Lasst euch nicht täuschen von diesem fake-NTSC>PAL, denn in Wirklichkeit ist es nur Billiam in einem NTSC>PAL-Kostüm. Schöner Versuch, beiläufig Screamers zu erwähnen... nu ja, ich sag mal dafür lässt sich plausibel argumentieren aber letztendlich, wenn man mal von der Nebensächlichkeit nicht-vorhandener Gitarren auf dieser Platte absieht, kann Billiam auch hier gar nicht anders als nur wie er selbst zu klingen und selbstredend klingt der Scheiß einfach saumäßig gut.
Nachdem ihre durchaus schon starke Debüt-EP die Band aus Antwerpen noch stärker aus einem garagigen Winkel präsentierte, springt der Nachfolger kopfüber in eine Post Punk-Ästhetik, die sich klar einiges bei James Chance und dem funky Ende des alten No Wave-Spektrums abgeschnitten hat. Gleichermaßen lässt sich aber auch eine klare Verwandtschaft zur aktuellen Berliner Szene feststellen, insbesondere zu so Bands wie Pigeon und Liiek. Ich denke es ist dann auch überhaupt kein Zufall, dass der Krempel als 7" beim Berliner Spezialisten Mangel Records erschienen ist.
Fantabulöses neues Garage-/Synth-/Elektropunk-Gedöns aus Graz, das mit minimalen Mitteln doch tatsächlich ein paar frische und bislang ungehörte Impulse in den ganzen Eggpunk-Clusterfuck einbringt. In einigen Momenten kann ich gar nicht anders, als den Scheiß hier auf den Namen Big Bl...Egg zu taufen! Dem zum Trotz gibt es hier aber gleichermaßen auch reichlich fluffige Popmelodien zu bestaunen. Dann wäre da noch die Sache mit dem Rausschmeißer-Track Freibad Fürstenwald, der... ähm, recherchiert das mal selber nach, oder noch besser, lasst es sein. Ist nichts für schwache Nerven.
Zu viel geiler neuer Scheiß, das gehört zu meinen bevorzugten Luxusproblemen und war die letzten Wochen mal wieder angesagt. Eine C-90 wird hätte daher nicht gereicht diesmal. Das, und außerdem musste ich unbedingt noch einen zehn-minuten-Track unterbringen weil verfickt noch mal warum nicht? Drücken sie A für abgefuzzte Verderbtheiten und unchristliches Gebrüll. B für dementen Eiertanz, verbotenen Spaß und Spiele für die ganze Familie. C für Tod, Verderben und Verzweiflung. D für ein paar Beeps und Bloops, gefolgt von Hits, Hooks und Melodien.
Favoured State That's Life Homeless Cadaver Cadaviar 208 Tantrum Fulmine Randagio Fen Fen Dumb Baghed LKWO Grand Final Boomtown Yobs Shitty Eye Googon Electrodildonics The Cut-Ups Chenango County Fair Solvent No Recourse Norms Struktúra Kultúra Rouge Paint It Red Total Sham Keep It Rollin' Coyote Annoying Dickhead Purgatorio Una Broma Personal Damage Cull the Herd Future of Despair Remnants
Jimsobbins Tv Society Tiffany Junkfood So Cow Summer Is Icumen In Again Cindy7 Wall The Dogs We Are The Dogs Billiam I Was A Teenage RNG Freak Shawnis and The Shimmers Queer Planet Goblin Daycare Liar, Liar D.I.M La conduite Egg Idiot Barf Life Kapow! KAPOW! Music For Microwaves Piracy Tommy Cossack & The Degenerators Bed Sores Trashdog neUtron danS ShoT-gun wee Nervous Tick and The Zipper Lips Realign my Mind Videoflip Pas de mon monde
Elektrokohle I Wanna Cry Nag Insert A Thought Monda Hot Tag Síntesis Vacaciones en Tel Aviv Whiphouse Lie Cheat Steal Repeat Girls In Synthesis Picking Things Out Of The Air DBR Faulty Dead Finks Baton S:Bahn You Could Be Mine Machiavellian Art Fear of The Outside World / Crisis
Paulo Vicious Eu Fico Eu Morro Thyroids Fake Estate Nick Normal Mixed Lettuces 1&2 Hyperdog Hole Powerband Death Machine Cherry Cheeks Cruel Bore Vacation Psychic Gasoline Silicone Values Stuck on Repeat Ultra Lights Nostalgia Bluff City Vice Big City Livin Night Court 1000000th Song The Dumpies Bisexual Hedgefund Manager The Wesleys Make It My Way
Die Band aus Walsall, UK konfrontiert uns hier mit einem absichtlich überwältigenden, kompromisslosen und maximal versifften Klumpen aus dissonantem und zeitweise monotonem Lärm, angesiedelt irgendwo an den streitlustigeren Tellerrändern von Post Punk, Noise Rock und Postcore. Interessanterweise sind die meisten Vergleiche, die mir dazu einfallen, schon etwas angestaubt und erinnern mich daran, was für eine unerwartet produktive Dekade die 2010er Jahre für rauen Noise Rock waren, ein Genre in dem ich aktuell eher wenig aufregendes finden kann nach dieser zweiten goldenen Ära mit Bands wie den frühen Metz, USA Nails, Keepers, Overtime, Death Panels, Greys oder - zum Ende der Dekade hin - Vangas, Tunic und John (timestwo). Einige davon haben sich bis heute gehalten. Andererseits erinnert mich der konstante, dichte Nebel aus dissonanten Noise-Texturen stark an die kurzlebige US Post Punk-Sensation Dasher und der Saxophoneinsatz wiederum hat etwas von Nearly Dead, der relativ obskuren australischen Post Punk-Gruppe Fungus Brains oder, wenn ein paar untypisch melodische Obertöne dazu kommen wie in Crime, fühle ich mich an das ebenfalls australische Post Punk / Proto-Noise Rock-Bollwerk X erinnert.