Speck – Dead Air Sessions 2019

Speck aus Los Angeles stachen schon auf ihrer ersten EP Psycho Babble im letzten Jahr deutlich aus der Masse heraus, indem sie ihren Postpunk - der damals vielleicht ein bisschen an Bruised erinnerte - mit einem für's Genre eher ungewohnten psychedelischen Unterton anreicherten. Davon ist auf der neuesten EP nicht mehr viel zu vernehmen. Stattdessen hat ihre Musik seitdem eine satte Ladung Hardcore-Kawumms und Noise in sich aufgesogen, was in dieser Kombination ein bisschen an Anxiety oder Acrylics erinnern mag, und will sich auch sonst nicht allzu sklavisch an etablierte Genre-Strickmuster halten. Spannende Band.

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Bizzit – Lost In Space

Diese EP von einer Band aus Padang, Indonesien transportiert Garage Punk der schön fluffig-kruden Sorte, der unter anderem sicher auch Genießern von Erik Nervous, R.M.F.C. oder New Berlin gut in den Kram passt.

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Urin – Incydent

Der neueste Output auf ETT kommt aus Berlin und hat mal wieder ein paar Mitstreiter transkontinental einschlägiger Namen wie etwa Vexx, Cuntroaches, G.L.O.S.S. mit von der Partie. Ihre Debüt-EP liefert nach einem schon ausgesprochen unentspannten Demo eine einzige Reizüberflutung an derbe grobmotorischem Hardcore der Marke Kopfschuss. Platsch!

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Security Guard – Five Musical Journeys To Improve Social Skills And Productivity

Schick rumpelndes Zeug von einer Band aus Vancouver. Was einem da auf ihrer ersten EP entgegengeplärrt kommt riecht stark nach einer Verschmelzung von zeitgenössischem Garage Punk mit ultraklassischem DC-Hardcore, ziemlich genau auf halber Strecke zwischen Minor Threat und Gray Matter.

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Dumb – Club Nites

Das wievielte Album dieser Band aus Vancouver das ist hängt stark davon ab, wie lange eine Platte laufen muss um für dich als Album zu gelten. Ich sach einfach mal das ist ihr viertes. Jedenfalls bleibt ihr Garage Punk auch mit dem neuesten Wurf über weite Strecken in etwa so abgehangen und relaxt wie er werden darf, ohne auch mich einschläfernd zu wirken. Wie gehabt fühle ich mich dabei abwechselnd mal positiv an Sauna Youth, UV Race, Shark Toys, Frühe Parquet Courts oder Uranium Club erinnert.

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Omino – Omino N°2

Selten poste ich hier Platten die schon zwei, drei Jahre auf dem Buckel haben, aber bei dieser Band aus dem italienischen Kaff Concamarise kann ich nicht anders als mal 'ne Ausnahme zu machen und hab dazu auch nicht viel mehr beizutragen außer dass ihr roher und eigenwilliger Noise Rock vom Anfang bis zum Ende ihrer zweiten EP maximal und perfekt abgefuckt klingt. Whoa...

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Imposition Man – Imposition Man

Neue EP der Postpunk-Formation zwischen den Welten von Graz und Berlin! Die wurde dort aufgenommen wo coole Bands in Berlin halt derzeit ihre Platten aufzunehmen pflegen und auch wenn Big Black meets Diät nach wie vor als eine ganz brauchbare Umschreibung ihrer Musik erscheint, würde ich dem nun gelegentlich auch eine Spur von Criminal Code, vielleicht auch etwas Wymyns Prysyn oder deren Nachfolger Uniform (Nein, nicht die Uniform. Die anderen.) unterstellen, wobei ich ebenso erwähnen muss dass ihre Songs und ihr Sound ein ganzes Stück ausformulierter und kompakter geworden sind. Und das liegt nicht nur an der knackigeren Produktion, auch wenn die natürlich ihr übriges dazu beiträgt.

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The Pornography Glows – The Pornography Glows

Der wunderbar ungeschliffene Garage Punk, den die Pornography Glows aus Chicago auf ihrem Debüt-Zwölfzöller vom Stapel lassen hat so einen ganz speziellen KBD-Vibe, der ab und an mal fast so klingt als träfen frühe Gun Club auf alten Westküsten-Punk aus ungefähr der gleichen Ära.

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Seablite – Grass Stains and Novocaine

Hier ist auch gleich schon die zweite Hammerveröffentlichung, die vergangenes Wochenende zeitgleich mit den Neutrals auf Emotional Response erschienen ist. Seablite kommen aus der Gentrifizierungshölle von San Francisco und begeistern auf ihrem ersten Langspieler mit melodischem Zeug irgendwo zwischen Noise Pop, oldschooligem Shoegaze, Dream- und Schrammelpop, der mit großer Sicherheit einiges aus den C86- und Sarah Records-Ären in sich aufgesogen hat. Mit einem ordentlichen Drive und tadellosem Songwriting treffen Seablite durchgehend ins Schwarze zu einem Sound, der zwar verträumt aber - anders als so viele andere Bands dieses Genrespektrums - niemals schläfrig ist.

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The Baby – Winter Tape

BASF Type 1, no dubley. The Baby aus Sydney scheinen zu wissen gut ist. Ihr kruder Post Punk zum Beispiel ist große Kunst und kommt für mein Verständnis in etwa so rüber als wären Tyvek und The UV Race mit The Membranes, frühen The Fall und 80er Half Japanese gekreuzt worden.

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