The Celetoids - Optic Nerve

Wo mir ih­re Pu­pal Sta­ge EP von 2017 noch et­was halb­gar rü­ber kam, ver­fei­nert das neu­es­te Tape der kroa­ti­schen Punks (mit Mit­glie­dern von Mo­dern De­lu­si­on an Bord) ih­ren Sound zu ei­nem deut­lich kon­sis­ten­te­ren Ge­nuss, der aus­ge­hend von ge­ra­de­aus ro­cken­dem Punk­zeug mal et­was in Rich­tung des KBD-in­spi­rier­ten Ga­ra­ge Punks von Laun­cher oder Frea­kees ten­diert, noch häu­fi­ger aber ei­ne Schei­be Kä­se bei me­lo­di­schen, Post­punk-af­fi­nen Grup­pen wie et­wa Red Dons, Xe­tas, Anxious Li­ving oder frü­hen The Est­ran­ged ab­schnei­det.

Al­bum-Stream →

Super-X - Super-X

Nach ei­ner star­ken EP im Jahr 2017, lie­fern Su­per-X aus Mel­bourne jetzt ihr Lang­spiel­de­büt ab, das er­neut aus al­len Näh­ten platzt an­ge­sichts ei­ner un­ge­mein ab­ge­spa­ce­ten Wucht. Klas­si­sche Stoo­ges-En­er­gie kol­li­diert hier mit psy­che­de­li­schem Feu­er­werk á la frü­he Te­le­scopes, ei­ner un­er­war­tet kräf­ti­gen Do­sis Post Punk und ei­ner Spur MX-80. Da­bei blei­ben sie über die ge­sam­te Stre­cke span­nend und so viel­sei­tig, dass sich mit­un­ter doch sehr un­ter­schied­li­che Bands wie Pu­blic Eye, Writ­hing Squa­res, De­st­ruc­tion Unit, Faux Fero­cious, Bail­ter­space, The Cow­boy oder The Men in ih­rer Open Your He­art-Ära als Ver­glei­che an­bie­ten.

Al­bum-Stream →

Kaleidoscope - Decolonization /​/​ Straw Man Army - Age Of Exile

Zwei neue Lärmar­te­fak­te aus New Yorks aus­ge­zeich­ne­ter Schmie­de D4MT Labs. Erst­mal wä­re da ei­ne neue LP der ge­nia­len Hard-/Post­core-Na­tur­ge­walt Ka­lei­do­scope, auf der sie ge­ring­fü­gig simp­ler und ge­rad­li­ni­ger rü­ber­kom­men als auf ih­rem un­glaub­li­chen Lang­spiel­de­büt im letz­ten Jahr, aber nach wie vor ab­so­lut treff­si­cher, in­spi­riert und ver­spielt.
Ähn­li­ches kann man auch dem Al­bum von Straw Man Ar­my be­schei­ni­gen. De­fi­ni­ti­ve In­fos über das Duo ha­be ich zwar nicht, aber es dürf­te sich da­bei um den Ka­lei­do­scope-Schlag­wer­ker und noch ir­gend­ei­nen an­de­ren Ty­pen han­deln. Er­war­tungs­ge­mäß wird das al­so mal wie­der ein recht aben­teu­er­li­cher Ritt, dies­mal auf den Tel­ler­rän­dern des düs­te­ren Post­punks so­wohl der klas­si­schen als auch ge­gen­wär­ti­gen Schu­le, was mal an Crass-mä­ßi­gen Mi­ni­ma­lis­mus grenzt, an Wi­pers-Me­lan­cho­lie aber auch an jün­ge­re, ex­zen­tri­sche Acts wie Mur­de­rer oder Wymyns Pry­syn.

Al­bum-Streams →

Warm Red - Decades Of Breakfast

Wie es nicht an­ders zu er­war­ten war, er­freut der ers­te Lang­spie­ler der Band aus At­lan­ta mit drei­ßig Mi­nu­ten lu­pen­rei­ner Post Punk-Glück­se­lig­keit, die mich öf­ter mal an ein­schlä­gi­ge Haus­num­mern ih­res Gen­res er­in­nert - zum Bei­spiel an die ri­gi­den Rhyth­men von Know­so und Nag, an­ge­rei­chert um die ver­spiel­ten Schnör­kel von Pat­ti oder Marbled Eye. An­de­re halb­wegs was­ser­dich­te Ver­glei­che wä­ren dann noch Brui­sed, Sar­casm oder La­bor.

Al­bum-Stream →

Prison Affair - Demo II

Hm, so wie's aus­schaut ha­be ich sei­ner­zeit ver­säumt, das ers­te De­mo die­ser Band aus Bar­ce­lo­na zu pos­ten. Pfui, bö­ser Blog­ger­mensch. Zur Wie­der­gut­ma­chung be­kommt ihr da­für jetzt ihr zwei­tes vor den Latz ge­knallt. Er­neut ist das ein durch­weg spa­ßi­ger Ritt durch quir­li­gen DIY Ga­ra­ge Punk mit ge­wis­sen Ähn­lich­kei­ten zu R.M.F.C., Dee Bee Rich, Nuts oder Erik Ner­vous.

