Joey Fourr /​ H. Grimace - Nothing Beats Reality (Split EP)

joey fourr
Hüb­scher Split-Re­lease der Lon­do­ner aus dem Hau­se Bad Pain­tings. Joey Fourr's drei Songs klin­gen ein we­nig so als hät­ten sich Je­sus and Ma­ry Chain mit den Ra­mo­nes zu­sam­men­ge­tan und Big Black ih­ren elek­tri­schen Schlag­zeu­ger "Ro­land" ge­klaut. Groß­ar­ti­ger Noi­se trifft auf ein­gän­gigs­ten Pop. Als har­ten Kon­trast da­zu gibt's dann den eher düs­te­ren, Grunge-be­ein­fluß­ten In­die­rock von H. Gri­mace auf der Rück­sei­te.
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Surf Friends - Endorphines

surf friendsDie Neu­see­län­der mal wie­der, und na­tür­lich auf dem dor­ti­gen La­bel-Ur­ge­stein Fly­ing Nun Re­cords er­schie­nen. Wer den power­pop­pi­gen Out­put des La­bels bis­her schon moch­te, wird sich auch bei Surf Friends woh­lig warm auf­ge­ho­ben füh­len. Das wür­de mir ja nur ein mü­des Gäh­nen ent­lo­cken, wenn nicht auch der Qua­li­täts­stan­dard von Re­lea­ses der nach wie vor be­mer­kens­wer­ten neu­see­län­di­schen Sze­ne so ver­dammt hoch wä­re. Und auch hier ha­ben wie wie­der ein her­vor­ra­gen­des Al­bum aus dem Power­pop-/In­die­rock-Kos­mos mit leich­ten Psy­che­de­lic-Spreng­seln, über dass es nicht so viel neu­es zu sa­gen gibt, das aber um so mehr Freu­de zu be­rei­ten ver­mag.
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The Chelsea Kills - Pulp Culture

chelsea killsPunk­trio aus Phil­adel­phia. Oder mit ih­ren ei­ge­nen Wor­ten aus­ge­drückt: "A Phil­ly 3 pie­ce rea­dy to in­fect the nea­rest per­son with their de­li­cious­ly pun­ky brand of pop songs about kil­ling yourself." Oder so: "Pun­ky Pop songs with a knack for angst and a tas­te for blood."
Ge­nau­er ge­nom­men ha­ben wir es hier mit hoch­en­er­ge­ti­schem Punk Rock zu tun, der deut­lich vom 77er Style be­ein­flusst ist, aber auch die Re­pla­ce­ments sind si­cher als Ein­fluss zu er­wäh­nen und ein ge­wis­ser bit­ter­sü­ßer Power­Pop-Ge­schmack haf­tet dem gan­zen im­mer an. Ge­gen­wär­tig viel­leicht mit den ka­li­for­ni­schen Au­da­ci­ty ver­gleich­bar.
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Unity Floors - Exotic Goldfish Blues

unity floors
Unity Floo­rs sind ein Gi­tar­re-und-Drums-Duo aus Syd­ney, das sich an­ge­nehm aus der der­zei­ti­gen Mas­se von Po­wer­du­os her­vor­hebt. Nicht zu­letzt durch das bril­li­an­te, weil wohl­tem­pe­rier­te und mi­ni­ma­lis­ti­sche Song­wri­ting. Sound­mä­ßig ist das gan­ze ver­an­kert im Ver­schram­mel­ten In­die Rock der frü­hen neun­zi­ger. So in Rich­tung Se­bad­oh meets Pa­ve­ment.
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Longings - Demo

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Strai­gh­tes, trei­ben­des Noise-/(Post)Punk-Gedöns aus Mas­sa­chu­setts. Das Rad wird hier nicht neu er­fun­den, aber da­für auf so ho­hem Le­vel ge­in­dierockt, dass selbst so trä­ge Spa­cken wie ich vor lau­ter En­dor­phin­aus­schüt­tung wie'n Flum­mi durchs Zim­mer sprin­gen. Na­ja, wenn ge­ra­de kei­ner da­bei zu­schaut. Den­ke ich zu­min­dest drü­ber nach das zu tun. Wenn's nur nicht so viel An­stren­gung be­deu­ten wür­de…
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So Stressed - Attracted To Open Mouths

