Impulso – Impulso

Diese Band aus Trient, Italien spielt Hardcorepunk ganz nach meinem Herzen. Stockdüster und ungewaschen, mit einem Frontmann, der reale Wut und Unbehagen kanalisiert anstelle des vor lauter Testosteron glitschig gewordenen Dicke-Eier-Gehabes, das große Teile des Genres ja leider immer noch definiert. Ich fühle mich sehr positiv an Bands wie Sesso Violento oder Dauðyflin erinnert.

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The Cowboy – The Cowboy Album

The Cowboy kommen aus Cleveland und bestehen aus Mitgliedern von Homostupids und Pleasure Leftists. Das verspricht ja schon von vorneherein gut zu werden und das Ergebnis löst das Versprechen auch ganz problemlos ein. Das ist schön druckvoller aber auch ordentlich verschrobener Garagepunk mit subtilen, dissonanten Noise-Texturen, der hin und wieder an Bands wie Uranium Club, Beast Fiend, Ex Cult oder Advlts erinnert.



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C57BL/6 – Cell Degenerate

Einen absolut tadellosen Mix aus Garage- und Synth-/Elektropunk gibt’s auf der zweiten EP der Labormäuse aus Los Angeles zu bewundern. Ausmuteants treffen auf elektrifizierte Garagenbands wie etwa S.B.F., Race Car oder Process Of Elimination und etwas krudere Verwandtschaft á la Droids Blood und Wonder Bread. Geht klar, das.


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Honey – Demo

Nicht verwechseln mit der gleichamigen New Yorker Garagenband, deren neues Album bald auf Wharf Cat erscheint. Nee, diese Band kommt aus dem kanadischen Winnipeg und auf ihrem Demo geht es ein ganzes Stück roher und rudimentärer zu mit einem Sound, der zur einen Hälfte aus Garage Punk, zur anderen aus sehr oldschooligem Hardcore-Gedöns besteht.


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Reality Group – Dog Fries Mouse Hat

Nach einem äußerst appetitanregenden Demo im letztem Herbst legen Reality Group aus Winnipeg, Kanada jetzt eine neue EP nach, die locker das beachtliche Qualitätsniveau des Demos fortsetzt. Zu hören gibt’s fünf weitere Garagepunk-Perlen mit Spuren von Postpunk und ein paar kleinen Überraschungen. Das macht auf den ersten Blick lediglich den Eindruck von solider Hausmannskost. Die Grundzutaten sind altbekannt. Hat man aber erst mal angebissen, entfaltet sich eine unerwartete Geschmacksexplosion.


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Andy Human and the Reptoids – Refrigerator 7″ / Sarcastic 7″


Nicht nur haben die Punks aus Oakland eine neue 7″ auf Total Punk raus. Auch ein weiterer Kurzspieler, der letztes Jahr auf Goodbye Boozy Records erschien, ist jetzt endlich via Bandcamp digital zu bekommen. Und zwar beide zu ziemlichen Schweinepreisen. Das muss so einfach mal gesagt werden. Nicht das erste mal in letzter Zeit. Wird das jetzt normal auf Bandcamp?
Naja, jedenfalls liefern sie hier die gewohnt hohe Qualität ab mit ihrem straighten Rock’n’Roll, der konstant auf der Schwelle zwischen Garage- und Postpunk balanciert und auch etwas 77er Spirit versprüht.


Midwives – No

Das zweite und letzte Album der Band aus Milwaukee. Das Ganze kommt etwas runder rüber als auf dem schon sehr schicken Vorgänger, musikalisch handelt es sich aber nach wie vor um einen recht fragmentierten Bastard, die sich irgendwo zwischen den Stühlen von Postcore, Noiserock, Garage- und Hardcorepunk austobt.



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Sick Horse – Good Body Feeling

Das Debütalbum dieser Berliner Band zieht mich sofort auf seine Seite mit unverschämt abgehendem Garage Punk und einem gelegentlich etwas postpunkigen Unterton. Das ganze erinnert mich an Bands wie Uranium Club, Ausmuteants, Ex-Cult oder The UV Race.



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Noseholes – Noseholes

Die Debüt-EP der Hamburger Band kommt mit recht krudem, No Wave-infiziertem Postpunk daher. Der ist sich scheinbar noch etwas unsicher, was er mal werden will, wenn er groß ist. Das tut dem verschrobenen Charme dieser Platte aber keinen Abbruch, die zuerst vergleichsweise quirlig groovende Vibes versprüht, dann in zunehmend experimentelle Gewässer abdriftet. Besonders letzteres gefällt mir ausgesprochen gut.


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Couch Slut – Contempt

Mit ihrem zweiten Album liefert die Band aus New York einen schwerverdaulichen Brocken Lärm ab, der vielleicht etwas aus dem gewohnten Spektrum dieses Blogs herausfällt, nichtsdestotrotz Gehör finden sollte mit seiner Verschmelzung von Noise Rock, Thrash-/Doom-Metal und Postcore. Schmerzhaft ist das, und dabei ziehe ich noch gar nicht mal die mit Sicherheit verstörenden Lyrics von Sängerin Megan Osztrosits in Betracht, die hier so tief im Mix vergraben sind, dass ich bestenfalls ein paar Wortfetzen ausmachen kann (der digitale Release, Bandcamp, etc. liefert leider keine Texte mit). Vielleicht will man’s auch gar nicht so genau wissen. Aber eins weiß ich: Diese Dreiviertelstunde Musik gehört zu den kathartischsten und ungemütlichsten Machwerken, die wir dieses Jahr zu hören bekommen.


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