Das exzellente Debüt dieser Band aus Jackson, Mississippi liefert einen bunten Strauß an genüsslich entgleisten kleinen Bangern aus Raketengrtriebenem, Garage-injiziertem, Fuzz-verseuchtem Hard- und Postcore-Scheiß, der fraglos auf Zustimmung treffen wird bei geschmackssicheren Advokaten von so kaputten Hardcore-Phänomenen wie etwa Fried E/m, Mystic Inane, Crisis Man, Rolex, Headcheese, ALF und noch vielen mehr!
Das zweite Tape dieser Band aus, ähm... Tokyo (?) transportiert durchweg soliden, einfachen wie wirkungsvollen Synth- und Post Punk mit Garagenzusatz, der mich ganz besonders an die Franzosen Catalogue und die Belgier Le Prince Harry denken lässt aber auch mit so Bands wie Spyroids, O-D-EX, Mind Spiders, Powerplant, Crime Wave und Liquid Face liegt man sicher nicht ganz falsch... oder eine ernstere Inkarnation der Freak Genes vielleicht? Wie auch immer, der Scheiß funktioniert!
Das Demo der Band aus Jakarta, Indonesien entzückt mit zwei arschtretenden Sprengkörpern aus melodischem DIY Noisepop, nicht ganz unähnlich zu so Bands wie UV-TV, Feature, Joanna Gruesome, Slowcoaches and Star Party, welche dann wiederum inspiration bezogen haben könnten etwa von Fastbacks, den frühen Singles der britischen Fuzz Pop-Hausnummer The Primitives sowie einer Reihe von C86-relevanten Phänomenen und den gesammelten Auswüchsen des Slumberland- und Sarah Records-informierten oldschool Noise- und Indie Pop.
Was soll ich denn hier noch neues erzählen zu einer neuen Gobs-EP? Es sind halt die motherfuckin' Gobs! Wenig andere Bands haben ihre Formel für gleichermaßen dummen, überdrehten und abgefuzzten Lo-Fi Garage- und Synth Punk-Wahnsin perfektioniert wie diese Band aus Olympia, Washington. Die operieren weiterhin in ihrer ganz eigenen Gewichtsklasse.
Toller kleiner Leckerbissen, diese Debütsingle einer Band "from the northern americas". Kick You klingt wie eine Verschmelzung der besten Tendenzen von, sagen wir mal, Radioactivity, Sonic Avenues und Cheap Whine, gewürzt mit einem durchaus tolerablen Pop Punk-Vibe. Violins lässt dann einen satten Hardcore-Anschub in ein seltsames gebräu aus frühen Pixies und Mudhoney münden, veredelt mit leicht psych-lastigen Gesangsharmonien.