Thee Mutilators – I Have Seen The Horror Of The Future

Diese Band von der britischen Kanalinsel Jersey betritt die Bühne mit einer bereits voll ausgeformten Klangästhetik, die durchweg düstere Inhalte der Lyrics einem komplett gegensätzlichen Klangbild mit eher quirligen, egg-mäßigen Qualitäten gegenüberstellt und unter anderem vieles gemeinsam hat mit so Zeug wie frühen Powerplant, Tommy Cossack & The Degenerators, S.B.F., Wristwatch, Chtr oder Beer.

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Intermission – Power Corrupts

Auf dieser verdammt brillianten Debüt-EP betätigt sich die Band aus San Diego an einer relative oldschool klingenden Herangehensweise an groben und düsteren Post Punk mit einem Hauch von Oi!, der zwar nichts neues versucht aber dafür alles richtig macht und mit Sicherheit auf Gegenliebe stoßen wird etwa bei Bewunderern von Bands wie Impotentie, Pyrex, Rank/Xerox und Institute, dabei aber mit einem ungewohnten Gespür für Melodie heraussticht, kleinen Lichtblitzen innerhalb einer relativ eingelatschten Genre-Ästhetik die mich ein wenig an frühe Iceage oder jüngere Werke etwa von Corker und NRG erinnert.

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Kudzu – Glassed

Der Scheiß ist aber mal so richtig meine Baustelle! Die Debüt-EP dieser Band aus Providence, Rhode Island hat einfach so viel Klasse, verpackt in eine voll ausgeformte Postcore-Ästhetik die man irgendwo verorten könnte zwischen oldschooligem Zeug á la Drive Like Jehu, Rites Of Spring, Dag Nasty und jüngeren Genre-Phänomenen wie Waste Man, Bloody Gears, Glittering Insects (f.k.a. Uniform) und Dollhouse, verfeinert mit einer leisen Ahnung von '90er Emocore und basierend auf unerwartet melodischen Songfundamenten als bombenfeste Verankerung für die ihre ausgefuchste Klangarchitektur.

Silicon – Evil. Eye. Mind. Power.

Exquisite neue Qualitätsware der leicht abgespaceten Sorte gibt's auf der ersten EP dieser Band aus Singapur, deren Acid-getränkter Nebel aus Garage-, Post- und Synth Punk sich ein bisschen so anfühlt wie eine stärker angepisste Variante von so Bands wie Useless Eaters, Ex-Cult, Pow!, oder Mononegatives, abgerundet mit einer ausgesprochen räudigen Energie in einer Performance, die mich etwa an frühe Strange Attractor erinnert.

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Skull Cult – Can’t You See What I Mean?

Es ist inzwischen über sechs Jahre her, seit wir zuletzt von dieser Band aus Bloomington, Indiana gehört haben, die man inzwischen als gigantischen Einfluss auf die heutige Garage-, Synth- und Eggpunk-Szene ansehen muss. Nachdem Mitglieder in der Zwischenzeit ihre kreativen Energien in so Acts wie Belly Jelly, QQQL, Dummy und Big Hog gesteckt haben, kann ich der nun reaktivierten Band bescheinigen dass der Scheiß besser fluppt als je zuvor und das neue Bündel an Songs zum besten gehört, was sie bisher abgeliefert haben. Zugegeben, das ist alles ein bisschen weniger weird und chaotisch als wir es von ihnen gewohnt sind, aber das wird mehr als ausgeglichen von ausgesprochen widerstandsfähigen, melodischen Songfundamenten und Echos von so Bands wie Tyvek, Marked Men und Lost Sounds in einer bemerkenswert gereiften Platte, die alle klaren Kennzeichen trägt von einer Band, die sich für ein paar Jahre an vielseitigen Projekten zu schaffen gemacht hat und jetzt wo sie wieder zusammen Krach machen, wenden sie das gelernte mit schlafwandlerischer Präzision an, zu einem Ergebnis von müheloser Sprengkraft.

