Snooper – Xerox
Town Topic erscheint irgendwann auf Erste Theke Tonträger.
Town Topic erscheint irgendwann auf Erste Theke Tonträger.

Der Typ aus Schleswig fiel bereits sehr positiv anlässlich seiner Debüt-7″ auf Goodbye Boozy Records auf. Auch wenn das Artwork jener sowie auch seiner neuesten EP eine Nähe zum Dungeon Synth/-Punk nahelegt, ist hier jedoch höchstens unterschwellig was von den im letztgenannten Genre-Cluster typischen Black- und/oder oldschool “Heavy” Metal-Einflüssen zu bemerken, weshalb ich da soundmäßig eher mal jüngere Entwicklungen im Garage-/Synth-/Elektropunk-Bereich als Vergleiche anbieten würde – unter anderem von Mononegatives, Pow!, Liquid Face, Ghoulies oder Slimex.
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Diese Band aus Santa Ana, Kalifornien erzeugt kurze, in dreckigen KBD-Vibes gewälzte Lärmfetzen, zu gleichen teilen im oldschooligen Garage- und Hardcoregedöns beheimatet mit einem gelegentlichen Hauch von Gun Club. Das ist auch nicht ganz unähnlich zu Neo Neos oder Maestro Voltaire’s diversen Hardcore-Projekten, frühem Erik Nervous und vielleicht einem leichten Touch von Launcher… gemeinsam verhackstückt mit irgendeinem prachtvollen Unfall von jener Art, die genau so gut auf irgendeiner Deluxe Bias oder Impotent Fetus-Veröffentlichung passiert sein könnte.
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Die ruhelose Szene von Montreal hat mal wieder etwas verstörendes auf Lager für den anspruchsvollen Genießer von kaputtem Garage-/Post-/Egg-/ADHS-Punk und meine liebe Fresse, ist das mal wieder eine wundervolle, wild in alle Richtungen ausfransende Schweinerei, zusammengeplündert von all den richtigen Auswüchsen jüngerer Punk-Kuriositäten im groben Umfeld etwa von Print Head, Reality Group, Patty, Slimex, Big Bopper oder Skull Cult.
Album-Stream →…weil ihr Spacken die ihr euch punk nennt es immer noch nicht geschnallt habt, dass wir kein besseres Web und gesündere Communities haben können, so lange ihr weiterhin diese ätzenden Social Media-Konzerne und ihre manipulativen Plattformen unterstützt. Kommt endlich weg davon. Es gibt gute, ausgereifte Alternativen. Oh, aber deine Freunde sind da nicht? Tja, ist halt Pech für deine Freunde. Die sollen einfach alle mitkommen!


World, Ward, Word, Sword erscheint am 6. Mai auf Big Neck Records.
Care erscheint am 20. Juni auf Meat Machine / Chapter Music.
Life at a Standstill erscheint am 17. Juni auf Sabotage Records.
Super 45 t. erscheint am 27. Mai auf Hidden Bay Records.
Death Bag erscheint am 13. Mai.

Als die verzaubernde 2020er Debüt-EP dieses New Yorker Typen gelandet war, hatte ich noch keinen blassen Schimmer, wer hinter diesen entrückten Klängen stecken könnte. Stellt sich heraus: Es ist niemand geringeres als Moses Brown, anderweitig bekannt als die Frontsau von Institute. Macht irgendwie Sinn, rückblickend… keine Ahnung warum ich da nicht selbst drauf gekommen bin. Auf dem ersten Langspieler entfaltet sich jetzt ein etwas vollkörniger, aber nach wie vor ziemlich minimalistischer Sound in voller Bandbesetzung, der einfach wunderbar fehl am Platz wirkt – eine nebulöse Zeitkapsel falscher Erinnerungen, die frühe Stränge des Proto-, Art- und Post Punk zu einem plausibel wirkenden Mandela-Effekt verwebt.
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Der zweite Langspieler (abgesehen vom letztes Jahr erschienenen Her Majesty’s Ship OST) dieses New Yorker Duos mit Verbindungen zu der guten Hardcore-Hausnummer Kaleidoscope schlägt soundmäßig eine etwas dunklere, sperrigere Richtung ein, die vom Hörer ein bisschen Geduld einfordert, aber auch ordentlich belohnt. In der aktuellen Landschaft gibt es einfach keine andere Band wie Straw Man Army und die beiden sind weiterhin eine der wenigen Bands, die den Postcore/Art Punk/Post Punk-Komplex etwas weiterdenken, basierend auch auf einem umfassenden Verständnis seiner Vergangenheit. Letzeres beschert dann unter anderem auch das meines Erachtens definitive Highlight des Albums – einen langsamen Schwelbrand namens Beware, der in etwa so klingt als hätte man diverse Genre-Ecksteine vom Kaliber Chairs Missing und The Argument auf ihre absolute Essenz heruntergekocht.
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Wieder ein exzellentes Klangartefakt von dieser Band aus Graz, die aber irgendwie mehr nach Berlin klingt und in der auch Leute von irgendwelchen anderen Bands mitspielen von denen du schon gehört hast… ich erinnere mich gerade nicht mehr welche und außerdem ist Feiertag und ich gerade zu Faul um nachzuschauen. Also Post Punk mit diesmal eher unterschwelligen Spuren von Death Rock. Ja, Berlinsound, erwähnte ich bereits… denkt dabei etwa an Diät, Pigeon und Clock Of Time, aber auch ein bisschen an US-Hausnummern á la Rank Xerox oder Institute. Kommt ungefähr hin, glaube ich.
Album-Stream →Live! Live! Live! erscheint am 28. April auf Just Step Sideways Records.