so wie auch ich hier mal 'ne Ausnahme mache und den Einsatz von Auto-Tune oder Vocoder oder was auch immer das im Rausschmeißer-Track sein soll voll und ganz befürworte. Kunst, schätze ich mal.
Pinch Points docken jetzt also bei Exploding In Sound Records an? Nicht unbedingt die naheliegendste Wahl, würde ich sagen, aber wen interessiert's… so lange ihre Musik weiterhin so rasiermesserscharf bleibt wie auf ihrer neuesten 7", die sie erneut irgendwo zwischen gradlinigeren Reality Group und einer no-bullshit-Inkarnation von Uranium Club positioniert.
Die letztjährige Health EP war schon echter Qualitätsscheiß, aber der jetzt erschienene Nachfolger ist dann mal so irsinnig ansprechend, da war ich echt nicht drauf vorbereitet… Das Trio kommt aus Nashville und ich hab mal den konkreten Verdacht, dass Connor und Sean die gleichen Typen sind, die euch ansonsten sicherlich als das Duo Skull Cult bekannt sind. Keine Ahnung wer Cam ist. Oh, und dann ist da noch das kleine Detail namens Erik Nervous, der hier mischend und masternd seine patentierten Bierflecken hinterlassen hat auf dieser Kassette, deren Sound so gleichwertig eklektisch wie catchy daherkommt. Verhallter Garage Surf Twang? Abgespacte Psychedelic Freakouts? Wire und Mission Of Burma trippen auf Benzos? Alles am Start hier! Und anmutig über all dem schwebt das perfekte 70er-Powerpop-meets-80er-Hair-Metal-Meisterwerk Be With You - ein berauschend süßer K.O.-Hieb mit plüschig weichem Aufprall.
Nun… was soll man denn inzwischen noch nennenswertes hinzufügen anlässlich eines neuen Alien Nosejob Tonträgers? Die Dinger kommen in zwei Daseinsformen: Die sich durch alle Genres wildernde, gemischte Grabbelkiste von einer Platte auf der einen, die stur auf ein Genre hyperfokussierte Monokultur auf der anderen Seite, wie etwa seine Hardcore-Siebenzöller oder diese Synth Pop-/Eurotrash 12" Maxi vor 'ner Weile. Hier haben wir es mal wieder mit einer seiner gemischten Wundertüten zu tun und ansonsten ist das alles nur die gleiche alte Göttlichkeit, die wir inzwischen gewohnt sind von diesem Typen der eine gruselige Unfähigkeit dazu an den Tag legt, einen langweiligen Song zu schreiben.