Eating Out - Burn 7"

eating out
Die­se klei­ne *hust* Su­per­group bringt ei­ni­ge der po­ten­tes­ten Krach­ma­cher der Ge­gen­wart an ei­nen Tisch, Mit­glie­der von White Lung, Peace und Nü Sen­sae zeich­nen ver­ant­wort­lich für den leicht grungig an­ge­hauch­ten früh­neun­zi­ger-Punk­rock auf die­ser EP. Die drei Songs sind be­reits im letz­ten Jahr auf ei­nem Tape bei Bur­ger Re­cords er­schie­nen, wenn ich mich nicht ir­re aber jetzt zum ers­ten mal di­gi­tal (oder auf Vi­nyl *duh*) er­hält­lich. Macht Bock auf mehr.
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Alarms & Controls - Clovis Points

Alarms and Controls
Was geht ei­gent­lich heu­te mit Di­schord? Vol.1
Ich muss sa­gen, es war nicht be­son­ders schwer das Wa­shing­to­ner Tra­di­ti­ons­la­bel aus den Au­gen zu ver­li­ern, nach­dem Di­schord zum En­de des letz­ten Jahr­zehnts fast in der Ver­sen­kung ver­schwand und au­ßer ein paar Reis­su­es al­ter Klas­si­ker nicht mehr viel von sich hö­ren ließ. Auch ein eta­blier­tes, be­deu­ten­des In­die La­bel muss wohl erst mal den Nie­der­gang des "al­ten" Mu­sik­busi­ness ver­dau­en.
Die Ver­öf­fent­li­chun­gen des La­bels ha­ben aber ei­nen be­son­de­ren Platz in mei­nem klei­nen Mu­sik­nerd-Her­zen, hat sich doch der sehr spe­zi­el­le und ein­zig­ar­ti­ge Di­schord-Sound um die Jahr­tau­send­wen­de wie ein ro­ter Fa­den durch mein jun­ges Er­wach­se­nen­da­sein ge­zo­gen. Selt­sam da­her, dass ich bis­her nicht da­zu kam mich ge­nau­er mit den ak­tu­el­len Ver­öf­fent­li­chun­gen der Wa­shing­to­ner Plat­ten­pres­se zu be­fas­sen, die lang­sam wie­der fahrt auf­zu­neh­men scheint. Hol ich jetzt nach.

Die jüngs­te Ver­öf­fent­li­chung ist ein Split-Re­lease mit Lo­vitt Re­cords. Alarms & Con­trols sind ein Hau­fen al­ter Be­kann­ter in der hei­mi­schen Sze­ne. Band­mit­glie­der ha­ben un­ter an­de­rem schon bei Cir­cus Lu­pus und Crown­ha­te Ru­in mit­ge­mischt und ih­re ak­tu­el­le Band er­in­nert sound­mä­ßig sehr stark an ei­ni­ge mei­ner ab­su­lu­ten Fa­vo­ri­ten in der Di­sch­or­d­gra­fie: Far­aquet, Q and not U, Me­di­ca­ti­ons. Al­so die et­was ver­track­te­re, jaz­zig-pro­gres­siv an­ge­hauch­te und trotz­dem im­mer lo­cker groo­ven­de Va­ri­an­te des klas­si­schen D.C.-Postcore. Wer et­was Geld spa­ren will, kauft (den Down­load) am bes­ten im La­bel-ei­ge­nen Shop ein.
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Adam Widener - Vesuvio Nights

Adam Widener
Adam Wi­de­ner dürf­te vor al­lem als Bas­sist der in­zwi­schen auf­ge­lös­ten Ga­ra­gen­ro­cker Ba­re Wires be­kannt sein. Aus de­ren lan­gem Schat­ten tritt er jetzt aber her­aus mit ei­ner her­vor­ra­gen­den So­lo­plat­te, voll mit Re­tro-Pop­pi­gen Hooks und trei­ben­dem Rock'n Roll ir­gend­wo im Grenz­ge­biet zwi­schen 77er Punk, Power­pop und Ga­ra­gen­rock.
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Guerilla Toss - Gay Disco

guerilla tossHüb­sche Saue­rei, was die Bo­stoner Gue­ril­la Toss da auf ih­rer neu­en EP ver­an­stal­ten. Auch wenn ge­ra­de kein wirk­li­cher Man­gel an Bands herrscht, die mit Pos­tunk-, New- und No Wa­ve-Ver­satz­stü­cken ar­bei­ten, das meis­te da­von klingt doch eher nach ei­ner aus­ge­lutsch­ten The Pop Group- oder Gang Of Four-Ge­denk­ver­an­stal­tung. Gue­ril­la Toss brin­gen nun ei­nen un­ge­ahn­ten Spaß­fak­tor zu­rück in das sonst so bier­erns­te Gen­re. Und sie Ro­cken. Und Groo­ven. Der gan­ze Wahn­sinn, der Noi­se und die Schrill- und Schräg­hei­ten die­nen da­zu den Groo­ve zu kon­tern, nicht ihn zu zer­stö­ren. Und an­ders als vie­le ähn­li­che Bands klingt das über­haupt nicht nach Re­tro-Mu­cke son­dern wirkt durch und durch in der Ge­gen­wart ver­an­kert. Kurz ge­sagt: Die ers­te Post­punk-Ver­öf­fent­li­chung seit lan­gem, die nicht ir­gend­wie ein biss­chen über­flüs­sig wirkt, und die dem et­was tot­ge­spiel­ten Gen­re wie­der et­was Le­ben ein­zu­hau­chen ver­mag. Über­haut nicht schwul, das.
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T54 - In Brush Park

