Nur einige Wochen nach ihrem zweiten Tape auf Iron Lung Records gibt es auch schon wieder Nachschub von dieser vermutlich Isländischen Band, dieses mal wieder auf dem Spezialisten-Label für Blackened- und Dungeon(-punk)-Experimente, Grime Stone Records. Wenn ihr mich fragt, ist es ihre ausgereifteste Veröffentlichung bisher. Man nehme die groben Eigenschaften und Spezifikationen von Black Metal, Noise-lastigem Synth-, Hardcore- und Electro Punk, erweitere dessen unnachgiebige Energie um eine leicht Eggpunk-mäßige Ästhetik die irgendwie etwas zu niedlich und quirlig wirkt im Angesicht der grimmigeren Tendenzen - das Ergebnis könnte durchaus ähnlich zu dem ausfallen, was Drýsildjöfull hier veranstalten.
Diese Band gibt es jetzt schon ein kleines bisschen länger als dieses Blog und überhaupt gehörte das Trio aus Seattle durchweg zur regulären Geräuschkulisse meines Lebens, auch wenn es in den letzten Jahren etwas ruhig um die Band wurde. Ihre erste neue LP nach fünfjähriger Pause präsentiert sie jedoch erneut in Topform. Ihre geheime Waffe war ja eh schon immer die Simplizität ihrer Musik, tonnenweise verschrobener Charme und ein einzigartig gutes Gespür für saumäßig eingängige Slacker-Hymnen, die man einfach ins Herz schließen muss, dargeboten in einem unprätentiösen Sound zwischen Garage Punk und Fuzz Pop.
Dinge passieren gerade in meinem Leben und ich weiß selbst noch nicht ob ich das jetzt gut, schlecht oder fragwürdig finde. Wie auch immer, meine Zeitplanung ist für die nächsten paar Wochen etwas über'n Haufen geschmissen. Deshalb bekommt ihr dieses Wochenende auch erst mal nur ein neues Mixtape vorgesetzt und ich nehme mir für später in der Woche noch ein paar Posts vor... wenn alles klappt. Das sehen wir dann.
Zero Bars Heist Wesley & The Boys Jail, Again Lackey I Think I've Had It Crache Homme Chain Whip Re-Decapitated Headcheese Who's Got The Milk El Nucli Budells Charlie Tangos Dont Get Caught Pleasure Twist Golpe Diritto Di Obbedire Mother Nature Weights In The Basement
Ankle Grabber Vile Hands Reaching Drýsildjöfull Skelfir Cacogens Corpse Eater Ninja Sword He conquers… Alone! Media Puzzle Real Man O.R.C Goid Maggot House Mutant Pub Satanic Togas Split Personality Checkpoint Ice Summit Robbie Thunder Rock N Roll Bedtime
Cuticles Mattress 2 Wimps Mind Reader Canned Snakes 1k Cuts Erik Nervous Went Deaf Cherry Cheeks Hard Stancing New Vogue Illusions Sick Thoughts (I'm A) Hellraiser
Onyon Dogman Síntesis Bomba al Parlament Armin Doorbell Choncy Default Pepetapia Escupos Con Tierra Lounge Tourist F.C. Institute Where's It Go?
Auf dem zweiten Langspieler der Cherry Cheeks aus Orlando, Florida - erneut aus der Schmiede des Garage-Bollwerks Total Punk Records - präsentiert sich die Band in ihrer bislang simpelsten und eingängigsten Inkarnation und sorgt erneut für reichlich Frohlocken meinerseits angesichts jeder neuen wuscheligen Kalorienbombe mit Zutaten aus Power Pop, Garage- und Synth Punk, durchdrungen mit Echos von so hochklassigem Scheiß wie etwa Smirk, Set-Top Box, Prison Affair, Gee Tee, Ghoulies oder ISS.
Mit ihrer zweiten LP stopfen Headcheese aus Kaloomps, British Columbia, Kanada sozusagen ihre 2022er EP Best Before 2022 zum Langspieler aus. Mehr von diesm unberechenbaren, chaotischen Hardcore-Krawall also, der auf den ersten Blick eher einfach gestrickt erscheint aber bei genauerem Hinsehen doch reich an ausgetüfteltem Detail daher kommt - verfeinert mit einem angemessen räudigen Garage- und KBD-Vibe. Insgesamt, würde ich sagen, lässt sie das in der Nachbarschaft von so Zeug á la Cement Shoes, Fried E/m, Mystic Inane, Tarantüla, G.U.N., Cheap Heat oder Imploders verorten.
Eine neue EP von Drew Owen aka Sick Thoughts… und wenn du jetzt weniger als unverdünnte Garage Punk-Brillianz erwartest: Was machst du eigentlich die ganze Zeit hier denn das Teil liefert mal sowas von ab! Der Opener Sick Thoughts geht als straighter Hardcore-Smasher los, der dann unerwartet scharf abbiegt so ungefähr Richtung Ramones treffen auf Cheap Trick. Hellraiser ist pure '77-getränkte Power Pop-Ekstase mit einem hauchdünnen Hüsker Dü- und Moving Targets-Überzug. Die besagten Siebenundsiebzig-Vibes erreichen dann in Schoolgirls In Chains ihren Höhepunkt und der krönende Abschluss My Heart Is Breaking Over You ist genau die Art von ungesundem Zuckerrausch, der in den Händen weniger kompetenter Songwriter und Performer sicher zu viel von allem wäre, aber hier auf einer Basis felsenfester Songkunst umso heller strahlt.
Die Band aus Montreal legt hier ordentlich nach mit dem ersten neue Material nach einer exzellenten, selbstbetitelten LP in 2020. Viel Synth-lastiger ist die Sache diesmal geworden aber auch kein bisschen weniger infektiös, was einen konstant im Wandel befindlichen Vibe versprüht, der hin und wieder auch an so Bands wie Freak Genes, Useless Eaters, Powerplant, Andy Human and The Reptoids, Lost Sounds, Mononegatives und Alien Nosejob erinnern mag, nur um einige der offensichtlichsten Hausnummern zu nennen.