Canadian Rifle – I’m Just Like You 7″

Huch, diese Leute scheinen ja schon ganz schön lange ihr Ding zu drehen und doch stolpere ich hier zum ersten mal über ihre Musik. Die neueste EP der Band aus Chicago ist dann gleich auch mal ein lupenreiner Leckerbissen bestehend aus melodischem Punkrock mit dieser gewissen rohen 80er Kante á la SST Records, die für kurze Zeit in den 2010er Jahren ja erneut mal ein kleines Ding war, sich seitdem aber auch schon wieder ziemlich rar gemacht hat. Stellt euch mal so ‘ne Mischung aus Bands vor wie frühen Milk Music, Needles//Pins, California X, Commander Keen oder Happy Diving vor.

Weak Signal – War and War

Hui, ich hatte jetzt aber mal nicht mit einem derartig hochwertigen Genuss gerechnet in Form des jüngsten Albums dieser New Yorker, die bislang komplett unter meinem Radar geflogen sind. Auf die Ohren gibt es eine stark von Velvet Underground und Jesus and Mary Chain inspirierte Melange aus Fuzz-/Power-/Noise-/Dream Pop, die schon alleine durch die Stärke des Songmaterials überzeugt und als harten Kontrast dazu dann soundmäßig eher mal so auf kleiner Flamme vor sich hin gart. Es braucht also ein bisschen Geduld, aber das zart auf der Zunge zergehende Resultat ist dann eine einzige Gaumenfreude, während ich jedes Hook und jedes Fitzelchen an subtiler Textur in ihren Klanglandschaften abfeiere.

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Feed – Western Fun // Djinn – Relapse // Zhoop – Top Shelf

Ich glaub diesem Vogel aus Hammond, Indiana hab ich hier noch nie so wirklich das Spotlight gewidmet, das er eigentlich verdient hätte – ihr werdet seiner Musik dafür aber sicher schon auf irgendeiner der Verspannungskassetten begegnet sein, auf denen seine diversen Alter Egos in jüngerer Zeit ziemlich regelmäßig aufgetaucht sind. Hier sind jetzt drei seiner neuesten Batzen des minimalistischen Hardcore Punk, der bei allen drei Projekten eigentlich ziemlich ähnlich klingt, sieht man mal von leichten Variationen in Sachen Tempo und Intensität ab sowie von etwas elektronischer Billigheimer-Unterstützung im Falle von Feed, womit sich der Kerl wohl obendrein noch den Titel bester (einziger?) Hardcore-Stylophonist redlich verdient hätte.

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The Neuros – The Neuros 7″

Die Band aus Melbourne liefert hier auf ihrer Debüt-EP eine unbeirrt saumäßig geradeaus rockende Ladung des schnörkellosen (Garage-)Punk mit einem geradezu altertümlich anmutenden Vibe der ’77er Schule ab, etwa so wie eine ganz schön fucking viel traditionellere Inkarnation von Amyl and the Sniffers. Dass sie sowas von der Leine lassen können ohne dabei auch nur annähernd abgenutzt zu klingen, spricht sowohl für ihre Fähigkeiten als angemessen tight agierende Combo als auch für die Qualität des zugrundeliegenden Songmaterials.

Exwhite – Estray

Estray erscheint am 9. April auf Turbo Discos.

Rough Gutts – See the Light

Rough Gutts EP Part 1 & 2 erscheint am 3. Juni auf Boss Tuneage Records.

Crime of Passing – Tender Fixation

Crime of Passing erscheint am 22. April auf Future Shock Recordings.

Rude Television – Distractions

Nachdem wir schon einen exzellenten ersten Eindruck auf einer Splitkassette mit dem tollen AJ Cortez gewinnen konnten, setzt der Typ aus West Palm Beach, Florida auch auf der Nachfolge-EP das hohe Niveau fort mit seinem Garage- und Synth Punk, der etwa die schrullige Energie von Bands wie Satanic Togas, Erik Nervous, Prison Affair, Mononegatives, RMFC versprüht… dabei aber auch eine subtil powerpoppige ’77er Note à la Tommy And The Commies mitbringt und mit fortschreitender Laufzeit schält sich auch zunehmend ein gewisser Alien Nosejob- / Ausmuteants-Vibe heraus.

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Viceprez – Juger

Wow, diese Band aus dem französischen Dörfchen Borée jongliert mit einem ganzen Arsch voll unterschiedlicher Genres und bewerkstelligt das mit schlafwandlerischer Selbstsicherheit auf ihrem Debütalbum. Los gehts mit einer kurzen, geradlinigen Hardcoreattacke und im weiteren Verlauf touchieren sie so Styles wir etwa kräftig zupackenden Postcore, hart rockenden Garage Punk eher mittleren Tempos, groovy verwinkelten Post Punk und sogar etwas vage Pixies-mäßigen 80er oldschool Indie-/Alternative Rock mit Surf-Vibe gibt es da mal auf die Ohren. Das alles schütteln die mit bestechender Leichtigkeit aus dem Ärmel und die Platte hat eigentlich keine wirkliche Schwachstelle – durchweg ziemlich beeindruckender Scheiß!

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Air Vent Dweller – Air Vent Dweller

Ein nettes kleines Paket aus moderat eierigem Garage Punk und Fuzz Pop, der etwa gegenwärtige Schrägheiten à la Print Head oder Freak Genes mit einer ordentlichen Dosis Desperate Bicycles, früher Flying Nun Records-Ästhetik – insbesondere The Clean und The Stones – und einem gelegentlichen Hauch von C86 verbindet, wie etwa in Cowboys Aren’t Real… oder man mag auch Vergleiche zu unzähligen Artefakten der 80er Kassettenkultur ziehen, die über die Jahre vielleicht mal auf irgendeiner Messthetics/Homework/Hyped To Death Compilation aufgetaucht sind oder halt auch nicht.

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Screensaver – Clean Current

Clean Current​/​Repeats releases April 8th via Upset The Rhythm.

Sniffany and the Nits – Piggy Bank

The Unscratchable Itch erscheint am 8. Juli auf Prah Recordings.

Vintage Crop – Double Slants

Kibitzer erscheint am 24. Juni auf Upset The Rhythm.

Gentlemen Rogues – Francy

Francy /​ I’ve Got A Match 7″ erscheint am 1. April auf Snappy Little Numbers.