Snooper – Super Snõõper

Auf den ersten Blick war ich schon etwas enttäuscht über den akuten Mangel an neuem Material auf dem ersten Langspieler der Band aus Nashville, aber andererseits kann auch ich nicht behaupten, diese neuen Aufnahmen bereits weitgehend von bisherigen EPs bekannter Songs würden nicht verdammt Ärsche treten – das tun die ganz vorzüglich und tauschen dabei etwas von der relaxten LoFi-Verschrobenheit der EPs gegen eine leichte Hardcore-Kante ein. Einige Songs, die in früheren Versionen noch nicht so ganz zünden wollten, gewinnen am auffälligsten an Klasse hier in enem Sound, der vermutlich auch deutlich besser die Liveshows der Band repräsentiert, welchen inzwischen schon einen ziemlich legendärer Ruf voraus eilt.

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Inu – Fade Out

Don’t Eat Food erscheint am 6. Oktober auf Mesh-Key Records.

Meal – Cpt Tiger

Verspannungskassette #59 (C-60)

Rubber Blanket Peace Plan
Wet Slap The Time Is Now
New Coke I’m So Bored With You
Cyborg 1-12 Malfunctioning Brain
Midgee Park Bench
Gurk Green Fingers
Synthetic Surfaces Cat Car
Busted Head Racket Mass Debating
IZM Cellar Door
Night Punch Something
Peel Serapah Banal (Ft. Jusuf Rach)

JJ and the A’s Show Me
The Circulators Generation Next
Cruelster Belarus With My Baby
Papa Lima 0800
Foil Tied Down
Ex Parents Presser
Destiny Bond Worlds Unseen
Total Sham Paris
Zooman Foul Meat
Slogutis Bed Sore
Warlock Corpse в этом мире ты чужой

Lost Packages Freeze Time Channel
Muell Kunde
Rwetes Nie Wypada
66cl Caballero
Timüt Disco’s Dead
Warp Cream of the Crop
Funcle Duncle It’s Okay to….
Piss Me Off Steal My Sunshine
1001 Rehabs Ramon Or No Name

Bart and the Brats Boiler
Fever Gleaming Dues Paid
Wireheads 1000 Red Venomous Snakes
Taxi Girls Sunshine
Wristwatch Head
Pogy & Les Kefars Déluge
Datenight Where The Flowers Grow
Metal Guru Suite No1, Ep1, Sentirsi inutile
Pardoner Are You Free Tonight?

Neo Neos – Act – VII

Da denke ich grad mal ich hätte mit Bloggen fertig für die Woche, da kommt scheinbar aus dem Nichts eine neue Neo Neos-Platte angerollt. Das ist ja für sich schon immer ein echtes Großereignis im 12XU-Mikroversum aber noch mal umso besonderer, weil es sich um das erste neue Material (die Outtakes-Compilations Hard Drive Experiments 1+2 nicht mitgezählt) seit einigen Jahren des Garage Punk-Overlords und sagen wir mal… unkonventionellen Gitarrengottes aus einem seltsamen Paralleluniversum, Connie Voltaire handelt. Der Scheiß hier fühlt sich sofort wieder heimisch an, unverwechselbar Neo Neos in all seiner verkommenen Pracht und absolut auf einer Höhe mit seinem besten Material. Wer Vinyl bevorzugt wird von Under The Gun mit einer neuen Compilation-LP versorgt, die neben dem Krempel hier auch noch das 2018er Werk Get The Neo Neos enthält.

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Silicone Values – Disposable Music / New Cold War?

Des vereinigten Königreichs tollste Kapelle in Sachen melodischer Post Punk und Power Pop hat eine neue digitale Single am Start und ihr habt es hoffentlich schon geahnt: Es ist mal wieder das großartigste Ding in dieser verfickten Welt – sechseinhalb Minuten pure Ekstase und Verzückung und übrigens, was habt ihr eigentlich die ganze Zeit so gemacht und warum füllt diese Band noch keine verdammten Arenas, wie es in einer gerechten Welt der Fall wäre? Außerdem, wo bleibt eigentlich die inzwischen echt mal überfällige Compilation-LP auf Drunken Sailor oder Erste Theke oder Total Punk? Argh! Für nix zu gebrauchen manchmal, ihr Leute da draußen…

Wristwatch – II

Die zweite LP des Duos aus Madison, Wisconsin liefert Nachschub von ihrer speziellen Machart der leicht Devo-fizierten, eingängigen kleinen Garage-/Post Punk und Power Pop-Konstrukte mit ein paar Wire-Momenten obendrein. Was auf der ersten Platte noch etwas gleichförmig und ermüdend rüberkam, hat auf der neuen einiges an Klasse, Reife und Vielfalt dazugewonnen und erinnert mich an so unterschiedliche Bands wie Powerplant, Andy Human & The Reptoids, Nick Normal, Smirk, Deletions, Why Bother?, Isotope Soap und Erik Nervous.

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Fever Gleaming – Fever Gleaming

Eine gut Ärsche tretende Mischung aus straightem, melancholischem Post Punk und melodischem Garage Punk auf diesem Debüt-Tape einer Band aus Minneapolis. Am meisten erinnert mich das an eine Verschmelzung von frühen Nervosas, Red Dons, The Estranged und Daylight Robbery aber auch ein Hauch von Volcano Suns, Moving Targets und gelegentliche Sprenkel von Samiam der Clumsy-Ära kann man da drin entdecken. Auch Freunde von Telecult, Short Days und Cheap Whine werden dem sicher etwas abgewinnen.

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Pogy & Les Kefars – Dans Ton Retro

Die Debüt-LP dieser Band aus Marseille – ursprünglich schon 2021 erschienen und kürzlich auf dem Lyoner Label Echo Canyon wiederveröffentlicht – ist ein bodenloser Quell der unverschämt Ohrwurm-lastigen Power Pop-Songperlen, auf das nächste Level gehoben von super robustem Songwriting. Mich lässt das an eine ganze Fülle von einschlägigen Hausnummern denken wie Tommy and the Commies, Warm Soda, Radioactivity, Mr. Teenage, Corner Boys, Bad Sports oder Patsy’s Rats.

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Timüt – No Live

Exzellenter Scheiß, das live aufgenommene Debütalbum dieser Band aus Metz, Frankreich. Grob lässt sich das Zeug als (Neo-)No Wave Funk klassifizieren, hat aber auch manchmal einen leichten Eggpunk-Touch und vereinzelt blitzt auch mal das ’90er Dischord-Universum auf. Ansonsten hat das etwas von einer extra energischen, direkten, tanzbaren und minimalistischen Variante von so Bands wie D.U.D.S., Pill oder N0V3L.

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