Print Head – Happyhappy

Whoa, was für ein wunderbar schräger Brocken von LoFi-mäßigem DIY-Rumgeschwurbel in den Grauzonen von Post Punk und Garage Rock, diese Digitalveröffentlichung einer undefinierten Person(en) aus Hicksville, New York. Klingt ein bisschen so als ob eine besonders krude Inkarnation der Woolen Men gemeinsame Sache mit Half Japanese und The UV Race macht. Einfach entzückend!

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Liquid Face – Crumbling Structure

Qualitätsware von Goodbye Boozy Records mal wieder, wie gewohnt. Liquid Face ist ein Projekt von Cal Donald, der außerdem auch bei Draggs seine Finger drin hat, wobei die Klänge dieser 7″ noch ein Stück verspielter daher kommen als der bisherige Output genannter Band. Synth-/Garage Punk mit gewissen Parallelen zu C57BL/6, Stalins Of Sound, Puff! oder was auch immer Cruz Somers gerade auf uns loslässt (S.B.F., Race Car, etc…). Was die australische Szene im speziellen angeht, würde das auch im Katalog von Warttman Inc. eine gute Figur machen.

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Mr. Teenage – Automatic Love

Diese Debüt-7″ einer Band aus Melbourne trifft gleich beim ersten Versuch mitten ins Schwarze und lässt ein über alle Zweifel erhabenes Powerpop-Spektakel mit Garagenantrieb von der Leine. Klares Pflichtprogramm z.B. für Bewunderer von Bad Sports oder Tommy And The Commies.

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Septic Yanks – Septic Yanks

Ein weiterer feuchter und modrig riechender Batzen aus hochkontaminösem Punkscheiß, zu gleichen Teilen Garage Punk, KBD-mäßige Schweinerei und Hardcorepunk der sehr alten Schule. Nicht ganz unähnlich zu Liquid Assets, Fried E/M oder Launcher.

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The Celetoids – Optic Nerve

Wo mir ihre Pupal Stage EP von 2017 noch etwas halbgar rüber kam, verfeinert das neueste Tape der kroatischen Punks (mit Mitgliedern von Modern Delusion an Bord) ihren Sound zu einem deutlich konsistenteren Genuss, der ausgehend von geradeaus rockendem Punkzeug mal etwas in Richtung des KBD-inspirierten Garage Punks von Launcher oder Freakees tendiert, noch häufiger aber eine Scheibe Käse bei melodischen, Postpunk-affinen Gruppen wie etwa Red Dons, Xetas, Anxious Living oder frühen The Estranged abschneidet.

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Super-X – Super-X

Nach einer starken EP im Jahr 2017, liefern Super-X aus Melbourne jetzt ihr Langspieldebüt ab, das erneut aus allen Nähten platzt angesichts einer ungemein abgespaceten Wucht. Klassische Stooges-Energie kollidiert hier mit psychedelischem Feuerwerk á la frühe Telescopes, einer unerwartet kräftigen Dosis Post Punk und einer Spur MX-80. Dabei bleiben sie über die gesamte Strecke spannend und so vielseitig, dass sich mitunter doch sehr unterschiedliche Bands wie Public Eye, Writhing Squares, Destruction Unit, Faux Ferocious, Bailterspace, The Cowboy oder The Men in ihrer Open Your Heart-Ära als Vergleiche anbieten.

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Kaleidoscope – Decolonization // Straw Man Army – Age Of Exile

Zwei neue Lärmartefakte aus New Yorks ausgezeichneter Schmiede D4MT Labs. Erstmal wäre da eine neue LP der genialen Hard-/Postcore-Naturgewalt Kaleidoscope, auf der sie geringfügig simpler und geradliniger rüberkommen als auf ihrem unglaublichen Langspieldebüt im letzten Jahr, aber nach wie vor absolut treffsicher, inspiriert und verspielt.
Ähnliches kann man auch dem Album von Straw Man Army bescheinigen. Definitive Infos über das Duo habe ich zwar nicht, aber es dürfte sich dabei um den Kaleidoscope-Schlagwerker und noch irgendeinen anderen Typen handeln. Erwartungsgemäß wird das also mal wieder ein recht abenteuerlicher Ritt, diesmal auf den Tellerrändern des düsteren Postpunks sowohl der klassischen als auch gegenwärtigen Schule, was mal an Crass-mäßigen Minimalismus grenzt, an Wipers-Melancholie aber auch an jüngere, exzentrische Acts wie Murderer oder Wymyns Prysyn.

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Warm Red – Decades Of Breakfast

Wie es nicht anders zu erwarten war, erfreut der erste Langspieler der Band aus Atlanta mit dreißig Minuten lupenreiner Post Punk-Glückseligkeit, die mich öfter mal an einschlägige Hausnummern ihres Genres erinnert – zum Beispiel an die rigiden Rhythmen von Knowso und Nag, angereichert um die verspielten Schnörkel von Patti oder Marbled Eye. Andere halbwegs wasserdichte Vergleiche wären dann noch Bruised, Sarcasm oder Labor.

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Prison Affair – Demo II

Hm, so wie’s ausschaut habe ich seinerzeit versäumt, das erste Demo dieser Band aus Barcelona zu posten. Pfui, böser Bloggermensch. Zur Wiedergutmachung bekommt ihr dafür jetzt ihr zweites vor den Latz geknallt. Erneut ist das ein durchweg spaßiger Ritt durch quirligen DIY Garage Punk mit gewissen Ähnlichkeiten zu R.M.F.C., Dee Bee Rich, Nuts oder Erik Nervous.

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Alien Nosejob – Once Again The Present Becomes The Past

Eine weitere Platte des Muteanten Jake Robertson und seinem wandlungsfähigen Projekt Alien Nosejob. Nach der letztjährigen 7″ auf Iron Lung Records fokussiert er sich hier zum zweiten mal auf Hardcorepunk, wobei er die längere Laufzeit nutzt um das Genre dieses mal etwas gründlicher zu erforschen, was in einem ungemein spannenden, abwechslungsreichen Tonträger resultiert. Alles was Robertson hier anfasst läuft ausgesprochen rund.

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