Der Groschi hat sich ein besseres Mikro gekauft und das hört man auch. Mit einem deutlich geschliffeneren Sound biedert er sich jetzt dem Massengeschmack an. Es folgt: Ein Vertrag mit Dödelradio-“Der beste Mix jeden Tag gleich”-FM, Drogeneskapaden & Skandale, Absturz, weg von der Bildfläche. Dann fünfzehn Jahre später der Versuch einer Comebacksendung, die nicht im Ansatz an alte Zeiten anknüpfen kann. Völlig am Ende fristet er bald ein Dasein als B-Promi in demütigenden Realityshows.
Artpunk stark experimenteller Prägung auf diesem Tape von Fruit & Nut aus Melbourne. Eine eklektische Mischung mit den besten Restabfällen aus Postpunk, Garage, Noise, Mathrock, gelegentlich sogar etwas Psych- und Prog-Gedöns.
Stove aus Newtown, Connecticut ist die neue Band von Steve Hartlett, Frontmann der kürzlich aufgelösten Ovlov. Der Sound ist ähnlich geblieben: Shoegaze-lastiger Indierock mit Dinosaur Jr-artigem gebrate. Deutlicher zur Geltung als bei Ovlov kommt aber eine melancholisch-powerpoppige Note im Songwriting, die man so auch in der Blütezeit von Guided By Voices verorten könnte.
Drittes Demo der Band aus Halifax. Knüpft nahtlos an die beiden Vorgänger an: Treffsicherer Slackerpunk und Noisepop, schön LoFi und mit starken Songs.
Schnörkelloser Indierock aus Neuseeland mit Noise-, Emo- und Shoegaze-Versatzstücken sowie einem Hang zur großen Hymne. Das schrammt teilweise haarscharf am Kitsch vorbei, überzeugt aber durchgehend mit starken Songs.