
Die französische Weinhauptstadt mag ehrlich gesagt nicht das gelbe Wasser reichen zu heimischen Bierhotspots wie dem westfälischen Hansa oder Karlskrone im Süden von Aldi, aber zumindest kamen aus Bordeaux schon ein paar gute Bands wie Videodrome und Black Bug vor einigen Jahren, oder Distance in jüngerer Zeit. Wie auch immer, Haro passen teilweise ganz gut in ein Schema das im vergangenen Jahrzehnt von so Post Punk- / Postcore-Acts wie Youth Avoiders und Nightwachers etabliert wude, machen dabei aber einen großen Bogen um die in letzter Zeit sehr anschicklichen Oi!-Elemente. Stattdessen werden wie hier mit vergleichsweise elaborierten bis epischen Sounds konfrontiert, clever integriert in breitwandige mini-Melodramen, die ohne Not für sich selbst stehen in ihrem Umfeld. Eine bewährte Autorität im Feld von Bands die ein bisschen nach Coldplay klingen sagte mir zuletzt, dass der Opener dieser EP ein bisschen nach Coldplay klänge. Wenn das stimmt, muss ich diese Coldplay-Jungs mal auschecken, muss ja 'ne ganz tolle Band sein!