Peel – The Spectacle Of Perpetual Motion

Verspult, chaotisch und hyperaktiv aber gleichzeitig auch durachaus schlau und durchdacht, der leicht No Wave-ig angehauchte Post Punk dieser Band aus Bandung, Indonesien! Essenzielles neues Futter unter anderem für Fans von, sagen wir mal… Patti, Reality Group, Big Bopper und Exit Group.

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Night Punch – Where Sins Bloom So Does Death

Auf dieser arschtretenden Debüt-LP lassen diese Hamburger eine sautighte Melange aus geringfüfig Goth-mäßigem, thematisch stark Horror-lastigem Garage-, Synth- und Post Punk vom Stapel, der regelmäßig mal das Tempo in Hardcore-Sphären hochschraubt oder in anderen Momenten etwas nach der klassischen Spits-Formel klingt, die aber um eine Fülle von Überraschungen und Ideen erweitert zu einer gleichermaßen verschrobenen und düsteren Ästhetik zusammenfließt. Der Krempel wird sicher bei einem breiten Spektrum von Dark Punk-, Death Rock- und Dungeon-Aficinados auf Gefallen stoßen. Weitere mögliche Referenzen sind eine Reihe von Garage- und Synth Punk-Acts wie The Gobs, Liquid Face, Shrinkwrap Killers, Broken Prayer, Droids Blood, Isotope Soap, die unmittelbare Wucht von Exwhite, vielleicht sogar eine Spur von Acrylics in den derberen Momenten.

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Lost Packages – Model Distortion Business Casual

Auch wenn hier inhaltlich stark mit dem ganz gegenwärtigen Horror einer Gesellschaft in den Fängen der Tech-Industrie gerungen wird, klingt die Musik auf der neuesten Kassette dieses New Yorker Künstlers doch mehr wie ein Flashback in die rohe, kratzbürstige Frühzeit der Synth- and Elektro Punk, Noise and Power Electronics-Experimente in den späten '70ern / frühen 80ern von so Acts wie etwa Primitive Calculators, Nervous Gender, Screamers, Units oder Minimal Man - ein lärmender Aufstand, der sich nicht viel um Nuancen und Raffinesse schert und stattdessen ganz auf auditive Überwältigung setzt. Seltsamerweise kommt das ganze dennoch über weite Strecken ausgesprochen catchy und hypnotisch rüber.

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Warp – Automatic Gratuity

Ich hatte diese Band aus San Francisco schon ziemlich aus den Augen verloren, die jetzt überraschend mit einem Nachfolger zu ihrem beeindruckenden 2019er Album aufwartet. Die neue EP präsentiert ihren verschrobenen Sound an den Tellerrändern von Noise Rock, Hard- und Postcore in etwas roherer aber gleichzeitig auch verfeinerter Form, die reichlich Echos von einigen der herausragenden Noise- und Weirdcore-Phänomenen jüngerer Zeit beinhaltet, unter anderem von Warm Bodies, Sniffany & The Nits, Vexx, Dots, Judy & The Jerks oder Mystic Inane.

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Slogutis – Slogutis

Ein unglaublich selbstbewusstes Debüt-Tape von einer Band aus Victoria, Kanada, die sich hier ganz erstaunlich ausgereift gibt und elaborierte Konstrukte stockdüsteren Lärms zum Leben erweckt, komprimiert in kurze und ultra-dichte Hardcoretracks, in denen sie die trüben Tendenzen von noise-lastigen Hard-/Postcore Bands á la Acrylics, Vidro, frühen Bad Breeding mit einer allgemeinen Ästhetik kombinieren , die mit ihren Verästelungen tief in das verdrängte Unterbewusste von Death Rock- und Dungeon-Verwandten Klangwelten sowie auch diversem anderen "blackened", Metal-versifftem Krach ausstrecken.

