Im Kölner Raum gibt es ja eine durchaus lebhafte DIY-Veranstaltungskultur rund um garagigen Lärm und daher fand ich es zeitweise auch etwas verwunderlich, dass ich bisher so wenig von lokalen Bands und insbesondere in Form von Tonkonserven selbiger zu hören bekam. Na ja, Acid & Eltern kommen jedenfalls von dort und machen einwandfrei glücklich mit ihrem ersten Demo. Im besten Mono wird hier ein Sound eingescheppert, den ich unter anderem mal irgendwo zwischen Ex-Cult, frühen Useless Eaters und der LoFi-Ästhetik eines ebenso frühen Erik Nervous verorten würde.
Die Kalifornier Discovery lassen zwei weitere kurze aber potente Offensiven dieser speziellen Fusion aus endfuzzigem Hardcore- und Garagenzeug von Stapel, wie es in jüngsten Jahren scheinbar aus jeder Ritze im Asphalt sprießt. Eine Tatsache, mit der ich sehr gut leben kann.
Zwölf Minuten minimalistisches, kompromissloses DIY Industrial Noise/-punk Gedöns von einem Duo aus River Falls, Wisconsin. Als ein etwas ahnungsloser Mensch in diesem Genrespektrum würde ich das mal als eine vollelektronische Abart von Big Black beschreiben. Oder vielleicht auch Vergleiche ziehen zum jüngeren, aber ähnlich minimalen Krawall von Black Pus.
Wie auch schon der Vorgänger ist die zweite EP dieser Band aus Buffalo, New York eine satte Dosis von unkonventionellem, einfallsreichen und stellenweise auffällig melodischem Hardcorespaß mit Ausläufern in Richtung Garage-, Fuzz- und KBD Punk.
Bringing back the tape in mixtape. Weil ich es über's Jahr nicht so wirklich auf die Reihe bekommen hab, regelmäßigen Nachschub an Mischkassetten zu liefern, gibt's dafür kurz vor Jahresende gleich drei auf einmal. Eins mit typischer Kost nach 12XU-Norm. Ein flauschiges Powerpop-Tape. Und als passendes Gegengift noch ein sehr kratzbürstiges Exemplar, dem du besser nicht blöd kommst. Dann kann ich für dieses Jahr wenigstens sagen: vier hab ich geschafft.
Proto Idiot - Sit Back, Relax, Enjoy Neutrals - I Can Do That Human Beat - Punctual Punks Austerity - Herded Overtime - Dehydration Basic Human - Shame Sandré - Potu Kumusta - Car 2 Stroke - Crisis, Crisis Emergency Contact - Buildings Rank/Xerox - Cradle of Life Spray Paint - Looking For Work Bigpig - Eyes Trashdog - ADHDEMON The Nico Missile - Put It On The Table Dennis - Knives Cat Scan - Commodities Uranium Club - Two Things At Once (Part 1) The Cowboy - Swimming with the Fishies Pist Idiots - Motor Runnin
Penance Hall - Covered In Shit Nick Normal - Windows Painted Shut Isolation - Shift Mini Skirt - Pretty Patti - Color Kill Ukryte Zalety Systemu - Swiat Ma Ksztalt Lost System - State Of Reality Gamma World - Midnight Sniper Acrylics - Haze Arse - Pressure Test John (timestwo) - Dog Walker The Missed - Tellurian Mistake Dee Bee Rich - Vomit Prison Affair - Masturbation Crown Moulding - On The House Civic - Velvet Casino B Boys - On Repeat Ex-Gold - Red Light Eddy Current Suppression Ring - Human Race
Mick Trouble - He's Frank Sob Stories - Danny Reed Lost Balloons - Feed the Pain Scupper - Pass Me By Opossums - Promises Woolen Men - Brick Horizon Legendary Wings - Weather Advisory Bed Wettin' Bad Boys - Plastic Tears Warm Soda - I Don't Wanna Grow Up Vaguess - A Long Time Vital Idles - Seconds Chronophage - Wedding
