Nuts - Living In A Vulgar Vision

Fast zwei Jah­re nach ei­nem le­cke­ren De­mo lässt so'n Clown aus Köln end­lich sei­nen ers­ten Abend­fül­len­den Ton­trä­ger auf uns los und ver­dammt, ist das er­neut ein bo­den­lo­ses Fass pu­rer Ga­ra­ge- und ***punk-Glück­se­lig­keit ge­wor­den, die sich grob in der Nach­bar­schaft üb­li­cher Ver­däch­ti­ger wie Set-Top Box, Met­dog, Pr­i­son Af­fair, Erik Ner­vous or Dee Bee Rich ver­or­ten lässt, aber die Lis­te könn­te auch noch ewig wei­ter­ge­hen.

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Final Fukker - Final Fukker

Ein frü­her An­wär­ter für die lau­tes­te Ver­öf­fent­li­chung des noch jun­gen Jah­res 2022. Die­ser Bro­cken des ma­xi­mal un­be­que­men Lärms - be­reits 2016 auf­ge­nom­men aber erst jetzt via Run­sta­te Tapes zu be­kom­men - hat mal echt das Zeug, die To­ten in Alarm­be­reit­schaft zu ver­set­zen. Das Zeug klingt so als wä­re es aus ei­ner gräss­lich trü­ben Pfüt­ze des pu­ren Un­be­ha­gens und der Ver­zweif­lung her­vor­ge­kro­chen, ein Kern aus Hard­core­punk ver­gra­ben un­ter vie­len Schich­ten von Feed­back und wei­ßem Rau­schen… aber wer ge­nau hin­hört, wird dar­in auch man­che un­er­war­te­te Me­lo­die auf­bliz­ten se­hen.

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Außerdem waren da noch…

…zwei tol­le Ver­öf­fent­li­chun­gen von Zhoop und Glands, bei de­nen Ma­nie­ren­ver­sa­gen wie so oft mal wie­der schnel­ler am Drü­cker war als ich. Ver­dammt, Ma­nie­ren­ver­sa­gen, da komm ich so nicht hin­ter­her!

Gut so, das er­spart mir et­was Ar­beit. Al­so geht da ein­fach rü­ber zu Ar­nes Me­di­en­im­pe­ri­um (was ihr selbst­re­dend eh im­mer tun soll­tet) und zieht euch da den gu­ten Stoff in die Na­se.

Self Improvement - Visible Damage

Die De­büt-LP die­ser Band aus Long Be­ach, Ka­li­for­ni­en gibt sich auf den ers­ten Blick un­auf­fäl­lig aber ent­puppt sich bei ge­naue­rem hin­hö­ren als ein ech­ter Le­cker­bis­sen für Freun­de des mi­ni­ma­lis­ti­schen, smar­ten Post Punk. Als ers­tes drän­gen sich mir da mal Li­thics als Ver­gleich auf, au­ßer­dem die Post Punk-Weir­dos Pat­ti und die Ga­ra­ge Punk-Wun­der­kin­der Ura­ni­um Club, wäh­rend Front­frau Jett Wit­challs doch tat­säch­lich ei­nen ge­wis­sen Kim Gor­don-Vi­be her­auf­be­schwört, de­ren Schaf­fen mit So­nic Youth in den Acht­zi­gern hier ins­be­son­de­re bei düs­te­ren Tracks wie z.B. Shapes als In­spi­ra­ti­on ge­dient ha­ben könn­te, eben­so wie di­ver­se Stil­blü­ten von 70er/​80er The Fall.

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Print Head - In Motion

Ei­ne wei­te­re Print Head-Ver­öf­fent­li­chung, ein wei­te­res Kraft­pa­ket aus ver­dammt ex­zen­tri­schem, chao­ti­schem und doch häu­fig un­er­war­tet me­lo­di­schem Ga­ra­ge- und Post­punk-Scheiß, der dies­mal ein biss­chen so rü­ber­kommt wie ei­ne un­wahr­schein­li­che Ver­schmel­zung aus ge­gen­wär­ti­gen Bands der va­ge eieri­gen Schu­le mit den dick­flüs­si­gen Groo­ves von UV Race und au­ßer­dem mit al­ten bri­ti­schen Acts der Sor­te Me­kons und Swell Maps.

