Alamoans – Licking The Boot
Alamoans erscheint am 1. September auf Everyone Records.
Alamoans erscheint am 1. September auf Everyone Records.

Das Ding hier ist jetzt nicht mehr wirklich neu - letzten Herbst von der Band selbstveröffentlicht - aber es hat erst mal eine Tape-Veröffentlichung auf dem Leipziger Label U-Bac gebraucht bevor ich die wirklichen Qualitäten dieses Albums erkannt habe. Im Nachhinein sind jene wirklich keine Überraschung, sind hier doch Leute der polnischen Post-/Art-/Math Punk-Bollwerke Ukryte Zalety Systemu und Kurws mit am Werk. Das verspricht ein ganz wunderbares, schlaues und strukturiertes Chaos erster Güte und die Platte liefert genau das im Überfluss, erinnert dabei neben den erwähnten Bands auch mal ein bisschen an Spray Paint, Lithics oder gar einen Anflug von Faraquet oder Swell Maps!
Album-Stream →
Das Split-Tape mit Dadgad war schon ein großes Vergnügen und auf ihrer neuesten EP, welche auch ihr auch ihre erste Veröffentlichung im vollen Band-Lineup markiert, verfrachtet die Band aus Rom (zuvor als die Ein-Mann-Band Mustard agierend) den Genuss in höhere Sphären mit einem allgemeinen Vibe, der die besten Momente relativ melodischer Garage Punk-Phänomene á la Liquids, Booji Boys oder Erik Nervous ins Gedächtnis ruft, erweitert um eine Spur von Psychedelic und British Invasion ähnlich zu, sagen wir mal, Resonars im abschließenden Song Samurai.

Die zweite EP der Band aus LA auf Popular Affliction Records setzt die Messlatte noch ein gutes Stück höher an als bisher mit einem starken Bündel neuer Songs, ohne dabei ihre grundlegenden Zutaten großartig zu verändern. Nach wie vor drückt das ganze dem rohen Garage Punk von Bands wie Freakees, Launcher, Liposuction oder Liquid Assets einen deutlichen Synth Punk-Vibe auf.
Album-Stream →Vol. II erscheint am 28. Juli auf Feel It Records..
Facet erscheint am 11. August auf Hex Records.
Skewed View erscheint am 14. Juli auf Static Shock Records.
Drag On Forever erscheint am 30. Juni.
There or Thereabouts erscheint am 11. August auf Rad Girlfriend Records.
Automatic Gratuity erscheint am 1. Juli auf Digital Regress.
Voice 2 Skull erscheint am 21. Juli.

Easy Browns Frog Bit
Dreamcast Nightmare Cat and Mouse
Money Splits I Don't Wanna Be Tiny
Billiam Kinks Panic Attack
Power Pants F.T.G
Beta Máximo. Deseos Inducidos
Todd Briefly Maps
Saucermen Blitzkrieg Cop
Cyborg 1-12 Target Earth
Klint Bacterium
Prison Affair Escríbelo con sangre
Beer Amour Fou
Vergüenza Aaa
The Stools Bad Eye Bob
Puffer Iron Hand
The Government Fight the Tide
Lysol Padded Cell
Destroy All Gondolas Death By Hamburger
Gūtara Kyō Revolving Hell
Glass Praxis Innocence
Gorilla Men We're Not Stupid
Imploders Deteriorating World
Weak Pulse Chain Jail
Kū Their Waste Can Be Of Use Here
Hot Earth Breeding Another Disease
Spider Bite Splatter Test
Mr. Shrimp Fancy Car
The Toads Nationalsville
Society Neo
Thee Khai Aehm Hall
Hellco Alarm Clock Hell
¿Watches? Oyster in a Box
Nothingheads Beam Engine
Bo Gritz Chopped
Koridor Kenotaf
Mantarochen Porzellan
Perfect Actress Dream
Tropicana Conoco
Bughunt Cleaning With Fire
Spleen Sans Espoir
Motorbike Off I Sped
Priors Separation Anxiety
The Chives Pleasant Valley Sunday
The Wastemen The Painter
The Mary Veils Nice and Easy
The Misanthropes All Is New
Th Da Freak Say Say

Brillianter neuer Scheiß von Leuten, die unter anderem auch schon bei Melbourne's berüchtigt rohen Postpunkern Sewers und der geringfügig zugänglicheren Indie Rock/Post Punk-Combo Love Of Diagrams mitgespielt haben. Was die uns hier vorsetzen, ist erneut mal wieder relativ weit draußen - ein stark Folk-lastiges Gemisch in welchem der in Americana getränkte Punk von, sagen wir mal, Angst mit ein bisschen 80er Scientists zusammenstößt sowie einem Hauch britischer Psychedelia und auch reichlich vom frühen Paisley Underground-Geschrammel. Eine tiefe Melancholie, die mich hin und wieder an die Indie-/Noise Rocker Kitchens Floor aus Brisbane erinnert, bricht sich Bahn in nichts desto Trotz saumäßig catchy Melodien, verpackt in einer seltsam vernebelten Klangästhetik. In anderen Momenten kommt mir der melodische Post Punk von The Estranged in den Sinn oder der relaxte Power Pop von frühen White Fence, The Cairo Gang. Als weitere halbwegs plausible Referenzen bieten sich außerdem noch Bands wie Damak, Chronophage, Dead Finks, Refedex und The Molds an.
Album-Stream →
Auf dieser Platte erinnert mich irgendwie fast jeder Song an eine andere Band, was ja schon mal nicht falsch sein kann. Auch dass viele davon Australier sind, ist sicher kein schlechtes Zeichen! Der Opener zum Beispiel hat Echos von The Estranged, Red Dons, Xetas, Civic, einen Schimmer von Saints und Birdman. True Method hat die schmierigen Garage Rock-Qualitäten der Golden Pelicans und noch irgendwas anderes was ich gerade nicht so festnageln kann. In Throttle präsentiert sich eine primitive Feedtime-Energie und in den darauf folgenden drei Songs geht der energische Garage Punk etwa von Ex Cult oder Sauna Youth in eine melodischere, powerpoppige Richtung á la Radioacticity, Bad Sports, Mind Spiders oder Bed Wettin' Bad Boys über. Potential To Ride ähnelt dem psychedelischen Post Punk-Vibe von Public Eye, Waste Man oder Marbled Eye und zum Abschluss gibt es zwei Songs mit der unverdünnten Wucht der australischen Überflieger Split System, Polute, Jackson Reid Briggs and the Heaters. Das alles sitzt felsenfest auf ausgezeichnetem Songhandwerk und wird von einer angemessen tighten Performance zu einem ausnahmslos arschtretenden Ding von einem Album verpresst.
Album-Stream →Grass erscheint am 14. Juli auf Static Shock Records & Iron Lung Records.