Baby Ghosts – Dusty
Verspannungskassette #31 (C-90)

Far Corners Pull To One Side
Patti West West Midwest
Bobo C. S. S.
Big Bopper Good Friends
Dog Lips Stain
Unknown Liberty A Field Of Vegetables
Stunner Rotten Fruit
Thought Control Hatelust
Church Clothes No Good Deed
C-Krit Negative Approach Lyrics
Hippyfuckers Bad Light
Animated Violence Called It
Duck Everything For Everyone
Hollywood Fuckheads I’m Not Afraid Of You
No Fix Hell’s on the Inside
Balloon Thief My Vermin
Liquid Lunch Gaslight the Landlord
The Crawlies Way It Goes
La Hija del Apocalipis 02:30 am
Die Verlierer Die Zeit
Split System Climbing
Big Baby Just Suckin’
Print Head Slippin
Rudix Jaulas
Mustard Slippin’ and Slidin’
Marty Brass Keep it Swinging, Bob
Teeth of England God Maker
Bambara Mythic Love
Meat Wave Honest Living
Nocturnal Prose Black Marble Grave
Onlooker Glory
Thee Alcoholics She’s The Man
Adulkt Life Book Of Curses
Metz Demolition Row
Girls In Synthesis Enveloped
Coins Parallèles Ne rien faire
Isotope Soap In Need Of Systematic Entropy
Onyon Fell Naturell
Tetnis Punch Drunk Junk
Modern Cynics Stop
Star Party No Excuse
Ingrates Kickin’ Down The Doors!
Spooky Visions The Pounding of the Nail
Klint Desaster
The Serfs Politics of Emptiness
Star Party – Meadow Flower

Mit Leuten von Vexx, Gen Pop und Sweeping Promises an Bord, wer würde da schon etwas geringeres erwarten als konzentrierte Großartigkeit? Genau die bekommen wir dann auch auf der ersten LP der Band aus Seattle. Die acht Songs darauf sind Noisepop-Lutschbonbons vom höchsten Kaliber, die auch dem Rezeptbuch von so vage Surfpop- und JMC-beeinflussten Acts entlehnt sein könnten wie etwa den frühen Primitives, Joanna Gruesome, frühen Wavves, Male Bonding und, am aktuellsten, UV-TV. Dabei ist die Songsubstanz stark genug, um auch noch zu funktionieren wenn man den allgegenwärtigen Fuzz-Nebel subtahiert, wie etwa in dem hinreißenden Titeltrack – einer melancholischen Dreampop-Ballade.
Album-Stream →Unknown Liberty – Chain Of Madness

Interessanter Mix aus Hardcore-, Anarcho- und Post Punk, den hier eine Band aus Kingston, New York zusammenbraut mit ein paar definitiven KBD-Vibes à la Launcher, ein bisschen UK82-mäßiger Energie, jeder Menge rudimentärer Peni(sse) und dem gelegentlichen Anflug von Crass.
Album-Stream →Die Verlierer – Die Verlierer

Stark retromäßiger Post Punk, kommt aus Berlin und klingt auch sehr danach. Unüberhörbar nölt hier der gleiche Ersatz-Rio ins Mikro, der das auch bei Maske zu tun pflegt. Der allgemeine Tonfall ist hier aber etwas dreckiger, garagiger als bei erwähnter Band, hat mal so was Wipers-mäßiges oder einen Hauch von S.Y.P.H., auch nicht allzu fern von neuzeitlichen Erscheinungen à la Aus, Hyäne, Die Wärme oder Peter Muffin und die Heilsarmee. Anders ausgedrückt: Hätte so auch um ’81 rum erscheinen können. Es sind auch ‘ne Handvoll unterwältigender Füllertracks enthalten, was man ihnen in Anbetracht der unbestrittenen Höhepunkte verzeihen mag. Die sind noch neu hier. Aber den Versuch mit dem Funk, den sparen wir uns beim nächsten mal, ja?
Album-Stream →Horsegirl – Anti-glory
Versions of Modern Performance erscheint am 3. Juni auf Matador Records.
Peace De Résistance – Boston Dynamics
Bits and Pieces erscheint am 13. April auf Peace de Récords / Sorry State Records.
Sex Mex – Breakfast In America
Vol. 2 erscheint am 8. April.
L’ appel Du Vide – Das Programm
Abwärtsspirale erscheint am 27. Mai auf It’s Eleven Records.
Big Bopper – Good Friends
Girls In Synthesis – Enveloped
C-Krit – C-Krit

Scheiße, riecht das mal streng hier… aber auf eine gute Art und Weise. Nach anderthalb milde verstörenden Tapes auf Impotent Fetus kommt jetzt per Tetryon Tapes der erste “Lang”-Spieler der Band hinterher und verbreitet erneut helle Freude. Ganz schön eiteriger Hard- und Noisecore ist das, den man vage mit so Acts wie Soupcans, Stinkhole oder Vulture Shit vergleichen mag, aber auch von alten Pionieren wie Flipper, No Trend und Broken Talent hat das ein bisschen was. Als Kind wurde mir von meinem religiösen Umfeld mal suggeriert, man könnte sich durch das hören von böser Rockmusik ganz schnell einen fiesen Dämon einfangen (zum Glück hielt die Panikmache in meinem Fall nicht lange vor…). Keine Ahnung was man sich beim leichtsinnigen Anhören dieser Kassette einfängt, aber zu den Nebenwirkungen gehören wilder Sarkasmus, Durchfall und ein ausgeprägtes Gefühl von alles scheißegal.
Album-Stream →Split System – Split System

Hier haben wir es mal wieder mit einem arschtretenden, gemäßigt oldschooligen Garage Punk-Artefakt aus Australien zu tun, heraufbeschworen von Leuten die ihr Handwerk verstehen. Am Gesang haben wir hier niemand geringeren als den großartigen Jackson Reid Briggs, der hier frei von den Versuchungen und Ablenkungen des Gitarrenspiels mal ganz schön vital und befreit klingt, eine deutlich nuanciertere Gesangsperformance abliefert als wir das bisher von ihm gewohnt waren. Auch die restlichen Beteiligten sind beileibe keine Unbekannten, sind hier doch unter anderem Leute von Stiff Richards und Speed Week am Werk. Simples aber mitreißendes Songmaterial trifft auf einen unaufhaltsamen Drive. Das Zeug klingt schon auf den ersten Blick vertraut, hat dabei aber eine gewisse Verspieltheit und Vielseitigkeit, welche diese Songs dennoch klar von den zuvor genannten Bands zu unterscheiden vermag.
Album-Stream →Hippyfuckers – ????

Ein veritabler Schlag in die Magengrube, das Debüt-Tape dieser Band aus St Louis, Missouri. Hardcore Punk mit unkonventionellen und flexiblen Strukturen, in manchen Augenblicken durchaus melodisch und catchy, in anderen dann mit einem düsteren Post Punk / Death Rock-Unterton und außerdem ist da noch der gerade sehr schickliche (versteht mich nicht falsch, ich find’s supi) Garagenvibe am Start. Man mag sich mal an Hüsker Dü in ihrer Hardcore-Phase erinnert fühlen oder an neueren Hard-/Postcore-Krempel wie Nopes, Pink Guitars, Cement Shoes oder den knallbunt-psychedelischen Hardcore-Albtraum von Murderer.
Album-Stream →