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Milt - The Days Of Milt

Das Tape von Milt aus Mel­bourne lie­fert gleich ei­mer­wei­se Syn­th-au­gu­men­tier­ten Ga­ra­gen­punk-Spaß ab, der ir­gend­wo zwi­schen den Ori­en­tie­rungs­punk­ten von Useless Ea­ters, Sau­na Youth, Aus­mu­te­ants und Met­dog her­um­schwebt… und au­ßer­dem in un­mit­tel­ba­rer Nä­he der gan­zen mit Wart­t­man Inc. ver­ban­del­ten Rot­te.

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Slimex - Easy Money

Das letzt­jäh­ri­ge De­büt-Tape die­ser Band aus Port­land war ja schon ein durch­aus spa­ßi­ges klei­nes Din­gens, aber das hier ist ein­fach mal so viel stär­ker in je­der Hin­sicht, die Prä­sen­ta­ti­on tigh­ter, die Songs mehr auf den Punkt ge­bracht, sim­pel aber per­fekt aus­ba­lan­ciert und 100% ef­fi­zi­ent in ih­rem Mix aus Ga­ra­ge-, Syn­th- und Post Punk, wel­cher ein paar ernst­zu­neh­men­de Vi­bes á la Re­se­arch Re­ac­tor Corp., Mo­no­ne­ga­ti­ves, Ghoulies oder Warm Exit ab­strahlt.

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Insane Urge - Insane Urge

Schon wie­der ein neu­es Stuc­co-Sub­la­bel? Für mich sieht das aber ge­nau nach ei­ner Im­po­tent Fe­tus-Ver­öf­fent­li­chung aus! Klingt auch wie ei­ne - old­schoo­li­ger Ga­ra­ge Punk der KBD-ver­seuch­ten Mach­art und klar ein ge­fun­de­nes Fest­mahl für Freun­de von Bands á la Laun­cher, Li­quid As­sets und Frea­kees.

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Daughter Bat and the Lip Stings - More Love Songs

Daugh­ter Bat And The Lip Stings aus Syd­ney fie­len be­reits im Jahr 2020 mit ei­nem gan­zen Arsch vol­ler spa­ßi­ger EPs auf und sind jetzt zu­rück auf der Bild­flä­che mit ih­rem bis­lang stärks­ten Bün­del an Ga­ra­ge Punk-, Fuzz- und Power­pop-Song­per­len im Ge­päck, wo­bei ihr Ge­spür für in­fek­tiö­se Hooks schmei­chel­haf­te Ver­glei­che zu Haus­num­mern wie Boo­ji Boys, Ra­dio­ac­ti­vi­ty, Roy­al Hea­da­che oder Sweet Re­a­per durch­aus an­ge­bra­chet er­schei­nen lässt.

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Feeding Tube - Demo #1

…und hier ist noch ein sü­ßes klei­nes Ar­te­fakt des va­ge ei­er­köp­fi­gen Ga­ra­ge Punks, für den ir­gend­ein Mensch im neu­en Jer­sey­pul­li die Ver­ant­wor­tung trägt. Das wirkt ein biss­chen wie ei­ne Mix­tur aus Ali­en No­se­job im HC 7"-Modus, S.B.F. und Con­nie Vol­taires di­ver­sen Hard­core-Pro­jek­ten. Au­ßer­dem ei­ne hel­le Ent­schei­dung, zwei öde, lang­sa­me Songs dank hoch­mo­der­ner Au­dio­tech­no­lo­gie zwei auf­re­gen­de, schnel­le Songs zu ver­wan­deln.

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