Qualitätshardcore von einer Band aus Tokyo, die hier Elemente aus früh-'90er Hardcore-Riffing der post-Thrash-Ära (nicht die Website, haha…) mit einer doch sehr speziell japanisch klingenden Melange aus NWOBHM-infiziertem Garage-, Speed- und Motörpunk vermischt… man könnte sagen geradezu pünklich zur neuen Guitar Wolf-Platte um uns daran zu erinnern, auf welchem Flecken der Welt diese spezielle Art von Leckerei jetzt schon seit vielen, vielen Jahren besonders schmackhaft und konsistent zubrereitet wird.
Brillianter Garage-/Egg-/Synth Punk-Scheiß auf einer tollen Debüt-EP von 'nem Typen oder einer Band aus Montreal, die irgendwie komplett an mir vorbei ging als dieses Tape im Rahmen vom Demo Fest 2025 erstmals erschinenen ist. Nun, hier ist jetzt meine zweite Chance und verdammt, ist das mal guter Scheiß hier! Die Synth-Klänge irgendwo zwischen Kinderkeyboard und Hammond Orgel in den ersten beiden Songs erinnern mich an eine frühere Phase des Egg-Wahnsinns und insbesondere an die beiden Mark Cone-Platten aus den Jahren 2016/'17, woraufhin dann die nächsten beiden mehr von einem stärker elektrischen, Industrial-mäßigen aber dennoch absolut verspielten Feel haben irgendwo zwischen, sagen wir mal, Beef und R. Clown, bevor eine Violet Femmes-Coverversion als Rausschmeißer-Track durchaus plausibel eine primäre Inspiration für den ganzen Krempel nahelegt.
In einer schon recht guten Woche was weit über'm Durchschnitt spielenden Hardcore Punk angeht, ist die hier echt das Sahnehäubchen wenn ihr mich fragt. Nicht dass uns die digitale Single Plastic Disease im letzten Jahr nicht vorgewarnt hätte, was da auf uns zu kommt... Das ist derbe kreativer, freidrehender Scheiß, der mich an einige der abgehobeneren Acts der letzten zwei Jahrzehnte aus dem Artcore, Hard- und Weirdcore-Sektor erinnert wie unter anderem Big Bopper, Patti, Rolex, Brandy, Mystic Inane, Beast Fiend, Cutie, Fugitive Bubble, Septic Yanks oder Liquid Assets um nur ein paar davon zu nennen. Ich brauch bringend mehr von dem Scheiß!