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Busted Head Racket – Junk Food

Ein starker Klumpen von melodischen Weirdo Synth Punk-Nummern auf der neuesten EP der Band aus Newcastle, Australien, die zuletzt schon einen tollen ersten Eindruck auf einer Split-Kassette mit den Kölnern Teo Wise gemacht hat. Die beiden Songs sind hier gleich nochmal vertreten, in jeweils deutlich knusprigeren Aufnahmen - ein wunderbarer Mid-Fi Sound, der an so unterschiedliche Bands wie frühe Nots, Slimex, Toe Ring oder Daughter Bat and the Lip Stings erinnern mag.

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Atol Atol Atol – Koniec sosu tysi​ą​ca wysp

Das Ding hier ist jetzt nicht mehr wirklich neu - letzten Herbst von der Band selbstveröffentlicht - aber es hat erst mal eine Tape-Veröffentlichung auf dem Leipziger Label U-Bac gebraucht bevor ich die wirklichen Qualitäten dieses Albums erkannt habe. Im Nachhinein sind jene wirklich keine Überraschung, sind hier doch Leute der polnischen Post-/Art-/Math Punk-Bollwerke Ukryte Zalety Systemu und Kurws mit am Werk. Das verspricht ein ganz wunderbares, schlaues und strukturiertes Chaos erster Güte und die Platte liefert genau das im Überfluss, erinnert dabei neben den erwähnten Bands auch mal ein bisschen an Spray Paint, Lithics oder gar einen Anflug von Faraquet oder Swell Maps!

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Metal Guru – Metal Guru

Das Split-Tape mit Dadgad war schon ein großes Vergnügen und auf ihrer neuesten EP, welche auch ihr auch ihre erste Veröffentlichung im vollen Band-Lineup markiert, verfrachtet die Band aus Rom (zuvor als die Ein-Mann-Band Mustard agierend) den Genuss in höhere Sphären mit einem allgemeinen Vibe, der die besten Momente relativ melodischer Garage Punk-Phänomene á la Liquids, Booji Boys oder Erik Nervous ins Gedächtnis ruft, erweitert um eine Spur von Psychedelic und British Invasion ähnlich zu, sagen wir mal, Resonars im abschließenden Song Samurai.

IZM – IZM

Die zweite EP der Band aus LA auf Popular Affliction Records setzt die Messlatte noch ein gutes Stück höher an als bisher mit einem starken Bündel neuer Songs, ohne dabei ihre grundlegenden Zutaten großartig zu verändern. Nach wie vor drückt das ganze dem rohen Garage Punk von Bands wie Freakees, Launcher, Liposuction oder Liquid Assets einen deutlichen Synth Punk-Vibe auf.

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The Misanthropes – The Misanthropes

Brillianter neuer Scheiß von Leuten, die unter anderem auch schon bei Melbourne's berüchtigt rohen Postpunkern Sewers und der geringfügig zugänglicheren Indie Rock/Post Punk-Combo Love Of Diagrams mitgespielt haben. Was die uns hier vorsetzen, ist erneut mal wieder relativ weit draußen - ein stark Folk-lastiges Gemisch in welchem der in Americana getränkte Punk von, sagen wir mal, Angst mit ein bisschen 80er Scientists zusammenstößt sowie einem Hauch britischer Psychedelia und auch reichlich vom frühen Paisley Underground-Geschrammel. Eine tiefe Melancholie, die mich hin und wieder an die Indie-/Noise Rocker Kitchens Floor aus Brisbane erinnert, bricht sich Bahn in nichts desto Trotz saumäßig catchy Melodien, verpackt in einer seltsam vernebelten Klangästhetik. In anderen Momenten kommt mir der melodische Post Punk von The Estranged in den Sinn oder der relaxte Power Pop von frühen White Fence, The Cairo Gang. Als weitere halbwegs plausible Referenzen bieten sich außerdem noch Bands wie Damak, Chronophage, Dead Finks, Refedex und The Molds an.

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