
Das New Yorker Duo Ismatic Guru gehört zu einer raren Brut von Post Punk-Acts, die nicht nur konstant mit jeder Veröffentlichung die Messlatte höher legt und das eigene Handwerk rapide verfeinert über ihre bislang sechs EPs - ungefähr eine pro Jahr seit 2021 - sondern dabei auch ihre ureigene, unverwechselbare Nische geschaffen hat und immer noch heraussticht, selbst in einem Genre-Umfeld, dass aktuell so belebt und kreativ ist wie vermutlich schon seit Jahrzehnten nicht mehr. Wie gehabt hat das ihre patentierten verwinkelten, funky-bis-math-mäßigen Rhythmen und verpielten Grooves, reichlich an krautigen Eigentümlichkeiten, farbenfroh-kaleidoskopische Psychedelia und einen stark dubbigen Unterbau und erneut operiert das hier einen halben Tacken über allem, was die Band bisher gemacht hat. Die anfänglichen Quirks und Unwuchten schon im Laufe ihrer frühesten Platten ausgebügelt, klingt die Band jetzt einfach angemessen selbstbewusst und kann scheinbar einfach nichts mehr falsch machen. Wenn du auf Art Punk stehst, der gleichermaßen quirlig und classy, lebhaft und raffiniert ist, geht niemals ein Weg vorbei an einer neuen Ismatic Guru-Platte.