93millionmilesfromthesun - Victory Is Ours

Die Shoe­ga­zer aus dem bri­ti­schen Don­cas­ter sind jetzt auch schon ein gu­tes Jahr­zehnt ak­tiv und war­um sie an die­ser Stel­le bis­her noch nicht auf­ge­taucht sind, kann ich mir im nach­hin­ein auch nicht so ganz er­klä­ren. Be­züg­lich ih­rer neu­es­ten EP (ei­gent­lich schon ein Al­bum, ge­mes­sen an der Spiel­zeit) gibt es je­den­falls kei­ne Aus­re­de mehr, denn die­sen den vier Songs stimmt ein­fach al­les. Die Plat­te ge­hört zu den run­des­ten, kom­pak­tes­ten Stü­cken an tra­di­tio­nel­lem Shoe­ga­ze, die ich die­ses Jahr zu hö­ren be­kam.


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Impotentie - Demonstratieve Opnamens

Schön dre­ckig da­her rum­peln­den Fuz­z­punk gibt es auf dem De­mo von Im­po­ten­tie zu be­gut­ach­ten. Da­bei darf man sich nich von den auf Nie­der­län­disch ge­sun­ge­nen Ly­rics an der Na­se her­um­füh­ren las­sen: Die Band kommt in Wirk­lich­keit aus Mont­re­al.


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Neutrals - Promotional Cassette 2

Auf ih­rem zwei­ten Tape lässt es die Band aus Oak­land über­wie­gend et­was ge­mäch­li­cher an­ge­hen als auf dem Vor­gän­ger. Ih­rem ver­schro­be­nen Mix aus Post- und Ga­ra­ge­punk fü­gen sie jetzt ei­ne gu­te Schip­pe Power­pop hin­zu, der klingt als wä­re er in den frü­hen 80ern aus dem bo­den­lo­sen New Wa­ve-Fass ge­kro­chen.


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Puritans - Autonomy 7"

Die von mir heiß er­war­te­te zwei­te EP der Post­pun­ker aus Van­cou­ver ist, um ehr­lich zu sein, ei­ne mil­de Ent­täu­schung. Auch hier ist das gro­ße Po­ten­zi­al der Band kaum zu über­hö­ren, aber das zu Grun­de lie­gen­de Song­ma­te­ri­al reicht dies­mal lei­der nur ver­ein­zelt an die Klas­se der De­büt-EP ran. Nichts des­to Trotz ist da­bei noch ei­ne durch­aus hö­rens­wer­te Plat­te her­aus­ge­kom­men.


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ViewMaster - Alternative Classics

Wow Bob, wow. Auf ein­mal lag ganz un­schein­bar der Link zu die­sem von vor­ne bis hin­ten gei­len Tape zwi­schen den Emails von "Band die glaubt nach ei­ner viel bes­se­ren Band zu klin­gen" und "Band die ver­sucht dem In­die-Trend der Stun­de zu ent­spre­chen". Es sind Ein­rei­chun­gen wie die­se, für die es sich den­noch lohnt, sich der Mas­se an völ­lig fehl­ge­lei­te­ten Prom­o­an­fra­gen aus­zu­set­zen.

View­Mas­ter kom­men aus Van­cou­ver und al­le Band­mit­glie­der spie­len oder spiel­ten be­reits in di­ver­sen lo­ka­len Ka­pel­len, von de­nen mir bis­her kei­ne ein­zi­ge be­kannt war. Vor gut an­dert­halb Jah­ren erst ge­grün­det, kann das Trio schon ei­nen gänz­lich aus­ge­reif­ten Sound und ta­del­lo­ses Song­ma­te­ri­al vor­wei­sen (wer selbst nach­voll­zie­hen will, wie krass und ra­pi­de sich ih­re Mu­sik ent­wi­ckelt hat, kann ja mal in ihr al­tes De­mo rein­hö­ren…). Dar­in trifft vor­züg­lich drü­cken­der So­nic Youth-Noi­se auf ei­ne Ver­schmel­zung von früh-90er In­die-/Al­ter­na­ti­ve Rock und Shoe­ga­ze, wie man sie einst­mals von Swer­ve­dri­ver oder frü­hen Ca­the­ri­ne Wheel zu hö­ren be­kam. Hin­zu kom­men noch deut­li­che Post­punk-Ein­flüs­se und das al­les stützt sich auf aus­nahms­los star­ke, fast schon kri­mi­nell grif­fi­ge Songs. In der Ge­gen­wart kann man au­ßer­dem ei­ne ent­fern­te Ver­wandt­schaft zu Bands wie et­wa Die! Die! Die!, Pi­les, Fist Ci­ty oder Ne­ver Young fest­stel­len.


