Von JJ Sizza habt ihr sicher schon etwas Lärm gehört als Mitglied von australischen Garage- und Post Punk-Acts wie Kitchen People und Dr. Sure's Unusual Practice. Auf seiner zweiten Solo-EP lehnt der Typ sich aber so richtig rein in ohrwurmgefährliches Power Pop-Gelände, mehr as wir es je von diesen Bands gehört hätten, und der Scheiß knallt rein. Der Opener 50 Cent Coin klingt so als könnte es sich wahlweise um einen verhinderten '80er New Wave-Hit handeln oder ein vergessenes frühes Flying Nun Records-Artefakt, oder alternativ auch um eine aktuellere Garagensingle der Marke Andy Human oder Nick Normal. Da öffnen sich Welten in diesem einen Song. Hold Music klingt dann schon ähnlicher zu etwas aus dem Dr. Shure's Œuvre und genauso Panopticon Blues, bevor Skin On Skin ein paar klassiche Ramones-Qualitäten mit modernem Fuzz Punk / Noise Pop kombiniert nicht ganz unähnlich zu den Texanern Sex Mex und, erst kürzlich, Eason. Der Abschlusstrack Don't Wanna See ist dann leider der schwächste Moment dieser Platte mit seinen eierpunkigen Grundzutaten, die hier einfach nicht zu einem kohärenten Ganzen verschmelzen wollen. Ein unnötiger Dämpfer in einer ansonsten brillianten EP.