TY – WE R TY

Unverschämt ansprechender Garage-Scheiß von einer Band aus Detroit, mal wieder auf der zuverlässigen lokalen Kassettenschmiede Painters Tapes, welche eine beachtenswerte stilistische Bandbreite abdeckt und etwa viele Tugenden von so verschroben und schlauen Garage Punk-Bands wie Uranium Club, R.M.F.C., Erik Nervous, Satanic Togas, Exwhite und Dumb, den DIY Garage-/Post Punk-Hybriden von Schark Toys verschmilzt mit zahlreichen Momenten des kontemporären Eggpunk aus der Ecke von, sagen wir mal, Prison Affair, Clarko, Snooper, Beer, Winky Frown, Завірюга, Midgee, Gobs and Goblin Daycare. Da bleibt kein Raum für Langeweile und man ahnt nie, was hinter der nächsten Ecke lauert auf diesem freakigen kleinen Tape.

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Gavin Picon-Seara – American Nightmare

Die neueste LP von so einem Typen aus Elkhard, Indiana serviert eine ausgesprochen altehrwürdige, simple Formel in durchgehend hochwertig abgefuckter Ausführung, die sich irgendwo zwischen den Welten von Garage- und Hardcore Punk aufhäit und obendrei ein paar KBD-mäßige Exzentrizitäten an Bord hat plus Sprengsel von Synth-/Electro Punk etwa in Vacant. Der simple Trick, die Sinne mit einer dicken Patina aus überbelichtetem Noise und Fuzz zu überladen geht hier super auf und dass dann noch so unerwertet eingängige, hochentflammbare Ohrwürmer wie Not A Toy mit an Bord sind schadet dabei sicher auch nicht. Macht zusammen zwanzig Minuten von geringfügig Lumpy & The Dumpers-mäßigem Chaos, das gleichsam aber auch eine gewisse Verwandtschaft hat zu aktuelleren Bands wie Small Portions, Yacht Fire, Dick Hick, Power Shovel und Delta 8.

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Huevo – LP Amarillo

Die spanischen Eggpunks Huevo habe ich schon eine Weile auf meinem Radar, aber erst diese neue Compilation mit dem bisherigen Gesamtwerk der Band, neu sequenziert und in häufig massiv überlegenen, tighteren Abmischungen, komme ich dazu die wirkliche Klasse dieser Band zu erkennen, die gut etablierten Eggpunk-Konventionen ihren ganz eigenen Spin verpasst, ein gutes Stück roher und energischer als man es bei einem typischen Release dieses Genres vermuten würde. Tracks wie etwa Todo Asqueroso haben eine Antriebskraft wie man sie eher von ausgesprochen un-eierigen Acts wie Piss Test, Dollhouse und Easers erwarten würde.

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Normal Weirds – No Lease On Life

Eine ausgezeichnete zweite EP von dieser Band aus San Leandro, Kalifornien, die darauf eine unerwartet eingängige Mischung aus Post Punk und Postcore rausbläst, was einerseits auf so lärmige, unkonventionelle Punkbands der 80er zurück zu blicken scheint wie etwa Flipper, Really Red und frühe Saccharine Trust, aber ebenso gut in eine Reihe passt mit gegenwärtigen Acts wie The Unfit, Hood Rats und Lackey, wobei dann der Vokalist in gewisser Weise auch noch ein bisschen den inneren Jello Biafra zu channeln scheint, insbesondere in Sachen Sarkasmus und subversivem Storytelling. Oh und nicht zuletzt finden beide Männer Vermieter ganz super!

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Stdees – Steroid Dojo

Eine sensationelle Debüt-EP von einer Band oder einem Projekt aus Lethbridge, Alberta, welche sechs perfekte Schläge aus einer Machart des Post Punk beherbergt, deren ohrenbetäubenden Wände aus Lärm und pulsierende elektrische Beats zeitweise so klingen als kollidiere eine seltsame Art Eggpunk-Big Black mit den mehr oder weniger psychedelischen Qualitäten von so Garage-Größen wie den frühen Useless Eaters, Pow! und Mononegatives - oder aber auch mit den vernebelten Punk-Experimenten von Métal Urbain / Dr. Mix and the Remix - in einer atemlosen Abfolge hochendzündlicher Banger. Darüber hinaus habe ich auch noch so 'ne leise Ahnung, dass auch Freunde von so abgespaceten Krawallmachern á la Corpus Earthling oder dem französischen Magier Pablo X dieser Band aus der Hand fressen werden.

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