Pork Belly – Jinx & Chew

Vielversprechend und macht Spaß, diese erste digitale Single einer Band aus San Francisco. Post- und Art Punk von dieser etwas schrägen und verspielten Machart, die etwa bei Freunden von Patti, Rolex, Reality Group oder Emergency Contact sicher auf Zustimmung stoßen wird.

Mini Skirt – Casino

Bereits mit einer Handvoll starker EPs aufgefallen, haben Mini Skirt aus Byron Bay, Australien jetzt ihr Langspieldebüt abgeliefert. Natürlich haben sie auch hier wieder ein paar Hühner zu rupfen, was sich in einigen ihrer angepisstesten Lyrics Bahn bricht, während auf musikalischer Seite wieder alles am Start ist, was man auf den EPs liebgewonnen hat, vielleicht sogar ein bischen mehr als das... Garage Punk und Pub Rock mit gewissen Ahnlichkeiten zu Dumb Punts, Pist Idiots oder WOD, der sein vergleichsweise relaxtes Tempo mit einer eindringlchem Performance ausgleicht, dabei dieses mal sogar zögerlich seine stilistische Palette um vereinzelte Momente von melodischem Spätachtziger/Frühneunziger-Indie Rock ergänzt.

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Moth – Machine Nation

Moth aus Melbourne hatten vor geraumer Zeit bereits ein ganz ordentliches Demo raus, aber ihre erste EP ist da mal um einiges besser. Mal ganz unromantisch ausgedrückt ist das recht typisches Garage- und Synthpunk-Gedöns wie man es in der Gegenwart gewohnt ist... aber andererseits auch durchweg kompetent, mit reichlich viel Punch und einem leichten psychedelischen Touch. Ansonsten gehen sie weitgehend nach etabliertem Useless Eaters-, Pow!-, Ex-Cult-, oder Flat Worms-Rezept vor. Da kann man ja auch nicht viel falsch machen.

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Sweet Reaper – Closer Still

Auf Album Nummer drei nehmen die Garagenpunks aus Ventura, California die Fäden genau da wieder auf, wo sie selbige vor grob zwei Jahren liegen gelassen haben. Eine weitere starke Ladung von bittersüßen, melodischen Bangern mit einer Spur von Wipers und nicht ganz fernab aktueller Acts wie Cheap Whine, Radioactivity, Red Dons oder Dadar.

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Nag – Dead Deer

Nag aus Atlanta zeigen schon etwas länger Präsenz im gegenwärtigen Postpunk-Umfeld, weshalb ich auch etwas verwundert bin, dass sie erst jetzt ihren ersten Langspieler vorgelegt haben. Die Überraschungen sind damit aber noch nicht alle vom Tisch. Waren sie bisher immer ein bisschen die Bad Boys des Genres - immer etwas ungekämmter und roher zugange als die meisten ihrer Mitstreiter - bekommen wir sie hier mal in einem vergleichsweise HiFi-mäßigen Klangbild zu hören. Mit so ein, zwei weniger Schichten aus Noise und Fuzz wird der Blick frei auf einen geschärften rhythmischen Fokus und eine breitere Palette an Stilmitteln, die Vergleiche zu so Hausnummern wie Negative Space, Rank/Xerox, Pretty Hurts, Diät, Knowso, Bruised oder Exit Group nahe legen.

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Future – Demo

Na das ist ja mal 'ne ordentliche Wucht, was mir diese vermutlich polnische Band entgegen schmettert. Zu gleichen Teilen Hardcore- und Garage Punk, vorzüglich angetrieben von ultra-simplen Schlagwerk, das den Texturen aus der Saitenquäler-Abteilung den nötigen Raum lässt, sich auszubreiten. So etwas ähnliches hat man in der Vergangenheit vielleicht von Bands wie Leche, Murderer, Yambag, Lux zu hören bekommen... oder vielleicht verbirgt sich dazwischen sogar noch eine Spur von Wymyns Prysyn.

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All Hits – Men And Their Work

Die zweite EP/Mini-LP dieses Trios aus Portland liefert acht mal Nachschub an ordentlich knallender Garagenkopfwäsche, die durchweg dem Iron Lung-Qualitätssiegel gerecht wird und abwechselnd mal an Sauna Youth, Ex Cult, Teenanger erinnern kann... ergänzt um einen leichten '77er Vibe wie man ihn z.B. bei Amyl and the Sniffers gewiss richtig vermuten würde.

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F.E.I.D.L. – F.E.I.D.L.

Ein deutsches und ein österreichisches Qualitätslabel haben gemeinsam einen weiteren kurzen Knaller für anspruchsvolle Garagenkenner auf Lager, fabriziert von ein paar Wiener Figuren die es ziemlich gut raus haben, wie man synchron seine Instrumente zur richtigen Zeit, auf die richtige Art an den richtigen Stellen und in der passenden Intensität anfasst, woraufhin diese eine Geräuschtapete absondern, die meinen Ohren gut tut.

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Permanent Collection – Nothing Good Is Normal

Damit hatte ich nicht gerechnet... Satte sieben Jahre nach seiner letzten EP reaktiviert Jason Hendardy aka Permanent Collection aus Oakland sein altes Musikprojekt und liefert ein tadelloses neues Album ab, das - trotz des etwas fatalistisch anmutenden Titels - eine gewisse Abkehr von der klanglichen Trübsal seiner Vorgänger darstellt. Der düstere Post Punk tritt deutlich in den Hintergrund und die melodischen Tendenzen zwischen Noise Pop und Shoegaze geraten ins Spotlight - eine durchweg spaßige Fahrt mit hohem Energielevel. Wenn du dir jemals gewünscht hast, Bands wie A Place To Bury Strangers oder Ceremony (VA) würden weniger Zeit mit abspacen verbringen und stattdessen direkt zur Sache kommen, dann ist das hier die Platte für dich.

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Tony Dork – Struggle Street

Hier noch ein bisschen schnörkelloser, popoverdreschender, hüftschwingender, geradeausrockender Garage Punk von einer Bend aus Melbourne, deren Krawall ein bisschen wirkt wie eine Kreuzzüchtung aus Mini Skirt und frühen Teenanger, vielleicht noch ein bisschen Obits. Das Resultat bekommt dann eine akzeptabel geringe Menge an Oi! gefüttert, außerdem ein bisschen früh-80er US Westküstenpunk, vielleicht sogar ein paar Spurenelemente von Crass. Das ausgewachsene Biest könnte dann in etwa so klingen wie das, was Tony Dork hier veranstalten und ich finde das Ergebnis ist ganz prächtig ausgefallen.

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