Lair – Test
Toller Noiserock aus Boston mit einer ausgeprägten experimentellen Note und einem Hauch von Industrialpunk.
Toller Noiserock aus Boston mit einer ausgeprägten experimentellen Note und einem Hauch von Industrialpunk.
Spray Paint aus Austin hatten dieses Jahr offenbar etwas viel Energie übrig. Auf jeden Fall genug, um bisher ein Tape, ein Album und eine Splitsingle mit Exek rauszuhauen. Und jetzt ein weiteres Album, diesmal auf Monofonus Press erschienen. Immer noch abstrakt und dissonant, ist ihre Strategie hier aber weniger offensiv als auf dem gnadenlos vorwärts stürmenden „Punters On A Barge“, stattdessen üben sie sich auf diesem Album überwiegend in wohltemperierter rhythmischer Präzisionsarbeit.
Neue EP der Noiserocker aus Toronto. Die neuen Songs setzen den schönen Krawall des letztjährigen Albums fort, sind aber ein ganzes Stück kompakter – um nicht zu sagen: poppiger – als zuvor. Gefällt.
Wunderbar ungestümer Krach aus Minneapolis, der Freunden von Garage- und Hardcorepunk gleichermaßen Freude bereiten wird.
Postpunk/-core aus Atlanta, der mich etwas an die ebenfalls von dort stammenden Wymyns Prysyn erinnert.
Tolle EP einer Band aus Richmond, Virginia. Musikalisch irgendwo zwischen dem melodischen Ende des Postcore-Spektrums und der zweiten Emocorewelle der frühen 90er angesiedelt.
Was? Eine gute Platte auf Epitaph? Für einen Moment dachte ich schon die Hölle friert jetzt zu. Dann hab ich aber bemerkt, dass das aalglatte Lalalapunklabel nur den Vertrieb macht und eigentlich das allseits beliebte Garagenlabel Burger Records dahinter steckt. Puh, mein Weltbild bricht doch nicht zusammen.
Die Musik des Duos aus Orange County ist jedenfalls eine eklektizistische Mischung aus HipHop- und Elektrobeats, kombiniert mit einem tiefen Griff in die Post- und Garagepunk-Gemischtwarenkiste, dazu erinnert’s noch ein wenig an die ungeschliffeneren Beiträge zur großen Dancepunk-Welle anfang der Nullerjahre. Könnte man als Sleaford Mods in weniger wütend bezeichnen, dafür mit Garagenkante und manchmal besorgniserregender Schieflage.
Ein schönes Tape hat das New Yorker Label Exploding In Sound da mal wieder rausgehauen. Die Band aus Leeds spielt recht konventionellen aber gekonnten Noiserock mit ordentlich Wumms unter der Haube.
Derber, dissonanter Postpunk aus Philadelphia mit jeder Menge noisigem Dreck unter den Fingernägeln.
Das italienische Label Avant! Records bringt uns den ersten Langspieler der Kopenhagener Band. Die tiefschwarzen Postpunk-Balladen schlagen durchaus in eine ähnliche Kerbe wie die letzten Veröffentlichung ihrer wohlbekannten Szenenachbarn Iceage und insbesondere Lower, aber angereichert um einen gewissen Gun Club-Vibe. Ausgezeichnet.