Rider/Horse – Feed ‚Em Salt

Zweite LP des Duos bestehend aus niemand geringerem als Spray Paint’s Cory Plump sowie einem mysteriösen Chris, der irgendwann mal in irgendeiner Form mit Les Savy Fav, Trans Am und Scene Creamers unter einer Decke gesteckt hat. Geliefert wird Nachschub von der süchtig machenden Melange aus Post Punk und Noise Rock mit dem starken Industrial-Beigeschmack, gleichermaßen experimentell wie auch hypnotisch und mitreißend. Vielleicht liegt’s hier vor allem am Mix und Mastering, aber das Klangspektrum erscheint hier deutlich entschlackt im Vergleich zum Vorgänger, die allgemeine Stimmung weniger klaustrophobisch mit reichlich Luft zum Atmen. Immer noch sind reichlich Swell Maps-, oder alternativ, Exek-Vibes am Start hier aber auch einen Anflug von Protomartyr hat das in Rotting Profits, ein paar Echos von Wire in Florida Gasoline

Album-Stream →

Klint – Existence

Nachschub vom Lo-Fi Viking Synth Punk-Wahnsinn dieses Typen aus Schleswig, der inzwischen ja keine keine Vorstellung mehr braucht, nach dem er innerhalb von weniger als einem Jahr seine ganz eigene Subnische mit einer Reihe von EPs und Singles erschaffen hat. Auch die neueste davon ist wieder ein starkes Biest, alternierend zwischen knackigen Garage Punk-Smashern und pulsierenden Tanzflächenaufmischern.

Album-Stream →

Easers – Easers

Mehr kräftiger Garage Punk-Scheiß aus Grand Rapids, Michigan. Ausgestattet mir einer gesunden Dosis von Hardcore-Wucht, pendelt das zwischen den groben Parametern recht unterschiedlicher Bands wie Protruders, Hank Wood and the Hammerheads, Strange Attractor, Jackson Reid Briggs, Sauna Youth oder Crisis Man.

Album-Stream →

The Dirts – II

Simpel und blöd, roh und primitiv sind die Garagensmasher auf der neuen LP dieser Schweden, ein bisschen wie ein Mittelweg zwischen Krempel á la Sick Thoughts, Buck Biloxi and the Fucks, Bart and the Brats, Achtungs oder Freakees. Auch ein paar Momente von Dead Moon oder The Spits lassen sich erkennen sowie ein gewisser KBD-Vibe der mir vor allem The Mentally Ill suggeriert.

Album-Stream →

Snooper – Town Topic

Drei fünftel der EP waren ja schon tröpfchenweise in der Form von Demos und digitalen Singles ans Licht getreten. Jetzt gibt es die volle EP zu bestaunen von diesem Projekt aus Nashville, das eindeutig seine eigene kleine Nische im recht vollen Pool von eiermäßigen Acts gefunden hat mit seinen auf mikroskopischen Maßstab eingeschrumpften, schrammeligen Garage Punk-Explosionen… ein bisschen wie eine superkleinlaute Inkarnation von R.M.F.C. mit weiteren Geschmackszusätzen aus dem Print Head-, Neo Neos- oder Erik Nervous-Lager.

Album-Stream →

Pleasants – Demo

Scheiße catchy, diese Spaßattacke aus Garage Punk mit ’nem bisschen Synth Action in manchen Songs und einer Fülle von ’77er Hooks an anderer Stelle. Bewunderer von Sick Thoughts, Cherry Cheeks, Booji Boys, Erik Nervous oder TJ Cabot werden Zustimmung signalisieren.

Album-Stream →

Nearly Dead – Death Party

In einer Noise Rock-Welt, die vor allem von pseudeoschlauem Rumgewichse nach der überstrapazierten „Wir spielen abgenutzte Doom-Riffs in einer ungeraden Taktart und nennen das dann Math Rock“-Grundformel dominiert ist, ragen die Kanadier Nearly Dead schon länger aus dem traurigen Status Quo heraus – nicht durch schlaue Konzepte, sondern mit einer primitiven Wucht und einer sehr oldschooligen Herangehensweise an sludge-infizierten Noise Rock, die an alte Artefakte aus dem Umfeld von Cows, Killdozer, Cherubs, Fungus Brains, Scratch Acid erinnert… plus unzählige Deep Cuts aus dem AmRep-Katalog. Wenn die Platte zu ende ist hab ich das Gefühl, erstmal duschen zu müssen. Eine seltene Qualität in unserer Zeit.

Album-Stream →

Ghoulies – Halloween Special, Vol 1

Immer gern gesehen, ein paar Ghoulies im Haus. Die neueste EP mag dabei wohl ihren bislang quirligsten, spaßigsten Stapel neuer Ohrwürmer präsentieren und sollte unter anderem für den geneigten Kenner von Krempel im Dunstkreis etwa von Research Reactor Corp, Cherry Cheeks, Alien Nosejob, Satanic Togas keine allzu große Herausforderung darstellen.

Album-Stream →

Hammered Hulls – Careening

Das Langspieldebüt dieser Band aus Washington ist mit ziemlicher Sicherheit die am meisten nach Dischord klingende Veröffentlichung des besagten Labels seit geraumer Zeit und plündert sich genauso freimütig wie auch kunstvoll durch vierzig Jahre Postcore-Tradition wie ein wundersamer Anachronismus. Das macht mich alten Sack ausgesprochen glücklich und angesichts der Liste von Beteiligten hier – alle davon haben in der Vergangenheit selbst deutliche Spuren in der washingtoner Szene hinterlassen – bin ich auch kein bisschen Überrascht von der Stärke dieses Albums.

Album-Stream →

Munchkin Head – Not Gonna Cry Dad

Lange nichts mehr gehört von diesem Garage-/Synth-/Hair Punk-Projekt aus L.A.. Wie dem auch sei, die neueste Kassette von dem Vogel frisst mal wieder mit Löffeln in Sachen wunderbar behämmerter DIY Cock Rock-Miniaturen.

Album-Stream →