Eine irrsinnig gute Debüt-EP von einer Londoner Band und die Frontsau ist niemand geringeres als Chubby – genau, der Typ von Chubby and the Gang – dessen Gesang hier noch am ehesten an die rustikale Oi!-Ästhetik seiner alten Band erinnern mag, die – obgleich immer noch wie ein subtiles Hintergrundbrummen unterschwellig vorhanden – sich hier deutlich zurückhält zugunsten eines etwas feiner geschliffenen und strahlenden, jedoch keineswegs weniger kräftigen Sounds, der rüberkommt wie eine ultrakompakte Kapsel aus diversen Großartigkeiten der melodischen Punk, Power- und Noise Pop-Welt, von klassischen Hüsker Dü-Vibes über die unmittelbare Catchyness der Noise Popper Terry Malts und den jüngsten Dumpies- und Eye Ball-LPs, bis hin zu der tiefen Melancholie von Leatherface oder (Royal Headache-) Shogun’s noch halbwegs aktuellen Projekten Antenna und Finnoguns Wake. Potenter Scheiß, bitte mehr davon!