RONi – Fast! Loud!

Jau, es ist eine weitere Veröffentlichung einer mysteriösen Figur, die ich von hier an einfach als „dieser Typ aus Indiana“ bezeichnen werde, weil ich euch nicht jedes mal mit den unzähigen Pseudonymen langweilen möchte, unter denen er sonst noch Musik veröffentlicht. Ihr wisst was man zu erwarten hat und der Typ liefert wie immer seine minimalistischen aber hochpräzisen Attacken auf einer variablen Skala zwischen Hardcore- und Garage Punk ab. Sofern sich bei dem Kerl überhaupt etwas ändert, würde ich vor allem sagen dass der Krempel immer besser wird!

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Disciplina Limitar – Yo tambi​é​n yo no

Die Band aus Alicante und Valencia, Spanien (die zuvor auf ihrer Debüt-EP auch noch als Disli abgekürzt wurde) hat klar ein paar Tacken zugelegt auf ihrer neuesten EP via Flexidiscos, auf welcher sich simplere Attacken von Hard- und Postcore abwechseln mit aufwändigeren Post Punk-Konstruktionen, bei denen man nie ahnt was als nächstes passiert. Songs wie die Überhymne Glamur Interior balancieren letztere Tendenz aus mit einer Fülle von melodischen Untertönen, sogar einem Hauch von Wire-mäßiger Psychedelia im Rausschmeißer-Track Calambre Exquisito. Der Opener Est​á​s cansado wiederum hat einen leichten Sauna Youth-Vibe und insgesamt mag man auch gewisse Echos von Bands wie Pyrex, Waste Man, Sievehead, Tube Alloys, Corker, Rank/Xerox or Criminal Code heraushören.

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Indenadfin – Sin miedo al éxito

Diese Band (oder Soloprojekt?) aus Chile hat da gerade mal eine arschtretende EP rausgehauen mit simpel-effektiven Garage Punk-Knallern die irgendwie prädestiniert wirken für einen Release auf Goodbye Boozy (ich sage nicht, dass es so passieren wird… nur dass es passieren sollte!), wo das Zeug sehr komfortabel seinen Platz finden würde zwischen so Krawallbands wie 208, Zoids und Silicon Heartbeat.

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Ménage Détroit – Ménage Détroit

Painters Tape hat noch nie enttäuscht und das ist auch nach wie vor keine Option anlässlich des neuesten Releases, der Debüt-Cassingle von einem Duo, welches darauf zwei der explosivsten Geschosse aus klassischem Detroit-Style Garage Punk abfeuert, die mir in jüngerer Zeit begegnet sind. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Five Bucks – Go Skate / H82W8

Diese Band aus Varese, Italien lässt auf ein sehr spaßiges Demo vom vorletzten Jahr eine noch deutlich geilere 2-Track-Single folgen. Go Skate beschwört eine pulsierende Elektropunk-Ästhetik herauf nicht unähnlich etwa zu Spyroids, Freak Genes, O-D-EX oder der jüngsten Shrudd EP. H82W8 hat dann mehr von einem fluffigen Garage Pop-Vibe so grob im Fahrwasser von Slimex, Daughter Bat and the Lip Stings, Ghoulies, Gee Tee und Busted Head Racket, neben noch vielen anderen.

Mobile – Demo

Ein neuer Release auf Deluxe Bias, dem Marktführer in auf glorreiche Art scheiße klingenden Kassetten von üblicherweise vernachlässigbarer Laufzeit. Und hier haben wir ein weiteres illustratives Beispiel von drei maximal überbelichteten, fuzz-verseuchten Hardcorepunk-Nummern, deren Fidelität gerade eben ausreicht um festzustellen, dass das Zeug mal verdammt auf die Scheiße haut und ich bin darüber hinaus der Meinung, dass der Scheiß absolut perfekt klingt.

Crabs – Small Plates

Down From London erscheint am 21. Juni.

Cowgirl – Fading Lights

Cut Offs erscheint am 9. August auf Safe Suburban Home Records.

Rearranged Face – Far Green Arcade

Nach einer Handvoll schon außergewöhnlich Laune machender EPs bleibt die Band aus Los Angeles auch auf ihrem ersten Langspieler ein angenehm schräges Rätsel, dessen häufig minimalistische aber immer filigran konstruierte Chaosattacken endlos neue Mittel und Wege finden, die etablierten Genre-Tropes und Konventionen zu umgehen. Darin erinnern die mich an einen ganzen Arsch voll doch sehr unterschiedlicher Bands in verschiedenen Momenten. Was ich aber klar sagen kann ist, dass das hier einen ähnlichen kreativen Geist versprüht zu so Vertretern der hyperaktiven Ablenkung wie etwa Reality Group, Patti, Skull Cult, R.M.F.C., Big Bopper, frühe Uranium Club, Print Head, Subtle Turnhips, Shark Toys, Pressure Pin und Meal.

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