Landowner aus Holyoke, Massachusetts, eine der unverwechselbarsten Stimmen im aktuellen Post Punk-Umfeld, haben jetzt ihren fünften Langspieler auf Exploding In Sound Records raus und auch nachdem die Band schon ein gutes Jahrzehnt zu Gange ist, zeigen sie noch keinerlei Abnutzungserscheinungen in ihrer abstrakten, minimalistischen Herangehensweise an Post Punk und Postcore – wenngleich auch in letzter Zeit ihr Einfluss auf jüngere Bands zunehmend offensichtlich wird, bleibt dieser Sound absolut ihr eigener. Wenn überhaupt, dann sind ihre Kompositionen und Texte über die Jahre nur noch schärfer, bissiger und düsterer geworden und die oberflächliche Aura von ironischer Distanz ist als ein psychischer Selbstverteidigungs-Reflex zu deuten, nötig um bei Verstand zu bleiben, wenn sie die existenzielle Substanz ihrer Songs konfrontieren während wir alle nur zu gut wissen, das uns – im Gegensatz zur Präsentation der Menschheitsgeschichte als eine Abfolge kontextloser und teils fragwürdiger Meilensteine wie aus einer bizarren Strategiesimulation in Linear Age – das Universum keinen zweiten Versuch für unsere Existenz einräumen wird und der aktuelle Stand der Dinge nach einem einzigen Selbstauslöschungs-Speedrun aussieht.