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Schön ab­ge­fah­re­ner Noi­se­rock aus Sa­cra­men­to, Ka­li­for­ni­en. Ein­deu­tig in­spi­riert von al­ten Hel­den wie et­wa The Je­sus Li­z­ard oder dem gan­zen Krem­pel der da­mals so auf Am­phet­ami­ne Rep­ti­le raus­kam. Ak­tu­ell könn­te ich mal Pis­sed Jeans als gro­be Ori­en­tie­rungs­hil­fe an­bie­ten. Da­zu kom­men dann aber manch­mal auch ge­ra­de­zu emoar­ti­ge Me­lo­die­aus­brü­che und ge­le­gent­li­che Post-/Ma­th­core-Ele­men­te. Oder auch mal pu­rer Krach oh­ne er­kenn­ba­re Struk­tur. Al­les scheint zu ge­hen bei die­ser Band.
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Autobahn - Autobahn 1 12"

autobahn
Wir fahr'n fahr'n fahr'n… Ein­sei­tig be­spiel­te 12" (soll ja Leu­te ge­ben die im­mer noch so was kau­fen…) der Post­punk-Band aus Leeds. Düs­te­res Post­punk­ge­döns scheint ge­ra­de ja (mal wie­der) ziem­lich en vogue zu sein auf der in­sel und ir­gend­wie hör ich schon den nächs­ten UK-Hype nach Sa­va­ges um die Ecke bie­gen. De­ren Plat­te war auch deut­lich we­ni­ger ori­gi­nell als es uns die Pres­se glau­ben ma­chen woll­te. Hö­rens­wert war sie trotz­dem.
Das glei­che hier. Nur dies­mal wer­den si­cher wie­der al­le schrei­ben dass das ganz schön nach Joy Di­vi­si­on klingt, wie un­ge­fähr je­de an­de­re Band die im ver­gan­ge­nen Jahr­zehnt im In­die-/Al­ter­na­ti­ve-Be­reich et­was ge­ris­sen hat. Ab­len­ken las­sen soll­te man sich da­von nicht. Et­was Al­be­kann­tes in rich­tig gut und kom­pro­miss­los ist mir doch tau­send­mal lie­ber als et­li­che ach so in­no­va­ti­ve In­die­Pop-Sen­sa­tio­nen, die es in Sa­chen ei­ge­ne Per­sön­lich­keit nicht mit mei­nem Piss­strahl auf­neh­men kön­nen.
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Radical Dads - Creature Out 7"

radical dads
Neu­er Kurz­spie­ler der New Yor­ker auf Eau Re­cords. Kei­ne Über­ra­schun­gen hier. Wie zu er­war­ten gibt's wie­der den me­lo­disch-war­men In­die Rock zu hö­ren, der schon auf ih­rem im Som­mer er­schie­ne­nen Al­bum "Ra­pid Rea­li­ty" für an­ge­neh­me Ohr­wür­mer sorg­te.
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Fins - Fins

finsFins aus Con­nec­ti­cut fie­len mir zum ers­ten mal vor gut ei­nem Jahr mit der noch et­was klapp­ri­gen aber viel­ver­spre­chen­den EP "Lawn­mower" auf. Auf der neu­en von Ben Green­berg (The Men) pro­du­zier­ten Plat­te klin­gen ih­re Post­core-in­fi­zier­ten Punk­ex­plo­sio­nen deut­lich wü­ten­der, tigh­ter, trei­ben­der und un­ge­stü­mer zu­gleich. Und wäh­rend ich auf "Lawn­mower" noch Par­al­le­len zu ge­gen­wär­ti­gen Bands aus dem Post-ir­gend­was-, Noi­se und Shoe­ga­ze-Um­feld ge­zo­gen hät­te, füh­le ich mich hier zu­neh­mend an Hüs­ker Dü er­in­nert.
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Liquor Store - In the Garden

Liquor-Store-Lynchmob
Die­se fünf Spa­cken kom­men aus Plau­der­vil­le im Bun­des­staat New Jer­sey und er­fül­len so ziem­lich je­des Kli­schee das man mit ih­rer Her­kunft in Ver­bin­dung brin­gen könn­te. Schmie­rig ge­ben sie sich auf ih­rem zwei­ten (?) Long­play­er, ver­sof­fen und ab­ge­fuckt, aber in ih­rer Ein­fach­heit und Ehr­lich­keit doch ziem­lich lie­bens­wer­te Asis. Mu­si­ka­lisch ist das ein selt­sa­mer Misch­masch aus 77er Punk, Sou­thern- und Clas­sic Rock. Gen­res al­so, die nicht wirk­lich ver­ein­bar er­schei­nen, aber hier wirk­lich stim­mig mit­ein­an­der ver­schmel­zen. Die Plat­te dürf­te ih­re Wir­kung un­ter Bier­ein­fluss noch deut­lich stei­gern.
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