T54
Schon wie­der so ei­ne gei­le Band aus Neu­see­land, schon wie­der auf Fly­ing Nun Re­cords. Was tun sich die Neu­see­län­der ei­gent­lich mor­gens in den Tee, dass dort schein­bar je­der un­ter sech­zig in so drei bis fünf Bands spielt von de­nen die meis­ten auch noch rich­tig gut sind? Wie­der ein­mal war­mer, me­lo­di­scher In­die Rock, der mal trei­bend und laut, mal ent­spannt-ver­träumt da­her­kommt.
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Dot Dash - Half-Remembered Dream

Dot Dash
Das Trio aus Wa­shing­ton be­zeich­net sein Schaf­fen selbst als Post-Punk-Pop. Das ist aber eher ir­re­füh­rend, denn we­der mit Punk noch mit der ol­len Post hat das viel zu tun. Statt­des­sen be­geis­tern sie auf Half-Re­mem­be­red Dream mit schram­me­li­gem, C86-be­ein­fluss­tem Power­pop, des­sen Wur­zeln klar in den spä­ten 80ern/​frühen 90ern zu ver­or­ten sind. Teena­ge Fan­club könn­te ich da als Ver­gleich an­bie­ten oder The Wed­ding Pre­sent. Oder ak­tu­ell ei­ne we­ni­ger lau­te Ver­si­on von The Pains Of Being Pu­re At He­art.
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Sealion - Kenneth

kenneth
Son­ni­ger Surf­punk à la Wav­ves aus Dal­las, Te­xas. Manch­mal scheint ei­ne Crys­tal Stilts-ar­ti­ge Me­lan­cho­lie durch und ei­nen leich­ten Pi­xies-Ein­schlag mei­ne ich auch wahr­zu­neh­men. Schön, das.
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Soupcans - Parasite Brain

Soupcans
Ihr letzt­jäh­ri­ges Al­bum Good Fee­lings war ei­ne der bes­ten er­bar­mungs­lo­sen Noi­se-At­ta­cken in ei­nem an er­bar­mungs­lo­sen Noi­se­at­ta­cken nicht all­zu ar­men Jahr. Jetzt legt die Band aus To­ron­to noch­mal ei­ne EP nach. Die Marsch­rich­tung bleibt die glei­che, ga­ra­gi­ger Noi­se­punk für Men­schen mit er­le­se­nem Ge­schmack.
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Dead Wives - Buzzy Fuzzy

Dead WivesIn­ter­es­san­te Band aus New Ha­ven, Con­nec­ti­cut; Sän­ger und Gi­tar­rist Mi­ke Fal­co­ne ist der­zeit wohl be­kann­ter als Drum­mer von Spee­dy Oritz, die der­zeit ja ziem­lich durch die De­cke ge­hen. Ge­fällt mir sein al­tes "Ne­ben­pro­jekt" aber deut­lich bes­ser. Das in bes­ter (al­so schlech­tes­ter) De­mo-Qua­li­tät auf­ge­nom­me­ne mi­ni-Al­bum os­zil­liert ir­gend­wo zwi­schen früh­neun­zi­ger In­die­rock à la Se­bad­oh oder Gui­ded By Voices, schreckt aber auch vor an ganz frü­he Hel­met er­in­nern­dem Noi­se­rock nicht zu­rück. Zum Schluss gibt's dann zwei Co­ver­ver­sio­nen von Ween und (*hust*) Ni­cki Mi­naj, das Re­sul­tat ist aber halb so schlimm.
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ThE SAd - dEmo eP

CD_Cover_front
Zwei Spa­cken aus Al­zey spie­len ei­ne et­was ver­schol­len ge­glaub­te, vom bö­sen G-Wort ge­präg­te Form des 90er Al­ter­na­ti­ve Rock, an die man sich dank der Ni­ckel­ba­cki­sie­rung des be­sag­ten Gen­res auch kaum noch ern­in­nert. An­ge­neh­mer Flash­back und ein gu­ter Rea­li­tätscheck für die Jun­ge In­die-Ge­nera­ti­on. Macht bit­te al­le mal wie­der mal rich­ti­gen Krach, ja?
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