The Resonars - The Golden Age Alien Nosejob - People Stairs Chook Race - At Your Door Seablite - Heart Mountain Omi Palone - Void The Lovebirds - Streets of Rage The Persian Leaps - About Your Record Landlines - Signs Of Life EggS - I Fell In Love Radioactivity - Sleep Wireheads - The Overview Effect
Neotypes - Banned in Hammond (Live) Expose - Motive Skeleton Glove - Gimme Gimme Chocolate The Dorks - Sycophant (The) Liquid Assets (of Ottawa) - Murderer Cells - My Gun Raxil - Unknown Title Miedo - Bájate de tu nube. Optic Nerve - Sniper Sick Head - Pis Foster Care - Rack Brain Dregs - Marfa Creep Ubik - John Wayne (is A Cowboy (and Is On Twitter) ) Xenu & The Thetans - No Es Tu Causa Lux - Action Warp - Sheet Cake Speed Plans - Hell House Goon - Ain't Rite
Fried e/M - Untitled 2 Dots - Dethroned Big Hog - Big Hog Rinse - Pest Control (song For Hellstrom) Dry Insides - Dawn Of The Skull Lead - The Bad Sleep Well Glue - Disgrace Alien Nosejob - Bond Clean The Uglies - Tone Deaf Gutter Knife - Abuse of Power Physique - The Rhythm Of Brutality Das Drip - Gym Rat Temple Dogs - Rabies Hwanza - 인간공장 Blueprint - Disgust Hologram - Simulation Rat-Nip - NC Ztuped - Threat of Death Consolation - Head Down Années Zéro - Rupture Fuckin' Lovers - Control
Bei dieser Band aus Falmouth handelt es sich im Grunde genommen um drei Viertel von Internal Credit. Im Vergleich mit deren etwas simpler gestrickten Garage Punk geht es hier aber etwas straffer zur Sache mit einem Sound, der ihr solides Garagenfundament um gewisse Postcore-Tendenzen so á la Hot Snakes oder Youth Avoiders aufstockt, sowie um melodischen (Post-)Punk im Stile von Red Dons, Daylight Robbery, Anxious Living, Nervosas und ein kleines bisschen Wipers. Fluppt!
Okay, das hier ist mal einfach zu umschreiben. Werfe zu gleichen Teilen MC5 und Bad Brains in den Mixer und das Ergebnis klingt dann ungefähr so wie der Krempel von dieser Band aus Pittsburgh, Pennsylvania. So einfach und so verdammt gut.
Das Debüt-Tape via State Champion Reords von dieser Band aus Philadelphia macht bereits einen starken ersten Eindruck. Ein ausgeprägter 90er Indierock-Vibe á la Breeders oder jüngere Melkbelly trifft hier auf eher kontemporären Post Punk, den man etwa mit WALL oder The Baby vergleichen könnte, durchzogen von einem wunderbar kruden Charme.
The Cowboy sind zurück! Nach ihrem explosiven Debütalbum vor zwei Jahren weiß auch die neue 7" der Band aus Cleveland um Mitglieder von Pleasure Leftists und Homostupids elegant Ärsche zu treten mit zwei Kloppern im Spannungsfeld von Garage- und Post Punk, noise-lastigen Obertönen, kantiger Oberfläche und entwaffnender Eingängigkeit - Anklänge an Plax, Ex-Cult, Shark Toys, oder Flat Worms inklusive. Die B-Seite überrascht dann mit einem unerwartet relaxt indierockenden Instrumentaltrack.
Eine erfreuliche Attacke aus Noise-getränktem Hard-/Postcore von einer Band aus Denver, Colorado. Hat was von einem Mix aus Lumpy & The Dumpers, Anxiety, Cülo oder deren quasi-Nachfolgeband Tarantüla.