Die neueste EP von Sprgrs aus Granada, Spanien ist mal wieder eins dieser Eggpunk-Artefakte, die sich auf den ersten Blick etwas zu treu an eine Standard-Genreformel halten und wäre nicht sonderlich erwähnenswert, wüde sie nicht sukzessiv die Messlatte höher legen und sich mit jedem Song etwas weiter von einer überstrapazierten Prison Affair-Schablone entfernen hin zu einer Qualität, die sich zunehmend auf die wachsende Qualität des zugrundeliegenden Songmaterials stützt und ab dem dritten Song so richtig in die Gänge kommt. Zugegeben, der Abschlusstrack Trabaja fällt dann wieder ziemlich in die Klischeekiste zurück. Aber hey, es ist das Jahr 2026 und offenbar können wir nicht mehr viel gute Dinge haben und erst recht nicht mehr in dieser Genre-Nische. Da nimmt man dann halt mit was man kriegen kann und ich werde mich nicht beschweren über eine EP mit drei so ausgemachten Knallern, immer noch klar ein Gewinner in dieser Ära der gemäßigten Erwartungen.