
Lasst alles stehen und liegen, es ist eine weitere Eggpunk-Platte erschienen... ja, ich weiß, big deal in dieser Ära. Aber das hier ist eine, für die ich mich nach wie vor begeistern kann. Ordentlich an Fahrt und tightem Punch hat diese Band aus Cleveland, Ohio dazugewonnen seit ihrer noch etwas flatterigen Digital Distortion EP, aber es ist mehr als nur das, denn wo jene Platte sich auch stilistisch noch echt schwertat, sich von der Masse an Snooper-inspirierten Trittbrettfahrern zu differenzieren, wächst die Band hier richtig rein in ihre eigene Weirdness und fieberhafte Energie, ich meine... verdammt, Can't Stop ist vermutlich der erste Song namens Can't Stop in vielen Jahren der wirklich so klingt als ob er nicht aufhören kann. Auch wenn er das sehr plötzlich tut, nach weniger als einer Minute. Die Songtitel sind Programm hier. (I Just Wanna) Be a Ramone wäre gerne ein Ramones-Song, Salsa hat einige Elemente von abgefucktem Salsa und Uptight klingt tatsächlich wie der nervöseste, verkrampfte Song auf der Platte. Tonnenweise aufregender Spaß von Anfang bis Ende auf dieser Platte und den größten Knall sparen sie sich für's Ende auf in Form des epischen Abschlusstracks The Nuclear Option, der viel mehr Inspiration von so Bands wie Uranium Club und Australien's chronisch unterbewerteten Garage Punk-Underdogs Electric Prawns 2 zu schöpfen scheint als von den üblichen Eggpunk-Referenzen dieser Zeit. Weise Entscheidung, das!