Volar Records Compilations

Volar Records Compilations
Volar Records haben gleich drei inter­es­sante Com­pi­la­ti­ons im Pro­gramm. Die bei­den Comps "Strange Muta­ti­ons" Vol. 1+2 ver­sam­meln eini­ger der auf dem Label aus San Diego erschie­ne­nen 7"s in digi­ta­ler Form. "6x2x12" ent­hält dann sechs wei­tere exklu­sive Tracks, unter ande­rem diese uner­war­tet geile Cover­ver­sion des abge­fuck­ten King of Schlock.

Sti­lis­tisch setzt es über­wie­gend Post­punk der mehr oder weni­ger gara­gig-kru­den Art, aber auch ein paar melo­di­schere Momente von Auda­city und Big Eyes kom­men vor. Diese Stil­mi­schung ist wie gemacht für Kurz­wei­lige 7"s und EPs, auf Alb­um­länge mit den übli­chen Fül­lern ist mir das dann doch meis­tens etwas zu viel. Gerade des­halb ist das für mich hier so eine wil­kom­mene Ver­öf­fent­li­chung, in der ver­dich­te­ten Form von Com­pi­la­ti­ons. (mehr …)

Cousins - Bathhouse

Cousins - Bathhouse

Die Platte ist schon vor ein paar Mona­ten erschie­nen, bin aber erst jetzt dar­auf gesto­ßen. Groß­ar­tige Band aus Mil­wau­kee. Spie­len eine Mischung aus Noi­se­rock und Shoegaze, mit genü­gend Dreck unter den Fin­ger­nä­geln um nicht in die gefäl­lige Seich­tig­keit zu ver­fal­len die mir in letz­ter Zeit den Spaß an gen­re­mä­ßig ver­wand­ten Bands doch sehr ver­dirbt. So macht's wie­der Laune!
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Psychic Blood - Nightmare Beaches

Psychic Blood - Nightmare BeachesDiese junge Noi­se­punk-Band aus Holyoke hat bereits ein paar EP- und Tape releases auf'm Buckel, so rich­tig auf­merk­sam wurde ich aber erst mit ihrer neu­es­ten EP. Das ist noi­si­ger Post­punk in Best­form. Schön druck­voll und dre­ckig, bewe­gen sich die fünf Songs immer gekonnt im Span­nungs­feld aus Melo­die und Dis­so­nanz.
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Gap Dream - Shine Your Light

Gap Dream -  Shine Your Light
Die Jungs von Bur­ger Records ver­die­nen 'ne Ehren­medal­lie dafür, dass sie diese Platte mög­lich gemacht haben. Nach dem bereits ein paar Wel­len schla­gen­den, mei­nes Erach­tens aber noch ziem­lich unaus­ge­reif­ten Debut­al­bum, so die Geschichte, sol­len sie dem abge­brann­ten Gabriel Ful­vimar aka Gap Dream ein­ge­la­den haben doch gleich bei ihnen zu woh­nen und sogar kom­plett neues Equip­ment sol­len sie ihm besorgt haben, damit er an der neuen Platte arbei­ten konnte. Viel ver­trauen wurde also da rein gesteckt, mehr Risiko als man von einem klei­nen Nischen­la­bel in finan­zi­ell kar­gen Zei­ten wie die­sen erwar­ten würde. Und es hat sich voll aus­ge­zahlt. Mit "Shine Your Light" legt Ful­vimar eines der über­zeu­gends­ten Psych-/ Gara­gen­pop-Alben der Gegen­wart ab.

Nor­mal schalte ich ja sofort ab, wenn ich den Wort­zu­satz "-pop" in Ver­bin­dung mit einem von mir durch­aus geschätz­ten Genre ver­nehme. Aber das hier ist keine glatt­ge­bü­gelte Trend­hips­ter-scheiße. Die Songs reso­nie­ren emo­tio­nal, und auch wenn das ganze sich mal rich­tig käsig zu sein traut - etwa die kit­schi­gen Synth-Fan­fa­ren in "Shine Your Love" - wird das ganze so glaub­wür­dig durch die düs­te­ren Lyrics gekon­tert, dass sich nie­mals Übe­zu­cke­rungs­er­schei­nun­gen ein­stel­len. Umso erstaun­li­cher ange­sichts der Tat­sa­che, dass hier die Gitar­ren größ­ten­teils abge­schafft wur­den. Statt­des­sen hat Gabriel Ful­vimar einen dich­ten, manch­mal tanz­ba­ren Sound reich an Vin­tage-Syn­ths und -orgeln geschaf­fen der immer orga­nisch und zu kei­nem Zeit­punkt seicht oder belie­big klingt.

Digi­tal ist das teil schon käuf­lich zu erwer­ben. Wer's unbe­dingt als LP oder CD haben will (wie von Bur­ger gewohnt gibt's auch Kaset­ten für die ganz bedep­per­ten Kin­der mit zu viel Taschen­geld) muss sich noch 'n paar Tage gedul­den.
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Turbo Lightning - Faster Than Light

Turbo Lightning - Faster Than Light
Aus den Scher­ben der alten Noi­sero­cker Mae Shi her­vor­ge­ge­gan­gen sind Turbo Light­ning aus Los Ange­les. Auf ihrer kürz­lich erschie­ne­nen ers­ten EP "Fas­ter than Light" über­zeu­gen sie mit einer etwa zehn Jahre ver­spä­tet wir­ken­den Art von Indie Rock, die man so unver­wäs­sert schon län­ger nicht mehr gehört hat. Trotz aller Eupho­rie und Melo­diö­si­tät  die die­sen Songs inne­wohnt, drif­tet die Platte nie in seichte Belie­big­keit ab, dafür sor­gen gekonn­tes Song­wri­ting und die leicht kan­ti­gen, rhyth­misch wohl vom 90er Dischord-Sound beein­fluss­ten Arran­ge­ments.
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Tiger! Shit! Tiger! Tiger! - Forever Young

Tiger! Shit! Tiger! Tiger! - Forever Young

*PLOPP* Es werde Blog.
Und den Auf­takt macht mal eine Band aus Ita­lien, die noi­sig-melo­di­schen Post­punk spielt, mit ein­deu­ti­gem Surf- und Shoegaze ein­schlag und ange­nehm dre­ckig pro­du­ziert. Zuge­ge­ben, nicht gerade die ori­gi­nells­ten Ein­flüsse im Jahr 2013, aber inner­halb des Gen­res gehört's zum bes­ten was ich in letz­ter Zeit gehört hab und ist gar nicht zu ver­glei­chen mit dem gan­zen halb­ga­ren Schmod­der der sonst aus die­ser Ecke so durch die Blogs gejagt wird.
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