Al­bum-Stream →

Alien Nosejob - Once Again The Present Becomes The Past

Ei­ne wei­te­re Plat­te des Mu­te­an­ten Ja­ke Ro­bert­son und sei­nem wand­lungs­fä­hi­gen Pro­jekt Ali­en No­se­job. Nach der letzt­jäh­ri­gen 7" auf Iron Lung Re­cords fo­kus­siert er sich hier zum zwei­ten mal auf Hard­core­punk, wo­bei er die län­ge­re Lauf­zeit nutzt um das Gen­re die­ses mal et­was gründ­li­cher zu er­for­schen, was in ei­nem un­ge­mein span­nen­den, ab­wechs­lungs­rei­chen Ton­trä­ger re­sul­tiert. Al­les was Ro­bert­son hier an­fasst läuft aus­ge­spro­chen rund.

Al­bum-Stream →

Verspannungskassette #9 (C-90)

Sei­te A

Track­list:

Shame Al­pha­bet
Ray Gun Se­an­ce
Ran­cher Head Crash
Black­lis­ters White Pia­no
Shif­ting Spud­gasm
Wax Chat­tels Yo­ko­ha­ma
Girls In Syn­the­sis Pres­su­re
TOL Col­lap­sing
Wort­lis Quo­zo Это Не Я
Chain­shot Vic­tim Soul
GAG Mad Dog
Laund­ry Boys Mus­tard Mons­ter
UAV Emk
True Sons Of Thun­der Toob So­ck
Chi­co Per­ro Es­ta­mos Me­jor Que Nun­ca
Other Half Tran­ce Sta­te
Ro­lex Stri­pes
Lan­dow­ner Being Told You’re Wrong
Re­mo­te Con­trol Sub­ject
Ok Sa­tán It Is To­day (Be­lie­ve It)
Yam­me­rer Boa Con­s­tric­tor
The Ar­chaeas Rea­li­ty Com­man­der

Sei­te B

Track­list:

Bran­dy (Wish You Was) Ma­d­ball Ba­by
Speed Week Phis­hing
Mo­th Work
Iso­to­pe Soap The Hap­piest Kid on Earth
Erik Ner­vous Toil Is Stu­pid
Di­gi­tal Lea­ther Com­pass
I Am The Fly Ax­olo­tl
Tor Wi­fi Head
Di­ode To­mo­thy
Bor­ky!! Post Punk
Pro­vo Ih­ml
Es­ca­re On­ly Lives
Neo Ne­os Big Chin
Ru­ben Ri­ley Dead Man's Ro­cket
Ex-White My Love, The Rock
Gee Tee Mu­tant World
Sin­kin' Fee­lings Gim­me The Look
Sa­ta­nic To­gas Hit #69
Va­guess Mask of Va­ni­ty
Si­li­co­ne Va­lues Nu­clear Sun
To­ner Un­der the Gun

The Unfit - The Unfit

Die­se Band aus Se­at­tle treibt schon seit ei­ni­gen Jah­ren ihr Un­we­sen, lie­fert aber erst jetzt ih­re De­büt-LP ab. Kein Wun­der al­so, dass hier al­les schon sehr stim­mig wirkt. Ei­ne Band, die ihr spe­zi­fi­sches Sub­gen­re ir­gend­wo zwi­schen der Ga­ra­ge-af­fi­nen Zo­ne des Post­core-Spek­trums und ein biss­chen zeit­ge­nös­si­schem Noi­se Rock fest im Griff hat - in di­rek­ter Nach­bar­schaft zu Bands wie den frü­hen Vi­deo, Hot Sna­kes, As­cot Stab­ber, Da­vi­di­ans oder Flowers Of Evil.

Al­bum-Stream →

Neutrals - Personal Computing

Per­so­nal Com­pu­ting 7" er­scheint am 4. De­zem­ber auf Slum­ber­land Re­cords.

Modern Needs - Genetic Makeup

Schwer zu glau­ben, dass ich über die­se Ein-Mann-Band erst et­was frü­her in die­sem Jahr ge­stol­pert bin, als der Typ ein ab­so­lu­tes Kil­ler­tape na­mens Sur­vey of the Ani­mal King­dom raus­ge­hau­en hat. Aber wie auch im­mer… wich­ti­ger ist, dass er in­zwi­schen schon ein wei­te­res Al­bum am Start hat, das er­war­tungs­ge­mäß wie­der je­de Men­ge dum­men Spaß aus ein biss­chen old­school US West­küs­ten­punk, zeit­lo­sem Ga­ra­ge Punk und au­ßer­dem reich­lich KBD-mä­ßi­gem Ei­gen­wil­len auf La­ger hat. In der ge­gen­wär­ti­gen Sze­ne mö­ge man et­wa an Laun­cher, Li­quid As­sets, Frea­kees und Fried E/​M den­ken… oder aber an ver­gan­ge­ne Ar­te­fak­te von The Mental­ly Ill, Noxious Fu­m­es. Dar­über hin­aus sorgt dies­mal ei­ne groß­zü­gi­ge Schicht aus Syn­ths für ei­nen an­ge­nehm ver­trau­ten Aus­mu­te­ants-Vi­be.

Al­bum-Stream →