Unity Floors - Exotic Goldfish Blues

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Unity Floo­rs sind ein Gi­tar­re-und-Drums-Duo aus Syd­ney, das sich an­ge­nehm aus der der­zei­ti­gen Mas­se von Po­wer­du­os her­vor­hebt. Nicht zu­letzt durch das bril­li­an­te, weil wohl­tem­pe­rier­te und mi­ni­ma­lis­ti­sche Song­wri­ting. Sound­mä­ßig ist das gan­ze ver­an­kert im Ver­schram­mel­ten In­die Rock der frü­hen neun­zi­ger. So in Rich­tung Se­bad­oh meets Pa­ve­ment.
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Longings - Demo

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Strai­gh­tes, trei­ben­des Noise-/(Post)Punk-Gedöns aus Mas­sa­chu­setts. Das Rad wird hier nicht neu er­fun­den, aber da­für auf so ho­hem Le­vel ge­in­dierockt, dass selbst so trä­ge Spa­cken wie ich vor lau­ter En­dor­phin­aus­schüt­tung wie'n Flum­mi durchs Zim­mer sprin­gen. Na­ja, wenn ge­ra­de kei­ner da­bei zu­schaut. Den­ke ich zu­min­dest drü­ber nach das zu tun. Wenn's nur nicht so viel An­stren­gung be­deu­ten wür­de…
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So Stressed - Attracted To Open Mouths

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Schön ab­ge­fah­re­ner Noi­se­rock aus Sa­cra­men­to, Ka­li­for­ni­en. Ein­deu­tig in­spi­riert von al­ten Hel­den wie et­wa The Je­sus Li­z­ard oder dem gan­zen Krem­pel der da­mals so auf Am­phet­ami­ne Rep­ti­le raus­kam. Ak­tu­ell könn­te ich mal Pis­sed Jeans als gro­be Ori­en­tie­rungs­hil­fe an­bie­ten. Da­zu kom­men dann aber manch­mal auch ge­ra­de­zu emoar­ti­ge Me­lo­die­aus­brü­che und ge­le­gent­li­che Post-/Ma­th­core-Ele­men­te. Oder auch mal pu­rer Krach oh­ne er­kenn­ba­re Struk­tur. Al­les scheint zu ge­hen bei die­ser Band.
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Autobahn - Autobahn 1 12"

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Wir fahr'n fahr'n fahr'n… Ein­sei­tig be­spiel­te 12" (soll ja Leu­te ge­ben die im­mer noch so was kau­fen…) der Post­punk-Band aus Leeds. Düs­te­res Post­punk­ge­döns scheint ge­ra­de ja (mal wie­der) ziem­lich en vogue zu sein auf der in­sel und ir­gend­wie hör ich schon den nächs­ten UK-Hype nach Sa­va­ges um die Ecke bie­gen. De­ren Plat­te war auch deut­lich we­ni­ger ori­gi­nell als es uns die Pres­se glau­ben ma­chen woll­te. Hö­rens­wert war sie trotz­dem.
Das glei­che hier. Nur dies­mal wer­den si­cher wie­der al­le schrei­ben dass das ganz schön nach Joy Di­vi­si­on klingt, wie un­ge­fähr je­de an­de­re Band die im ver­gan­ge­nen Jahr­zehnt im In­die-/Al­ter­na­ti­ve-Be­reich et­was ge­ris­sen hat. Ab­len­ken las­sen soll­te man sich da­von nicht. Et­was Al­be­kann­tes in rich­tig gut und kom­pro­miss­los ist mir doch tau­send­mal lie­ber als et­li­che ach so in­no­va­ti­ve In­die­Pop-Sen­sa­tio­nen, die es in Sa­chen ei­ge­ne Per­sön­lich­keit nicht mit mei­nem Piss­strahl auf­neh­men kön­nen.
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Radical Dads - Creature Out 7"

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Neu­er Kurz­spie­ler der New Yor­ker auf Eau Re­cords. Kei­ne Über­ra­schun­gen hier. Wie zu er­war­ten gibt's wie­der den me­lo­disch-war­men In­die Rock zu hö­ren, der schon auf ih­rem im Som­mer er­schie­ne­nen Al­bum "Ra­pid Rea­li­ty" für an­ge­neh­me Ohr­wür­mer sorg­te.
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Fins - Fins

finsFins aus Con­nec­ti­cut fie­len mir zum ers­ten mal vor gut ei­nem Jahr mit der noch et­was klapp­ri­gen aber viel­ver­spre­chen­den EP "Lawn­mower" auf. Auf der neu­en von Ben Green­berg (The Men) pro­du­zier­ten Plat­te klin­gen ih­re Post­core-in­fi­zier­ten Punk­ex­plo­sio­nen deut­lich wü­ten­der, tigh­ter, trei­ben­der und un­ge­stü­mer zu­gleich. Und wäh­rend ich auf "Lawn­mower" noch Par­al­le­len zu ge­gen­wär­ti­gen Bands aus dem Post-ir­gend­was-, Noi­se und Shoe­ga­ze-Um­feld ge­zo­gen hät­te, füh­le ich mich hier zu­neh­mend an Hüs­ker Dü er­in­nert.
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Liquor Store - In the Garden

