Die letzten Wochen hatten zwei herausragende Hardcoreveröffentlichungen für uns auf Lager und ich nehme mal die Abkürzung, sie hier in einem Post zu verbraten. Brainwash Victims aus Milwaukee, Wisconsisn haben eine neue Kassette auf Unlawful Assembly raus mit einem Sound der nicht nur maximal noisy, abgefuzzt und angepisst ist, sondern auch mit immer wieder mit einfallsreichen Wendungen, catchy Hooks und melodischen Obertönen um die Ecke kommt. Die Typen spielen nicht nur hart und schnell, sondern sie haben auch die Songs an Bord um dabei nicht umzukippen.

Yambag aus Cleveland, Ohio sind dagegen eine Band, zu der ich über die Jahre ein etwas wackeliges Verhältnis gehegt hab, nicht zuletzt weil es auf einigen ihrer jüngeren Veröffentlichungen häufig den Anschein hatte als würden sie sich umso weniger um die Songs und Arrangements scheren, je härter sie auf den Putz hauen, so als versuche man hier für einen Mangel an kompositorischer Substanz zu kompensieren. Aber wie auch immer, jetzt haben sie eine neue 8-Song-EP draußen die sie mal wieder ausschließlich von ihrer besten Seite zeigt mit einem starken Bündel neuer Songs die so einfach gestrickt wie auch schlagkräftig und catchy rüberkommen und schlicht einen Sweet Spot in ihrem stilistischen Venn-Diagramm treffen, bei dem alles vorhanden ist was den Reiz dieser Band ausmacht und die beweglichen Teile rüttelfest und kunstvoll verarbeitet an ihrem Platz sitzen.