Gaffer – Dead End Beat

Ein super-effektiver kleiner Stapel straighter Punk-Smasher von einer Band aus Perth – simpel auf den ersten Blick, aber immer sorgfältig konstruiert für den maximalen Einschlag. Plausible Vergleiche könnte man etwa ziehen zu Bands wie Xetas, Cool Jerks, Flowers of Evil oder Dead Years. Oder von viel früher mag man da auch Momente von Naked Raygun, Laughing Hyenas, Hot Snakes, Man Sized Action und ähnlichem Krempel aufblitzen sehen.

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Neues von 11 PM Records (Rolex / Phantom / Z-Pak)

Nur mal ’ne kleine Durchsage anlässlich der neuesten drei Kassetten aus dem zuverlässigen Hause 11 PM Records. Die Post-/Math-/Weirdcore-Magier Rolex brauche ich vermutlich ja nicht mehr extra vorstellen – hier gibt es von denen nochmal ein keine vier Minuten währendes Tape aus chaotischem, komplexem und hyperaktivem Postcore-Feuerwerk. Z-Pak sind dann in etwa der Gegenpol dazu mit ultra-räudigem primitivem und zerzausten oldschool Hardcore-Gekloppe. Phantom scheinen dann die besten Qualitäten beider Klangwelten zu vereinen. Reizend!

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Flea Collar – Flea Collar

Gleichermaßen vergnüglich und verstörend, der zweite Release dieser Typen aus Cleveland, Ohio, die uns auch schon mit so Wundern á la Woodstock ’99, Spike Pits und Bad Noids beglückt haben. Das Ding fängt in etwa an wie Bad Brains oder Circle Jerks, denen man eine unwahrscheinliche Dosis Deep Purple verpasst hat… sollche unheiligen Kombinationen haben gerade ja scheinbar Saison und finde das eigentlich ganz schick so. An anderen Stellen mag man da auch Bauteile von The Mentally Ill, Flipper, Noxious Fumes oder anderen Schrägheiten finden aus einer Ära als Hardcore Punk noch spaß machen durfte, noch nicht zu Tode kodifiziert war, sich selbst noch nicht so verdammt ernst nahm. Ein freidrehender Geist, wie ihn heute ja auch Bands wie Mystic Inane, Launcher, Liquid Assets oder Cement Shoes am Leben erhalten.

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Kitchen’s Floor – None Of That

Wow, damit hatte ich eigentlich nicht mehr gerechnet. Gute Sieben Jahre nach dem inzwischen als Klassiker zu betrachtenden The Battle Of Brisbane gibt es doch tatsächlich ein neues Album von Kitchen’s Floor, auch wenn es sich dabei aktuell vor allem um ein Solo-Unterfangen von Vokalist Matt Kennedy zu handeln scheint. Die eigenwillige Vision und der Sound aus Post Punk, Noise Rock und einem leicht folkigen Unterbau sind dabei aber so gestochen scharf und kompromisslos wie eh und je – inzwischen könnnte man auch sagen: positiv aus der Zeit gefallen.

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Alien Nosejob – Stained Glass

Nach jahrelangen Abstechern in mal mehr, mal weniger naheliegende (Sub-)Genres klingt der neueste Langspieler von Jake Robertson’s Alien Nosejob in Teilen nach einer Rückkehr zu seinen Ausmuteants-Wurzeln, transportiert dabei aber auch weiterhin zahlreiche Echos seiner jüngeren Irrungen und Wirrungen. Oh, und vor allem bewegt er sich hier neuerdings knietief in Classic- und Dad Rock-Territorium, was er dankenswerter Weise mit Stil, Würde und ’nem Sinn für Humor bewerkstelligt. Smasher wie etwa Shuffling Like Coins oder Coastal Living 2 bewegen sich dabei in etwa so nah an einem augenzwinkernden AC/DC-Ripoff wie es eben noch erträglich ist.

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Decomisos La Toledana – Quinquidemo

Unverschämt catchy, der Lo-Fi Garage Punk und Power Pop dieser Band aus Madrid, die in etwa die Stärken weiterer spanischer Acts jüngerer Zeit wie Prison Affair, Beta Maximo und Finale channelt aber auch internationalen Phänomenen wie etwa Nuts, R.M.F.C. oder Satanic Togas steht das Zeug nicht allzu fern.

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Smirk – Material

Neuer Scheiß von Nick Vicario aka Smirk, bekannt von einschlägigen Hausnummern wie Public Eye, Crisis Man und Cemento. Seine zweite LP setzt nahtlos das eklektizistische Post- und Garage Punk-Spektakel fort, das sich aus einer vollen Grabbelkiste von Punk-Samples bedient und dabei flüchtige Ähnlichkeiten zu einem gemischten Haufen von Bands wie ISS, Institute, Alien Nosejob, Cherry Cheeks, Uranium Club, Reality Group oder Marbled Eye aufweist.

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Crime Waves – Crime Waves

Dummer, simplizistischer Garage-/Synth Punk-Heidenspaß aus Schweden und ein willkommener Energieschub für Freunde von Liquid Face, The Spits, Ausmuteants, Sex Mex, Mateo Manic, Slimex, Powerplant, Buck Biloxi and the Fucks… pick your poison!

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Spiral Rash – Demo

Kriminell, dass ich dieses Tape bislang übersehen habe, das bereits diesen Sommer erschienen ist und wunderschön exzentrischen Lo-Fi Post Punk-Krempel transportiert, dem ein starker Geruch von Swell Maps, Desperate Bicycles, frühen Mekons vorauseilt sowie von allen möglichen 80er Kassettenkultur-Artefakten… oder auch einem leichten New Order-Vibe im Rausschmeißer-Track Dog Having Its Day.

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Drýsildjöfull – Dýflissupaunk

Wisst ihr was mir in letzter Zeit gefehlt hat? Ein neuer Dungeon Punk-Zerstörer. Dieses Artefakt unklarer Herkunft kommt da gerade recht, verbindet Synthpunk Motorsägen-Ästhetik mit Versatzstücken von der Black Metal-Resterampe und erzeugt den geeigneten Klangteppich zum Schädelspalten in den feuchten Katakomben.

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