Cemento – Better Days
Bad Dream Songs erscheint am 19. Dezember auf Iron Lung Records.
Luxury Apartments – Life Behind Bars
False Tracks – Scattered Conversation
When Fortune Feeds erscheint am 5. Dezember auf Strange Mono.
Dead Finks – Eden
False Figure – Original Sin
Incarnate erscheint am 17. Februar auf Cruel Subordination Records.
Vague Rituals – Closer
Vague Rituals erscheint am 5. Dezember auf Solar/Sonar.
Verspannungskassette #102

Ihr habt es sicher schon bemerkt: Ich hänge mal wieder ganz schön hinterher mit der Bloggerei, was auch viel damit zu tun hat, dass mein total unzuverlässiges Gehirn in letzter Zeit häufiger als üblich in Wartungs- und Energiesparmodus umgeschaltet hat (keine Sorge, ich bin’s gewohnt und es geht mir okay dabei… nur Dinge geregelt kriegen ist dann halt schwierig). Also hab ich jetzt jetzt zuerst mal die Verspannungskassette priorisiert weil das etwas ist, das ich auch an einem durchschnittlichen fuck-my-brain-day hinbekomme, damit ihr mit einem dicken Strumpf voll halbwegs neuer Musik die Zeit überbrücken könnt, während ich versuche, den Krempel hier im Laufe der Woche wieder auf Kurs zu bringen, okay?
Tracklist
The Serfs The Work (Never Ends)
D.Sablu Mama’s Little Elvis
Leeches Bad Times On Earth
Sonic Youth of Today Declaración de guerra
Klint Swingtime Up In Haithabu
Snarewaves Alcohol Ladder
Walter Ego Forevermore (In The Dungeon)
Gleex Fmtv
Power Pants Hero In A Half Shell
Heavenly Blue Dust Collector
The Moonrakers I Fucking Hate The NZ Police
Disaster Preparations The UFO
Zig-Zag Permanently Wasted
Moron’s Morons Neon To Rust
The Dogs I Didn’t Ask
Glowing Orb Clipping
Havana Syndrome Eyes on You
Backslash Government Trap
Stupid Yuppie Assholes In Your Head
Attention Deficit Flood
Pill Mill When will you fold
Detergent Pain is Pay
Memory Ward Memory Ward
Yellow Ghoul Belt
Laughing Corpse Endless Game
The WRS Never Stop
Hot Load Heavy Blade II
Tracklist
Blue Zero Confusion
Speccy Shrine
Blood Cookie Out At Sea
Fantasma Onde Eu Estou?
Tethered Home
Luxury Apartments Life Behind Bars
Mini Skirt Chew The Cud
DE()T Welcome to the Idiot Factory
Decibel Returning To Strength
Computer Fight Enlightenment
Dick Move Karanga-a-Hape
Rata Negra Mi Opinión
TVA Rifle
Onyon Triple Moon Ride
Error De Paralaje A Veces Llueve
Itches Hurry
Smirk Domestic Dog
Death Party Dead to Me
Pen16 King Of Ska
Shop Talk Museum of Sex
Radioactivity Why
Radioactivity – Time Won’t Bring Me Down

Ich bilde mir gerne ein dass ich eigentlich eher wenig anfällig für rasende Fanboy-ismen bin und versuche die wenn’s geht zu vermeiden hier, aber das dies ist eine der wenigen Angelegenheiten wo ich meine Euphorie nicht zurückhalten kann angesichts einer neuen LP von einer einmaligen Band, die bereits solch massive Schockwellen durch das Garage Punk-Umfeld verursacht hat und die Messlatte siginfikant erhöht hat was catchy Popmelodien mit einem tiefen und einzigartigen Sinn für Melancholie betrifft… und all das, nachdem Jeff Burke und Mark Ryan sich zuvor schon als unbezahlbare Garage Punk-Lichtgestalten mit dem Genre-Bollwerk The Marked Men etabliert hatten. Ohne Umschweife behauptet sich der eröffnende Titelsong als ein weiterer Instant-Klassiker der unverwechselbaren Radioactivity-Schule und Watch Me Bleed führt den vertrauten Vibe nahtlos fort, bevor This One Time zum ersten mal das Tempo empfindlich drosselt und damit darauf einstimmt, was in weiten Teilen dieser Platte folgen wird, auf der die Band mehr als je zuvor ihren Sound in entspanntere, geradezu klassich powerpoppige Bahnen lenkt, ein Vibe der in Teilen sicher jenen schon bekannt vorkommen wird, die mit Jeff Burke’s Material auf den beiden Lost Balloons-Alben vertraut sind, aber insbesondere in der ersten Hälfte sind auch reichlich energischer rockende Momente vertreten, um auch alle Fans der ersten beiden LPs erneut zu verzaubern. Nun, für die meisten geringeren Punkbands wäre es generell eine schlechte Idee und eine hochdosierte Schlaftablette, mehr als die Hälfte eines Albums im Midtempo-Bereich anzusiedeln. Damit sowas funktioniert braucht es wahrlich überlegene Fähigkeiten in Sachen Songwriting und Arrangement und was soll ich sagen… macht Bekanntschaft mit Jeff Burke, einem der brilliantesten Songwriter der gegenwärtigen Punkszene, dessen unfehlbares Handwerk noch nie versagt hat und es auch hier nicht tut auf der vielleicht stärksten Radioactivity-Platte bisher. Aber ganz ehrlich, in einer so perfekten Diskografie ist es eigentlich kompletter Unsinn, einen Favoriten zu wählen.
Album-Stream →Tethered – Tethered

Diese Londoner sind ein irgendwie rar gewordenes Biest dieser Tage als eine Band, die sich kopfüber in eine Ästhetik des frühen Post- und Emocare, sehr grob zu verorten zwischen den mittleren der Achtziger- und Neunzigerjahren mit so Bands wie Rites Of Spring, Moss Icon, Drive Like Jehu, frühen Unwound, Squirrel Bait… you name it, aber gleichzeitig behauptet sich die Band als absolut eigenständige Kraft mit sorgsam ausbalancierten, durchdachten Songstrukturen und Arrangements, wo viele andere sich schon mit einem blutarmen Neuaufguss der grundlegenden Genreklischees zufrieden gäben. Nun kann ich mir zwei Arten vorstellen, wie ihr darauf reagieren werdet. Entweder habt ihr schon lange ein tiefe Abneigung entwickelt für alles was auch nur ansatzweise diverse *mo-Subgenres tangiert. Das ist durchaus wahrscheinlich wenn deine erste Bekanntschaft mit dem Genre in den späten 90ern oder später stattfand und ich kann es niemandem übelnehmen angesichts der oft sehr grausigen Dinge, die seither jenem Genre entsprangen. Oder aber du bist dir bewusst, dass da viel mehr Substanz drin steckte in den frühen Jahren, lange bevor Emocore in seine schon seit langem zu tode memifizierte Klischee-Phase überging. Wenn das jetzt alles lateinisch oder chinesisch für dich klingt, will ich dich ermutigen, mal vorsichtig in die frühen Post- und Emocore-Jahre einzutauchen und Zeuge der entfesselten kreativen wie auch physischen Energie zu werden, die viele der Genre-Pioniere gemeinsam hatten. Wie auch immer, lange Rede kurzer Sinn, das ist guter Scheiß hier!
Album-Stream →