NTSC>PAL – Full Of Spots

Lasst euch nicht täuschen von diesem fake-NTSC>PAL, denn in Wirklichkeit ist es nur Billiam in einem NTSC>PAL-Kostüm. Schöner Versuch, beiläufig Screamers zu erwähnen... nu ja, ich sag mal dafür lässt sich plausibel argumentieren aber letztendlich, wenn man mal von der Nebensächlichkeit nicht-vorhandener Gitarren auf dieser Platte absieht, kann Billiam auch hier gar nicht anders als nur wie er selbst zu klingen und selbstredend klingt der Scheiß einfach saumäßig gut.

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Plexi Stad – Siren Dance

Nachdem ihre durchaus schon starke Debüt-EP die Band aus Antwerpen noch stärker aus einem garagigen Winkel präsentierte, springt der Nachfolger kopfüber in eine Post Punk-Ästhetik, die sich klar einiges bei James Chance und dem funky Ende des alten No Wave-Spektrums abgeschnitten hat. Gleichermaßen lässt sich aber auch eine klare Verwandtschaft zur aktuellen Berliner Szene feststellen, insbesondere zu so Bands wie Pigeon und Liiek. Ich denke es ist dann auch überhaupt kein Zufall, dass der Krempel als 7" beim Berliner Spezialisten Mangel Records erschienen ist.

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O.R.F. – O.R.F.1

Fantabulöses neues Garage-/Synth-/Elektropunk-Gedöns aus Graz, das mit minimalen Mitteln doch tatsächlich ein paar frische und bislang ungehörte Impulse in den ganzen Eggpunk-Clusterfuck einbringt. In einigen Momenten kann ich gar nicht anders, als den Scheiß hier auf den Namen Big Bl...Egg zu taufen! Dem zum Trotz gibt es hier aber gleichermaßen auch reichlich fluffige Popmelodien zu bestaunen. Dann wäre da noch die Sache mit dem Rausschmeißer-Track Freibad Fürstenwald, der... ähm, recherchiert das mal selber nach, oder noch besser, lasst es sein. Ist nichts für schwache Nerven.

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Rearranged Face – A Cloud Of Birds

Far Green Arcade erscheint am 4. Juni auf Tomothy Records.

Die Electric Anus – Spliggity Splat (My Feet Are On Fire)

Silver Dagger /​ Spliggity Splat (My Feet Are On Fire) 7" erscheint am 12. Mai auf Rad Girlfriend Records.

Cutters – Depresso Rant No. 69

Psychic Injury erscheint am 30. Mai auf Drunken Sailor Records & Legless Records.

Batpiss – Time

There's A Place In My Mind Where We All Burn Alive erscheint irgendwann in diesem Jahr auf Poison City Records.

Festa Del Perdono – Corpo Di Smeraldo

Società Mentale erscheint am 5. Juni auf La Vida Es Un Mus Discos

Verspannungskassette #74 (2x C-60)

Zu viel geiler neuer Scheiß, das gehört zu meinen bevorzugten Luxusproblemen und war die letzten Wochen mal wieder angesagt. Eine C-90 wird hätte daher nicht gereicht diesmal. Das, und außerdem musste ich unbedingt noch einen zehn-minuten-Track unterbringen weil verfickt noch mal warum nicht? Drücken sie A für abgefuzzte Verderbtheiten und unchristliches Gebrüll. B für dementen Eiertanz, verbotenen Spaß und Spiele für die ganze Familie. C für Tod, Verderben und Verzweiflung. D für ein paar Beeps und Bloops, gefolgt von Hits, Hooks und Melodien.

Favoured State That's Life
Homeless Cadaver Cadaviar
208 Tantrum
Fulmine Randagio
Fen Fen Dumb
Baghed LKWO
Grand Final Boomtown
Yobs Shitty Eye
Googon Electrodildonics
The Cut-Ups Chenango County Fair
Solvent No Recourse
Norms Struktúra Kultúra
Rouge Paint It Red
Total Sham Keep It Rollin'
Coyote Annoying Dickhead
Purgatorio Una Broma
Personal Damage Cull the Herd
Future of Despair Remnants

Jimsobbins Tv Society
Tiffany Junkfood
So Cow Summer Is Icumen In Again
Cindy7 Wall
The Dogs We Are The Dogs
Billiam I Was A Teenage RNG Freak
Shawnis and The Shimmers Queer Planet
Goblin Daycare Liar, Liar
D.I.M La conduite
Egg Idiot Barf Life
Kapow! KAPOW!
Music For Microwaves Piracy
Tommy Cossack & The Degenerators Bed Sores
Trashdog neUtron danS ShoT-gun wee
Nervous Tick and The Zipper Lips Realign my Mind
Videoflip Pas de mon monde

Elektrokohle I Wanna Cry
Nag Insert A Thought
Monda Hot Tag
Síntesis Vacaciones en Tel Aviv
Whiphouse Lie Cheat Steal Repeat
Girls In Synthesis Picking Things Out Of The Air
DBR Faulty
Dead Finks Baton
S:Bahn You Could Be Mine
Machiavellian Art Fear of The Outside World / Crisis

Paulo Vicious Eu Fico Eu Morro
Thyroids Fake Estate
Nick Normal Mixed Lettuces 1&2
Hyperdog Hole
Powerband Death Machine
Cherry Cheeks Cruel Bore
Vacation Psychic Gasoline
Silicone Values Stuck on Repeat
Ultra Lights Nostalgia
Bluff City Vice Big City Livin
Night Court 1000000th Song
The Dumpies Bisexual Hedgefund Manager
The Wesleys Make It My Way

Machiavellian Art – Population Control

Die Band aus Walsall, UK konfrontiert uns hier mit einem absichtlich überwältigenden, kompromisslosen und maximal versifften Klumpen aus dissonantem und zeitweise monotonem Lärm, angesiedelt irgendwo an den streitlustigeren Tellerrändern von Post Punk, Noise Rock und Postcore. Interessanterweise sind die meisten Vergleiche, die mir dazu einfallen, schon etwas angestaubt und erinnern mich daran, was für eine unerwartet produktive Dekade die 2010er Jahre für rauen Noise Rock waren, ein Genre in dem ich aktuell eher wenig aufregendes finden kann nach dieser zweiten goldenen Ära mit Bands wie den frühen Metz, USA Nails, Keepers, Overtime, Death Panels, Greys oder - zum Ende der Dekade hin - Vangas, Tunic und John (timestwo). Einige davon haben sich bis heute gehalten. Andererseits erinnert mich der konstante, dichte Nebel aus dissonanten Noise-Texturen stark an die kurzlebige US Post Punk-Sensation Dasher und der Saxophoneinsatz wiederum hat etwas von Nearly Dead, der relativ obskuren australischen Post Punk-Gruppe Fungus Brains oder, wenn ein paar untypisch melodische Obertöne dazu kommen wie in Crime, fühle ich mich an das ebenfalls australische Post Punk / Proto-Noise Rock-Bollwerk X erinnert.

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