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Die­se fünf Spa­cken kom­men aus Plau­der­vil­le im Bun­des­staat New Jer­sey und er­fül­len so ziem­lich je­des Kli­schee das man mit ih­rer Her­kunft in Ver­bin­dung brin­gen könn­te. Schmie­rig ge­ben sie sich auf ih­rem zwei­ten (?) Long­play­er, ver­sof­fen und ab­ge­fuckt, aber in ih­rer Ein­fach­heit und Ehr­lich­keit doch ziem­lich lie­bens­wer­te Asis. Mu­si­ka­lisch ist das ein selt­sa­mer Misch­masch aus 77er Punk, Sou­thern- und Clas­sic Rock. Gen­res al­so, die nicht wirk­lich ver­ein­bar er­schei­nen, aber hier wirk­lich stim­mig mit­ein­an­der ver­schmel­zen. Die Plat­te dürf­te ih­re Wir­kung un­ter Bier­ein­fluss noch deut­lich stei­gern.
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The Bats /​ Boomgates - Split 7"

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Ein ech­tes Traum­team. Die aus­tra­li­schen Boom­ga­tes auf ei­ner 7" mit der neu­see­län­di­schen In­die-Le­gen­de The Bats . Die wür­den glatt als de­ren El­tern durch­ge­hen. Bei­de Bands klin­gen hier mal eher ent­spannt und ab­ge­han­gen.
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Tin Charm - The Engine is Bleeding

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Die Mit­glie­der von Tin Charm aus Dub­lin spiel­ten sich schon in den 90er Jah­ren in zahl­rei­chen Bands die Fin­ger wund. Ent­spre­chend aus­ge­reift und selbst­be­wust kommt jetzt ihr De­büt­al­bum da­her. Von den ers­ten Ak­kor­den an wird mir gleich ganz warm ums Herz, fühlt sich die Plat­te doch fast so an wie ei­ne Rund­rei­se durch das bes­te was der In­die Rock in den mitt­le­ren bis spä­ten Neun­zi­gern her­vor­ge­bracht hat. Da­bei fällt ei­ne ge­naue sti­lis­ti­sche Ein­ord­nung schwer, zu zahl­reich sind die Ein­flüs­se die hier ver­bra­ten wer­den. In ei­nem Mo­ment ha­ben wir hier Pa­ve­ment-ar­ti­ges Ge­schram­mel, dass dann von dich­ten Gi­tar­ren­wän­den auf­ge­bro­chen wird die mich et­was an Six.By Se­ven er­in­nern. Häu­fig lie­gen frü­he Di­no­saur Jr. oder spä­te Hüs­ker Dü als Ver­gleich nicht so fern, sub­ti­le Post­core-Ein­flüs­se sind nicht zu ver­leug­nen und im­mer wenn sie al­les auf elf dre­hen füh­le ich mich an­ge­nehm an die al­ten Shoe­ga­zer von Bail­ter­space er­in­nert. Das al­les schaf­fen sie den­noch in ei­nen halb­wegs ko­hä­ren­ten Sound zu ver­pa­cken, der auf Al­b­um­län­ge nie lang­wei­lig wird.
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Volar Records Compilations

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Vo­lar Re­cords ha­ben gleich drei in­ter­es­san­te Com­pi­la­ti­ons im Pro­gramm. Die bei­den Comps "Stran­ge Mu­ta­ti­ons" Vol. 1+2 ver­sam­meln ei­ni­ger der auf dem La­bel aus San Die­go er­schie­ne­nen 7"s in di­gi­ta­ler Form. "6x2x12" ent­hält dann sechs wei­te­re ex­klu­si­ve Tracks, un­ter an­de­rem die­se un­er­war­tet gei­le Co­ver­ver­si­on des ab­ge­fuck­ten King of Schlock.

Sti­lis­tisch setzt es über­wie­gend Post­punk der mehr oder we­ni­ger ga­ra­gig-kru­den Art, aber auch ein paar me­lo­di­sche­re Mo­men­te von Au­da­ci­ty und Big Eyes kom­men vor. Die­se Stil­mi­schung ist wie ge­macht für Kurz­wei­li­ge 7"s und EPs, auf Al­b­um­län­ge mit den üb­li­chen Fül­lern ist mir das dann doch meis­tens et­was zu viel. Ge­ra­de des­halb ist das für mich hier so ei­ne wil­kom­me­ne Ver­öf­fent­li­chung, in der ver­dich­te­ten Form von Com­pi­la­ti­ons. (mehr …)