Needles//Pins – Good Night, Tomorrow

Mit ihrem dritten Langspieler treffen Needles//Pins aus Vancouver für meinen Geschmack zum ersten mal so richtig den Nagel auf den Kopf. Klassische Jawbreaker-Schule trifft hier auf die stadionkompatiblen Hymnen und Americana-Einflüsse von Beach Slang und ähnlichem Zeug; außerdem auf die rohe Emotionalität von alten Leatherface, Samiam oder Hot Water Music. Die geballte Songpower der Replacements. Das ist natürlich alles andere als neu und unzählige Bands versuchen sich daran. Aber Needles//Pins zeigen hier in zwölf tadellosen Songs ganz eindrucksvoll, wie man sowas richtig macht.



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Traumatológia – Traumatológia

Hinter dem Projekt Traumatológia verbirgt sich der Solokünstler Zoltán Sindhu. So wie der sich zwischen den Welten von New York und Budapest bewegt, bewegt sich ebenso auch die Musik auf seiner Debüt-EP zwischen den Welten von Noise, Ambient, Psychedelic, Industrial, Drone und Dreampop plus einem Hauch von Shoegaze und Postrock. Diese vielfältigen Einflüsse vermengen sich darauf zu einer durch und unwirklichen, albtraumhaften Atmosphäre.


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Nots – Cruel Friend / Violence 7″

Neue EP der Band aus Memphis, wie gewohnt auf Goner Records. Cruel Friend stürmt mal wieder ganz ohne Umschweife vorwärts mit dieser unverwechselbaren Melange aus Postpunk, Noise und Garage, mit der diese Band mich schon seit jeher zu begeistern wusste. Ebenfalls sehr überzeugend ist die B-Seite Violence, die mit ihrem vergleichsweise schleppendem Tempo eine ausgesprochen düstere Stimmung versprüht.

Small Black Reptile – Find My Arm

Sehr schöne digitale Debüt-Single einer Band aus Baltimore. Track Nummer eins ist absolut tadellos ausgeführter, fuzzlastiger Indierock und Noisepop. Nicht weniger überzeugend ist die B-Seite (nennt man das noch so, bei digitalen Files?) mit ihrem wunderbar vernebelten Dream-/Shoegaze Pop.

Meager – Return To Sender

Die kalifornische Band legt hier ihr zweites und abermals ganz ausgezeichnetes Kurzspieltape auf Smoking Room vor. Zu hören gibt’s Noisegeladenen Postpunk mit Passagen von Sonic Youth-mäßigem Geschrammel, deren typischem Spiel mit Melodie und Dissonanz. Darüber hinaus sind Stilelemente dabei, die mich unter anderem an den Proto-Postcore früher Saccharine Trust erinnern.



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Radioactivity – Infected / Sleep 7″

Das neue Lost Balloons Album ist noch kaum verarbeitet, da gibt es auch schon wieder neues Material von Jeff Burke mit seinem derzeitigen Hauptprojekt Radioactivity zu zu vermelden. “Neu” ist dabei aber relativ zu verstehen, denn die zwei Songs der 7″ hat Burke bereits im Jahr 2011 geschrieben, als er gerade in Japan wohnte und unter dem unmittelbaren Eindruck des Tōhoku-Erdbebens stand. (Die Zeit in Japan hat er übrigens auch nicht tatenlos verbracht…) Beide Songs gehören mühelos zum stärksten Material im eh schon grandiosen Katalog dieser Band.

Wild Wing – Doomed II Repeat

Auf der Aktuellen EP dieser Band aus Los Angeles gibt’s recht wandlungsfähigen Garagerock/-punk aufs Gehör, der unter anderem mal etwas an Ausmuteants erinnert, manchmal, in den melodischeren Momenten, auch an The Woolen Men.


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Dancehall – Virgin 7″

Die Londoner führen auf ihrer aktuellen 7″ konsequent weiter, was sie schon auf ihrer letztjährigen Vs & Gs 7″ verbrochen haben: Melodischen Indierock der klingt als wäre er in den frühen Nullerjahren hängengeblieben, mit postpunkigen Untertönen und gelegentlichen Noise-Eruptionen. Falsche Zeit (10-15 Jahre zu spät), falscher Ort (ziemlich weit weg von New York). Und genau das macht die Sache doch recht sympathisch.


Nice Guys & Black Beach – Split 7″

Auf dieser schicken Splitscheibe versammeln sich zwei Bands aus Boston und Middleboro, Massachusetts, die sich beide irgendwie in Spannungsfeld von Noise Rock und Postpunk bewegen. Gerade Nice Guys, die mich bisher nie so wirklich zu begeistern vermochten, liefern hier ihr bis dato stärkstes Material ab, in Form von vier kurzen, zupackenden Song-Fragmenten.


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Latreenagers – Latreenagers

Auf ihrer Debüt-EP präsentiet diese Band aus Melbourne eine fluffige Rock’n’Roll-Mixtur mit Elementen aus Garage und Psychedelic, vorangetrieben von kräftigen Grooves aus der Postpunk-Grabbelkiste.

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