
Smirk fielen schon immer positiv aus der Reihe in der zweiten Welle von Eggpunk-Bands insoweit, das sich schon in ihrem frühen Schaffen immer eine Spannung zeigte zwischen typischeren, quirligen Egg-Vibes und einem ungleich dunkleren Post Punk-Unterbau in vielen ihrer Songs, eine Tendenz die zum ersten mal ganz in den Mittelpunkt rückte auf der brillianten Domestic Dog 7" im letzten Jahr, wie gerufen in einem Moment in dem das bisherige Werk der Band - wie auch viel von ihrem weiteren Eggpunk-Umfeld im allgemeinen - sich zunehmend gegen die Konsequenzen eines kreativ überstrapazierten Bodens und eines drohenden Genre-Burnouts behaupten muss. Diese zwei Songs lokalisierten die Band dann mehr in der Nachbarschaft von so einschlägigen Post Punk-Hausnummern wie Institute, Marbled Eye oder The Estranged und der Scheiß beeindruckte dabei mit gereifter, schlauer Songkunst die sich hinter solchen Vergleichen nicht verstecken muss. Eine Qualität, die erneut bestätigt wird auf ihrer neuen LP, ihrem nüchternsten und nachdrücklichsten Bündel von Songs bislang, das alle Anzeichen trägt von einer weiteren Eierpunk-Band, die letztendlich aus der limitierenden Eierschale ausbricht und die Metamorphose zu durchaus prachtvollen Hühnerpunks vollzieht auf eine Art, die einen gewissen Ex-Lumpy sicher glücklich machen wird, auch wenn ich immer noch glaube dass er das Henne-Ei-Problem komplett falsch betrachtet, wo in dieser Nische doch so eindeutig das Ei zuerst kam und daher existieren und ausgebrütet werden darf und muss, damit so eine Pracht wie dieses Album überhaupt heranwachsen und sich entfalten kann. Verdammt, kling ich dumm und prätentiös mit diesem Satz, ich hör daher besser mal auf an dieser Stelle, zufällige Wörter ins Internet zu tippen.
Ei, ei, Ei, was ein Text. Aber ja, ich finde ihre Ausflüge in den Post-Punk auch spannend, wären sonst nicht auf meinem Schirm.