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Washer - All Aboard

Die New Yor­ker Band macht ja schon seit ei­ni­gen Jah­ren von sich re­den. Zu­erst durch zwei star­ke Split EPs, dann mit ei­nem Al­bum, dass of­fen­bar auch so ei­ni­ge Be­wun­de­rer ge­fun­den hat. Mich hat's aber nicht so rich­tig vom Ho­cker ge­ris­sen, das gan­ze mach­te auf mich ei­nen ins­ge­samt doch recht un­aus­ge­go­re­nen Ein­druck. Ihr zwei­ter Lang­spie­ler - wie ge­wohnt auf Ex­plo­ding in Sound er­schie­nen - macht mir wie­der deut­lich mehr Spaß. Ih­re Songs und Ar­ran­ge­ments kom­men hier deut­lich fo­kus­sier­ter und auf­ge­räum­ter rü­ber, ha­ben sich aber al­les be­wahrt was ur­sprüng­lich den Charme die­ser Band aus­mach­te. Nach wie vor weckt ih­re Spiel­art zeit­lo­sen In­dierocks As­so­zia­tio­nen zu den Klas­si­kern von Ar­chers Of Lo­af, Se­bad­oh oder Su­per­chunk; aber ei­gent­lich noch mehr zu ak­tu­el­le­ren Bands wie Her­me­tic, Grass Is Green und Pi­le.



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Dirty & His Fists - Dirty & His Fists 7"

Nach dem sehr gu­ten De­mo lie­fert die Band aus Los An­ge­les jetzt ei­ne eben­so aus­ge­zeich­ne­te 7" nach. Strai­gh­ter Ga­ra­ge­punk mit ganz schö­nem Vor­wärts­schub und ver­ein­zelt sub­ti­len An­klän­gen an die Dead Boys, an dem es ein­fach über­haupt nichts zu me­ckern gibt.

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Dark/​Light - Kill Some Time

Neu­es aus dem Hau­se Dirt Cult Re­cords. Der Punk­rock auf dem De­büt­al­bum von Dark/​Light aus Port­land weiß mir mit sei­nem of­fen­sicht­lich Wi­pers-be­ein­fluss­ten Sound so­fort zu ge­fal­len; in Cold Wea­ther Mu­sic kommt au­ßer­dem noch ein ge­wis­ser Gun Club-Vi­be auf. Dar­über hin­aus soll­ten auch Freun­de von Bands wie Hys­te­re­se, Day­light Rob­be­ry oder Ner­vo­sas un­be­dingt mal ein Ohr ris­kie­ren.



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Humiliation - Laughing Wall 7"

Ei­ne der­be aber kei­nes­wegs stump­fe Lärm­at­ta­cke lie­fern Hu­mi­lia­ti­on aus Phoe­nix auf ih­rem zwei­ten Kurz­spie­ler ab. Das be­wegt sich ir­gend­wo im Um­feld von Hard-/Post­core und Noi­se, er­in­nert mich da­bei ein we­nig an den dre­cki­gen, druck­vol­len Post­core von Bad Bree­ding oder an ak­tu­el­le Bol­ler­bands á la Ses­so Vio­len­to, Dauðy­flin oder Im­pul­so.

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Gen Pop - On The Screen 7"

Bei die­ser Band aus Olym­pia, Wa­shing­ton sind Mit­glie­der von Vexx und Rik And The Pigs am Werk. Da kann ja nicht mehr viel schief ge­hen. Die De­büt-EP glänzt mit ei­nem recht viel­sei­ti­gen Sound, der im­mer auf der Schwel­le von Ga­ra­ge- und Post Punk ba­lan­ciert. Hin und wie­der füh­le ich mich da­bei an Ura­ni­um Club, Useless Ea­ters oder Par­quet Courts er­in­nert.

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